CONTENT
Home
Produkte
FAQ
LodlanD In-Game
Neues aus Lod
Oktober - Dezember 102 sE
Juli - September 102 sE
April - Juni 102 sE
Januar - März 102 sE
August - Dezember 101 sE
Juli 101 sE
Juni 101 sE
Mai 101 sE
Februar 101 sE
November 100 sE
Oktober 100 sE
September 100 sE
August 100 sE
Juli 100 sE
Juni 100 sE
Mai 100 sE
April 100 sE
März 100 sE
Februar 100 sE
Januar 100 sE
November 99 sE
Oktober 99 sE
Neues aus Liberty
Neues aus Teikoku
Die RDL Wahl
Gerüchteküche
Kurzgeschichten
Fan-Beiträge
Ausrüstung
Allgemeine Infos
Veranstaltungen vor Ort
Foren
Downloads
SEARCH
 suche:
Erweiterte Suche
COMMUNITY
 User:
 Passwort:
auf diesem Computer speichern
Daten verloren
SUPPORT
Presse
Datenschutz
Impressum

 

Aradion - Internet-Agentur, IT-Beratung, Software-Entwicklung

Januar - März 102 sE

Gerald Demvitsch bringt sich in Stellung

Der Machtkampf um die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Vorstandmitglieds Heinrich Tamarvitsch im BESS-Präsidium hält an. Mit Gerald Demvitsch hat sich gestern ein besonders prominentes Mitglied der illustren BESS-Riege in Stellung gebracht: Der ehemalige Fahrer der "Geroskij Stawas", der bekanntesten Mannschaft der Werxnij-Gruppe der Benzinspiele, hat zu seiner aktiven Zeit insbesondere durch Frauengeschichten und Kneipenschlägereien - bevorzugt mit Arbiträern - auf sich aufmerksam gemacht. Nun aber schickt er sich an, seine Beliebtheit bei den Fans und seine guten Kontakte in die Szene in die Wagschale zu werfen. Demvitsch dazu: "Warum sollte ich nicht klar sagen, dass ich der Beste für den Job wäre? Ich kenne jeden und alles im BESS-Sport, war erfolgreicher Spieler und muss meine herausragenden Erfolge sicherlich nicht verstecken! Mit mir im BESS-Vorstand wäre ein Stück Glaubwürdigkeit zurück im Präsidium, denn die Fans wissen: Mir kann man vertrauen."

Die Gerüchteküche brodelte kurz nach der Bekanntgabe der Kandidatur und auch einige alte Geschichten fanden "wie zufällig" ihren Weg auf den Fischkopfteller: Zu seiner aktiven Zeit soll Demvitsch aktive Kontakte zur vor gut acht Jahren zerschlagenen Quartiers-Wettmafia unterhalten haben. Auch die immer wieder auffällige Bestleistung seiner Fahrzeuge verglichen mit denen seiner Mannschaftskameraden sorgte stets für Spekulationen über nicht von den Regularien abgedeckte Modifikationen. Dies konnte aber nie bewiesen werden. Experten sprechen dem Fan-nahen Demvitsch gute Chancen bei der Nachfolgeentscheidung zu.

Lod-Herold

Terror-Zelle zerschlagen!

Lipaja. Wie heute erst bekannt wurde, hat eine Anti-Terror-Einheit des Werkschutzes in der grünen Stadt (Lipaja) gestern eine Terror-Zelle der Danieliten-Fanatiker zerschlagen. Aus Werkschutzkreisen wurde kolportiert, dass ein Dutzend Terroristen den Tod gefunden hätten.

Horst Nondujev, Sprecher des Lipaja-Werkschutzes: "Der gestrige Schlag gegen den organisierten Terror war erfolgreich. Unserem Spezialtrupp ist es gelungen, eine dreißig Mann und Frau starke Zelle der Danieliten-Fanatiker in unserer schönen Stadt unschädlich zu machen. Vierzehn Terroristen wurden getötet, sechzehn verhaftet und der Spezialabteilung Terrorbekämpfung des Werkschutzes Stawatycze zur Befragung übergeben. Ein bereits in den Planungs-Endzügen liegender Anschlag auf die Nahrungsmittelproduktion konnte verhindert werden, giftige Chemikalien durch unsere Fachleute unschädlich gemacht werden. Leider sind aus unseren Reihen zwei Tote zu beklagen, die Kosten werden wir der danielitischen Kirche in Rechnung stellen, da von unserer Seite aus eine aktive Unterstützung der Terrorzelle durch die höchsten Kreise der Danieliten-Kirche angenommen werden muss."

