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Neues aus Lod

Pressespiegel von Lod. Zur Orientierung: 2005 entspricht 100 sE. Ältere Einträge finden Sie im Download als sogenannte LodlanD-Quarterlies und auf der linken Seite in den Monats-Unterordnern.

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Die Erforschung der Meere: Heimfahrt

Tag 23
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Wir haben die Heimreise angetreten. Alle Schiffe sind bis unter den Rand mit ARTefacts beladen, nichts geht mehr, alle wollen nach Hause, den Fund melden. Die Kartographierung werden wir wohl zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Alle Wissenschaftler sind völlig aus dem Häuschen und haben sich in ihren Labors eingeschlossen, wo sie die Voreiszeit-Fundstücke auf jede erdenkliche Art und Weise analysieren. Igacevik und ich sind uns einig: Die Ittendock-Geschichte muss unter Verschluss bleiben, jedenfalls so lange, bis wir bei ihm persönlich einen Termin hatten. "Exodus" als Stichwort an seinen Assistenten zu geben sollte uns ein paar Stunden seiner Zeit erkaufen können. Der alte Seebär und ich wissen allerdings noch nicht, was wir von ihm wissen wollen. Es ist lediglich ein diffuses Gefühl, das uns beide beschleicht: Der Reichtum von Ittendock ist unrechtmäßig erworben und das sollte er uns erklären. Warum hat er die Schätze nicht ordnungsgemäß dem Staat übergeben? Wie kann er den RDL verteidigen, wenn er das Rechtssystem mit Füßen tritt? Allein unsere Wertschätzung seinen Leistungen gegenüber hält uns davon ab, sofort zur Presse zu rennen. Ittendocks Handheld-PC halte ich unter Verschluss bis zum Treffen mit ihm, aber ich ziehe mir vorsichtshalber schonmal eine Kopie der Daten, könnte nützlich sein. In was bin ich da bloß hineingeraten, Maya?

Hinweis der Redaktion: Damit endet der letzte LodlanD-Metaplot.

Die Erforschung der Meere: ARTefacts! Ittendock?

Tag 19
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Wir haben es endlich geschafft, anzudocken. Bin selber mit rübergesetzt, nachdem die ersten Meldungen eintrafen. Und sie stimmen! Die Schiffe sind voll von Zeugs, das unsere Wissenschaftler als "vor der Eiszeit" datieren. Kannst du dir das vorstellen, Maya? Das ist eine wissenschaftliche Entdeckung ohne Gleichen! Das Zeug, vor allem die so genannten "ARTefacts", also Kunstwerke und Gegenstände aus der Voreiszeit, sind ein Vermögen wert unter Sammlern. Daher habe ich auch Kapitän Igacevik mit der Bergung und Katalogisierung zusammen mit den Wissenschaftlern betraut. Anderson hatte mir zuviel "Funkeln" in den Augen. Aber auch ich muss gestehen, dass der Gedanke, das ein oder andere Teil einzustecken und zu Hause im ARTefactum in Lod zu verkaufen, durchaus seinen Reiz hat. Wenn ich die Preise richtig im Sinn hab, hätte ich mit einer Kiste ARTefacts ein Jahreseinkommen in der Tasche. Aber genau deswegen macht auch Igacevik den Job. Der ruhige alte Seebär ist dafür genau der Richtige.

Tag 20
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Die Bombe ist geplatzt: RDL-Ratsvorsitzender Ittendock ein Plünderer?! Igacevik hat mich heute morgen an die Seite genommen: Er hat an Bord der "Exodus III" einen Handheld-PC gefunden, der deutlich aus unserer Zeit stammt und mit Ittendocks Namen graviert ist. Der alte Mann muss schon einige Male hier gewesen sein, wir haben gleichförmige Fußspuren im ganzen Schiff gefunden, jedenfalls in den nicht überfluteten Bereichen - erstaunlich, dass die Schiffe noch in so gutem Zustand sind; Qualitätsarbeit. Igacevik und ich haben vereinbart, dass diese Neuigkeit unter uns beiden bleibt, auch ins offizielle Logbuch wird es nicht eingetragen. Wir werden uns beraten, was zu tun ist. Wir achten beide Ittendock. Er hat dem RDL Stabilität gebracht. Aber nun ist klar, woher er einen großen Teil seines unerklärlichen Reichtums zieht oder vielmehr "gezogen hat". Er hätte den Fund melden müssen, diese Gegenstände gehören in ein Museum und nicht auf den Sammler-Markt. Auch rechtlich war das nicht ok: Alle Schiffe, die vor mehr als fünfzig Jahren gesunken sind - was hier zweifelsfrei so ist - gehören dem Staat. Wenn es auf staatenlosem Grund gefunden wird, wie hier, dann gehören die Fundstücke direkt dem RDL. Das erklärt auch, warum Ittendock die Sache nicht gemeldet hat: Er hätte alles abgeben müssen. Wenn wir das an die Öffentlichkeit bringen, dürfte er erledigt sein. Aber sollen wir das machen? Seine Führungsstärke ist unbestreitbar, endlich ein Zivilist auf dem höchsten Posten und keiner dieser schrecklichen Berufspolitiker. Und hat er uns nicht gut durch die Liberty-Krise gesteuert? Aber er hat das Gesetz gebrochen und nicht eben durch ein Kavaliersdelikt. Das hier sind Schätze im Wert von Millionen LEX und einiges fehlt bereits, wahrscheinlich geborgen und verhökert durch Ittendock. Oder stecken noch andere Leute mit unter dieser Decke?