Letzteren Teil der Aussage widerrief der Werkschutz nach nicht einmal einer Stunde und entschuldigte sich bei der danielitischen Kirche, sie mit den irregeleiteten Fanatikern in Verbindung gebracht zu haben. Gerüchte sprechen von massivem Druck, den Ferson Luschavitsch, Großkardinal der Danieliten, auf Lipaja ausgeübt haben soll.

Gut informierten Kreisen zufolge hatten die Terroristen einen Giftanschlag auf eine Feinschmecker-Fleischlieferung für Stawatycze geplant. Verbindungen zum Bombenanschlag vom Januar drängen sich auf. Die offizielle Lesart der Danieliten sagt aus, dass Fleisch nur am Wochenende zu Gottes Ehren aufgetischt werden soll, unter der Woche ist es den Gläubigen untersagt. Hier ist auf Fischerzeugnisse auszuweichen. (jt)

Heinrich Tamarvitsch tot!

Heinrich Tamarvitsch, Vizepräsident der BESS ist tot. Wie der Werkschutz am heutigen Morgen bekannt gab, wurde der 42jährige im "Amüsierbetrieb Bulan" in Stawatycze aufgefunden, als offizielle Todesursache wurde "Tod durch Ertrinken" angegeben. Nachforschungen unseres Hauses haben ein etwas anderes Bild ergeben: Der vierfache Vater und Vorzeige-Barbarist Tamarvitsch ist zwar ertrunken, das pikante Detail ist aber, dass sein Tod in der Sprudelwanne eines Bordells eingetreten ist. Tamarvitsch stand in den vergangenen Wochen immer mehr im Fokus der öffentlichen Kritik, nachdem bekannt geworden war, dass das BESS-Vorstandsmitglied enge Beziehungen zum mittlerweile gefeuerten Antowitsch Radujev unterhalten und ihn laut immer erdrückenderer Beweislage bei seinen dunklen Machenschaften gedeckt haben soll.

Damit bekommt der Wettskandal in der BESS eine neue Brisanz und das Märchen, dass nur untere Chargen der Korruption in der BESS anheim gefallen sind, kann damit wohl zu den Akten gelegt werden. Tamarvitsch war pikanterweise im Vorstand unter anderem für die Überwachung der Unparteilichkeit der Schiedsrichter und die Korruptionsbekämpfung zuständig. Das BESS-Präsidium kündigte eine zügige Nachfolgeentscheidung an und die ersten Bewerber bringen sich im internen Machtkampf bereits in Stellung. (jt)

Stawa - Nachrichtenübersicht

Die folgenden beiden Nachrichten aus dieser Woche in Stawa zeichnen einen kleinen Querschnitt der Facetten des sich zuspitzenden Danieliten-Barbaristen-Konflikts:

Stawalustro (stawische Zeitung)1
Demonstrationen in Stawa - Auch am heutigen Tage demonstrierten erneut einige hundert Barbaristen vor der zentralen Danielitenkirche in der Hauptstadt. "Friede in ganz Stawa" war auf ihren Plakaten zu lesen, ebenso wie der Ruf nach Versöhnung zwischen den beiden großen Religionen im Mehrmillionenstaat Stawa. Doch die Gegendemonstrationen Hasserfüllter von beiden Seiten ließen nicht lange auf sich warten: Bereits zur Mittagszeit skandierte eine Schar Danieliten vor dem Regierungsbezirk "Freiheit für Lubaszów" und forderten damit eine Abspaltung der Danielitenstadt vom Rest Stawas. Aber auch ein Leuchtenzug Barbaristen machte mit unversöhnlichen Parolen auf sich aufmerksam: "Keine Gnade für Bombenleger" war noch eine der harmloseren Aussagen dieser Menschenmenge.

 

Wzajepomoc (stawische Zeitschrift)1
Engel in Stawa? Knochenbrüche, Kieferfrakturen, ausgeschlagene Zähne. Ein kurzer Blick in den Behandlungsraum eines stawischen Krankenhauses zeigt derzeit, welcher Kurs anliegt: Konfrontation zwischen den Danieliten und Barbaristen. Fäuste fliegen auf beiden Seiten, Tote waren bereits zu beklagen. Inmitten dieser aufgeladenen Atmosphäre ist eine neue Gruppierung aus dem Schatten der Schotts getreten und macht mit uneigennützigen Aktionen auf sich aufmerksam: Aniol Stawa - die Engel Stawas. Mit leuchtend weißen Umhängen über ihrer Kleidung marschieren sie zwischen Kämpfende, schlichten Streit, aber insbesondere versorgen sie die Verwundeten, bis sie von Krankenträgern in die Hospitale Stawas gebracht werden können. Mehr als nur ein Kämpfer hat sein Leben den Aniol zu verdanken. Auf die Frage, warum sie dies tun: "Stawa ist ein Staat der Freiheit, des Respekts und des Mutes, immer aufzustehen und mit eigener Hände Arbeit voranzukommen. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass die derzeitigen Probleme der Religionen in unserem Land nicht für Stawa in Gänze stehen. Wir rufen sowohl Danieliten wie auch Barbaristen auf, sich an ihr gemeinsames Erbe zu erinnern und wieder zum Frieden zurückzukehren", sagte der charismatische Endfünfziger Tobias Dankowski, Anführer eines kleinen Trupps der Aniol. Über Mannstärke, Ausbildung und eigentlichen Lebensinhalt der Aniol-Mitglieder ließ sich bislang wenig in Erfahrung bringen - wie es bisher scheint, sind es einfache Arbeiter, Hausfrauen und Soldaten, die einfach Gutes tun wollen.

 

1 Informationen zur Medienlandschaft des RDL finden Sie im Kampagnenband "Agenten, Händler, Sicherheit und Medien". Gleich hier im LodlanD.de-Shop, bei Ihrem lokalen Rollenspielhändler oder über die ISBN (3-933153-07-7) im Buchhandel!

Stawas Zustand wirtschaftlich unhaltbar

"Stawa ist auf dem besten Wege, uns Unternehmer zu vergraulen. Auch andere Länder haben hübsche Kuppeln." Mit diesen Worten schloss Emrin Goschenky, Präsident der DBG, einem der größten stawischen Pracowysoki1, die Pressekonferenz anlässlich der jährlichen Unternehmensversammlung seines Unternehmens. Ein Wort wie ein Peitschenknall, wenn die DBG redet, hört die Politik genau hin.

Doch neben der üblichen Unternehmerschelte über zu hohe Abgaben und verbesserungswürdige Infrastruktur kam Goschenky mit obigem Zitat schnell auf ein Thema zu sprechen, das derzeit in Stawa in aller Munde ist: Den Barbaristen-Danieliten-Konflikt. Spätestens seit dem Bombenanschlag auf das Restaurant Litwi steht es auf jeder Agenda ganz oben. Goschenky stellte in seiner Rede insbesondere heraus, dass das derzeitige Klima aus Gewalt und Misstrauen alles andere als förderlich für die Unternehmerlandschaft Stawas seien. Bei zukünftigen Investitionen im Land müsste ein rechnerischer Wagniszuschlag für die unsicheren Bedingungen eingepreist und verdient werden, was der Wettbewerbsfähigkeit Stawas, auch für Investitionen aus dem Ausland, bereits kurzfristig schädige. Bedenkt man, wieviele Arbeitsplätze in Stawa an den Pracowysoki hängen, malt dies ein düsteres Zukunftsbild, sollte der Danieliten-Barbaristen-Konflikt nicht zügig gestoppt werden können. Doch die Politik ist jede Antwort auf diese Frage bisher schuldig geblieben, ein klares Konzept ist nicht erkennbar.

Als Reaktion ist die Beliebtheit des stawischen Präsidenten Ali Kravitsch erstmals in seiner neuen Amtszeit unter 75 Prozent gesunken, ein für den lampenverwöhnten Mann geradezu undenkbarer Vorgang.