Hinweis der Redaktion: Mehr zu ARTefacts finden Sie im Beiheft des Spielleiterschirms (derzeit für 3 Euro im Shop) auf Seite 16. Das ARTefactum finden Sie auf Seite R40 des Quellenbandes "100 sE - Lod & Leute" (außerdem dort weitere ARTefacts-Hinweise auf den Seiten R18 und R43). 100 sE können Sie ebenfalls derzeit zum Sonderpreis im Shop bestellen.

Die Erforschung der Meere: Exodus?

Tag 18
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Die halbe Mannschaft liegt flach. Die mit den Renegades ausgetauschten Lebensmittel müssen schlecht gewesen sein, die Klos sind mittlerweile der beliebteste Ort an Bord jedes Schiffs und der Gestank ist fast nicht zum aushalten. Scheiß Nord-Futter! Aber zum positiven Teil: Wir haben eine tolle Entdeckung gemacht: Bei den Koordinaten 31B/15H, auf der Rückseite von "BigRock" (wie die Renegades ihn nennen) haben wir eine Ansammlung von Schiffen gefunden, die noch niemand von uns je gesehen hat. Sie sehen uralt aus, mehrere hundert Jahre vielleicht. Henderson macht sich gerade vor Freude fast in die Hose - es könnte aber auch an der Lebensmittelvergiftung liegen. Die Schiffe wirken irgendwie - unförmig, so als wären sie zu einer Zeit erbaut worden, als Bootsbau nicht gerade alltäglich gewesen war. "Kastenförmig" nannte Anderson sie und da muss ich ihm recht geben. Das größte war doppelt so groß wie eine Koloss-Klasse, hatte nach Aussage unseres Mechanikers dafür aber deutlich zu kleine Schrauben. Die Wendigkeit muss höllisch schlecht gewesen sein. Die Taucherklassen sind gerade dabei, bei den am tiefsten liegenden Wracks Aufzeichnungen zu machen. Die erste Meldung war, dass - durch Schlamm geschützt - ein Bootsname noch lesbar gewesen sei: "Exodus III". Was auch immer das heißen soll.

Besonders merkwürdig wird die Sache dadurch, dass wir an der Seite des besterhaltenen Wracks Andockspuren moderner Schleusen gefunden haben. Hat die Schiffe schon jemand vor uns entdeckt? Oder deuten wir die Zeichen falsch. Auf jeden Fall bleiben wir erstmal hier und untersuchen die Angelegenheit, die Kartographierung läuft nicht weg.

Die Erforschung der Meere: Hier draußen?

Tag 16
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Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich es nicht glauben: Renegades! Nachdem wir mit der Kartographierung im Westen soweit fertig waren (bis wir auf Land gestoßen sind) - was bis auf ein paar Meinungsverschiedenheiten mit Henderson soweit gut lief - ging unser Weg anschließend gen Norden. Mittlerweile sind wir an den Koordinaten 32B/13H der LUDS-Karte.Und du glaubst nicht, Maya, was wir hier gefunden haben: Einen Außenposten der Renegades. Die Abtrünnigen aus Liberty haben sich hier eine kleine Basis in ein steil abfallendes Bergmassiv gesprengt. Und da die Bauroboter dazu noch auf dem Meeresboden ankerten, konnten wir sogar sehen, wer ihnen geholfen hat: Wir! Arbiträische Minensprengroboter, scientianische Bergbaubohrer, die Schleuse aus einem alten Stawa-Bestand. Hoffen wir mal, dass die Liberty das nie finden.