Bittere Notiz am Rande: Noch während der Pressekonferenz der DBG wurde in Stawatycze ein weiterer Barbaristen-Pfarrer ins lokale Krankenhaus eingeliefert, zusammengeschlagen von einem Danieliten-Schlägertrupp. Zwar verurteilte die örtliche Danieliten-Kirche umgehend diese "Gewalt gegen unsere Brüder", doch die zwischen die Fronten geratenen Bürger wünschen sich von den Danieliten nach neuesten Umfragen ein härteres Durchgreifen gegen die Extremisten in ihren Reihen. Böse Zungen behaupten, dass die Danielitenführungen nicht nur passiv ist, sondern hinter dem Schott sogar aktiv für die Ausschreitungen argumentiert, um den Barbaristen zu zeigen, wer Herr im Hause der Kirche in Stawa sei. Die Bürger Stawas tun gut daran, in der nächsten Zeit auf den Gängen häufiger über die Schulter zu schauen.

 

1 Einflussreiche stawische Großunternehmen mit besonderen Rechten. Details sind im 2007 erscheinenden Länderband Stawa/UNL zu finden.

Bekennerschreiben: Tod den fleischfressenden Ungläubigen

Der Anschlag vom Jahresanfang ist Gesprächsthema Nummer Eins in Stawa. Der unheilvolle Unterton, den gerade danielitische Prediger dabei anstimmen, gibt Grund zur Sorge: Es sei Gottes Rache an den Frevlern gewesen, die sich gegen seine Gebote aufschwingen würden, Fleisch nur am Wochenende zu seinen Ehren zu verzehren. Es sei Gottes Zeichen. Und es werde weitere geben.

Da passt das gestern in der stawischen Zeitung "Stawatycze Ma" veröffentlichte Bekennerschreiben der "Söhne Daniels" nur zu gut ins Bild: "Und so höret: Gott selbst gab uns den Befehl, seinen bisher zarten Bitten und Geboten Nachdruck zu verleihen und dem sind wir gern gefolgt. Sein Wille ist klar und einfach zu befolgen. Tut dies und euch soll vergeben werden. Weigert euch und der Tod ist euer Schicksal" beginnt das Schreiben. Beschimpfungen gegen die "Ungläubigen" und "vom wahren Weg Gottes" Abgefallenen folgen naturgemäß in den weiteren Zeilen religiös verblendeten Wahns.

Trotz der allgegenwärtigen Kälte steht der Hauptstadt Stawas ein heißer Jahresauftakt bevor. (jt)

Wettskandal zieht Kreise

Der Wettskandal in der stawischen BESS-Liga1 zieht seine Kreise. Wie aus gut unterrichteten Quellen zu erfahren war, steht der Zahlmeister der BESS kurz vor seinem Rauswurf. Antowitsch Radujev soll als Makler zwischen den sabotierenden Mechanikern auf der einen und Wettmanipulatoren auf der anderen Seite gedient haben, wobei ihm insbesondere sein gelinde gesagt großes Insiderwissen eine Hilfe gewesen sein soll. Die Führungsspitze der BESS verweigert weiterhin jeden Kommentar zur Sache und verspricht lediglich "mit aller Härte des Gesetzes für einen sauberen Ablauf der BESS-Ligaspiele zu sorgen".

Derweil geht die Suche nach den Hintermännern des Skandals weiter, der im August 101 sE aufgedeckt wurde. Offiziellen Angaben des Werkschutzes zufolge habe man bereits beträchtliche Fortschritte bei den Ermittlungen gemacht und stehe kurz davor, mehr als nur die bisher bereits gefassten kleinen Schrauben - hier insbesondere von Wettschulden erdrückte BESS-Mechaniker - zu fassen. Unseren Informationen zufolge sieht die Wahrheit allerdings anders aus: Da selbst höchste Kreise in der Angelegenheit mit drin stecken sollen, sei die Arbeitsanweisung ergangen, die Sache im Hafenbecken vergammeln zu lassen. Dies könnte der Skandal nach dem Skandal sein. Wir bleiben dran. (jt)

 

1 Ausführliche Informationen über die BESS finden Sie im Stawa/UNL-Länderband, der 2007 erscheint.

Feinschmecker-Bombe

Ein Knall erschütterte die Hallen des altehrwürdigen Restaurants Litwi, dass zur abendlichen Stunde dieses Montags gut gefüllt war. Wie üblich speisten die oberen Zehntausend, livrierte Kellner bemühten sich, jeden Wunsch zu erfüllen und das Hausorchestor verbreitete sorgsame Dosen Wohlfühlfaktor. Doch um Punkt 22 Uhr war die Ruhe zu Ende, als eine Splitterbombe am Buffet explodierte und Dutzende Gäste und Mitarbeiter in den Tod riss. Die offiziellen Stellen sprachen im nachhinein von 38 Toten und nur der Massivität der steinernen Buffettische sei es zu verdanken gewesen, dass ein Großteil der Splitter abgefangen werden konnte. Andernfalls wäre es zu "einem Blutbad unaussprechlichen Ausmaßes" gekommen, so der leitende Ermittler Jan Polsnak bei der Pressekonferenz am Dienstag Mittag.

Auffällig an Ort und Zeit des Anschlags ist sicherlich, dass er punktgenau und mit beträchtlicher Kenntnis des Ortes durchgeführt wurde. Das gerade VIPs unter den Opfern sind, überrascht da kaum. Das bisher kein Bekennerschreiben eingetroffen ist, dafür umso mehr. Das Litwi war in den vergangenen Wochen des öfteren Schauplatz von Demonstrationen radikaler Danieliten, die gegen die tägliche Verfügbarkeit von Fleisch demonstrierten. Sie proklamierten, dass Fleisch eine reine Wochenendspeise sei, zur Ehre von Religion und Vaterland und kein Alltagsessen, dies sei Blasphemie.

Die danielitische Kirche gab noch am Abend des Anschlags eine Pressemitteilung heraus, in dem sie den Anschlag aufs Äußerste verurteilte und jeden Zusammenhang zwischen ihren "allein der Sache geschuldeten Demonstrationen unserer geliebten Kinder gegen die fortschreitende Banalisierung kirchlicher Gebote" und der Bombe dementierte. (jt)

Lubaszów - Verbotene Stadt?

Lubaszów, die Stadt, die gleichbedeutend ist mit den Danieliten. Von harter Hand geführt, steht sie stets etwas außerhalb des restlichen Stawas und präsentiert sich als Heilsbringer der wahren Gläubigen. So weit, so bekannt. Die Jahreswende allerdings begann selbst für stawische Verhältnisse mit einem Paukenschlag: Ferson Luschavitsch, Großkardinal der Danieliten, verbannte für die Dauer von einer Woche alle UNL-Staatsangehörigen aus der Stadt.

"Der Stachel sitzt tief, meine Kinder. Jeden Tag aufs Neue sehen wir, wie sich unsere Brüder von uns abwenden, geblendet von den Versprechungen des Paktes aus Blut und Stahl. Aus Tagträumen und leeren Versprechungen wäre ein passenderer Titel. Die UNL unterwandert Lubaszów, unsere Heimat, aufgebaut mit unseren Muskeln, bevölkert vom heiligen Geist der Danieliten. Wir möchten das Jahr in Ruhe beginnen. Ruhe kann es aber nur geben, wenn die spirituelle Einkehr in dieses Jahr des Schaffens nicht von außen gestört wird. Daher bitte ich alle UNLer, sich für eine Woche aus Lubaszów zu entfernen und ebenfalls in sich zu gehen: Steht es wirklich in ihrem Interesse, einen Keil zwischen unsere barbaristischen, oft fehlgeleiteten, Brüder und uns zu treiben? Oder wäre ihnen mit einem im Inneren einigen Stawa nicht mehr gedient?"

Wenn ein Großkardinal spricht, folgen seine Danieliten. Daher war das Wort "Bitte" nicht wörtlich zu nehmen, wie die handfesten "Reisehilfen" in diversen Hotels Lubaszóws in den Tagen danach zeigen sollten. Wer als UNL-Bürger nicht innerhalb von 48 Stunden aus der Stadt des heiligen Geists verschwunden war, hatte nichts zu Lachen, öffentliches Schneiden war dabei noch die netteste Form der Auseinandersetzung.

Wie aber soll es weitergehen? Ferson Luschavitsch steht unter enormen Druck: Die Barbaristen werden derzeit in Stawa klar vom Staat bevorteilt, sie haben in den vergangenen Monaten ihre Leute in strategisch wichtige Positionen in Amt und Macht bugsiert. Und das die UNL in ihrem Pakt mit Stawa an einer eher lockeren Einstellung der Stawaner gelegen ist, also konträr zur Einstellung von Disziplin und Religiosität der Danieliten, macht es für den Großkardinal nicht gerade leichter. Das Jahr 102 sE wird noch so manche Auseinandersetzung zwischen Danieliten und Barbaristen bereit halten, dies war gerade mal ein kleiner Ping auf der Ortung. (jt)

Seitenanfang