Die Renegades schickten uns zur "Begrüßung" drei ihrer Serpents entgegen, aber Henderson konnte die Lage glücklicherweise entschärfen. Die Renegades sind ein nervöses Völkchen, aber wer kann ihnen das schon übelnehmen. Da sie also keine Nachricht von unserem Trupp hatten, hielten sie uns zuerst für Piraten, aber dieses eine Mal war es von Vorteil, dass Henderson ein Scientianer ist. Du weißt ja: Die Libertysprache und das Scientianische sind sich recht ähnlich und irgendwie fühlen die sich eh als entfernte Verwandte. Jedenfalls konnten wir gegen Abgabe von etwas Treibstoff und einer Kiste Lebensmittel weiterziehen, was bei unseren Reserven kein allzu großes Problem darstellt. Unter den Kapitänen sind wir uns in jedem Fall einig, dass die Nachricht über den Außenposten niemals in fremde Hände geraten darf, daher haben wir die entsprechenden Aufzeichnungen unserer Computer gelöscht und Henderson - der uns hier ausnahmsweise mal zustimmte - hat die Kartographierung so überarbeitet, dass das Gebiet langweiliger aussieht, als Omas Wohnung, so dass sich hier wohl nie irgendwelche Abenteurer auf der Basis unserer Karten hin verirren dürften. Einzig über Käptn Anderson mache ich mir so meine Gedanken, er hatte in der Situation den Finger etwas nah am Torpedoauslöser, das werde ich nochmal mit ihm besprechen müssen.

Auf jeden Fall ein aufregender Tag!

Die Erforschung der Meere: Die Kartographierung beginnt

Tag 6
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Bei allen Göttern (welchen auch immer): Lasst Hirn herabfahren und zielt gut. Wenn ein Wissenschaftler etwas nicht kann, dann einen Kurs berechnen. Wenn dann noch Starrköpfigkeit hinzukommt, ist der Torpedo im Rohr verreckt. Henderson bringt mich noch um den Verstand mit seinen ständigen Kursanweisungen, die einfach keinen Sinn ergeben. Wenn ich ein Planquadrat kartographieren will, dann fahre ich es in vom Sonar vorgegebenen Linien ab. Und nicht im Zickzack! Manchmal habe ich das Gefühl, er entscheidet die jeweils nächste Anweisung aus dem Bauch heraus, auch wenn das bei einem Scientianer ja eigentlich ausgeschlossen sein sollte.

Auf jeden Fall: Wir sind mittlerweile bei Planquadrat (der LUDS-Karte) 30B/05H angekommen, also am Rand des erforschten Gebiets des arbiträischen Hoheitsgebiets, wenn man bei den Nuschlern davon sprechen kann. Lediglich arbiträische Nomaden waren bisher darüber hinaus (soweit bekannt) und dass die nicht gerade die Meister im Karten erstellen sind, dürfte klar sein. Wie auch immer: Nun hat Henderson mit seinem Quatsch begonnen und schickt uns im Zickzack durch die Gegend. Neben einigen interessanten Abbaustätten für Manganknollen haben wir ein nettes Unterwassergebirge gefunden, dass laut Froczyk (einem Geologen) nur so nach "Erze bitte hier abbauen" schreit. Na wenigstens etwas. Dann geh ich jetzt mal zurück auf die Brücke und halte Henderson davon ab, uns gegen das nächste Gebirge zu steuern.

Hinweis der Redaktion: Details zur LUDS-Meereskarte und den Längen- und Breitenangaben finden Sie im Spielleiterschirm, dem die LUDS-Karte und das Beiheft beiliegen und der derzeit im Shop für den Sonderpreis von 3 Euro bestellbar ist!

Die Erforschung der Meere: Ab nach Westen

Tag 3
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Die Handlares ist ja echt eine praktische Schiffsklasse, erst recht die Umbauversion von Leyland, aber die Geschwindigkeit ... wenn ich gut tauchen könnte, würde ich aussteigen und schieben! Wir haben gegen Mittag Port Principal in Arbiträa erreicht, um letzte Gerätschaften an Bord zu nehmen und haben bei der Gelegenheit natürlich nochmal aufgetankt. Anschließend "baten" die Wissenschaftler unter Führung von Professor Henderson (natürlich ein eingebildeter Scientianer, aber mit lodtschen Wurzeln, was einen merkwürdigen Akzent zeitigt), dass wir Kurs West fahren. Ich wollte ihn auf "Nordwest" verbessern, wie es in den Einsatzplanungen stand, aber wie ich schon in meinem letzten Tagebucheintrag schrieb: Die Wissenschaftler sind die wahren Herrscher dieser Mission, mein "Oberbefehl" beschränkt sich auf die Verwaltung und darauf, für Ordnung zu sorgen, wenn die Scheiße in den Ventilator fliegt. Wusstest du übrigens, dass Jacob wieder mein "Erster" ist? Er hat endlich von seiner Frau die "Erlaubnis" erhalten, nach Jonas´ Geburt wieder rauszufahren.

Auf jeden Fall liegt jetzt Kurs West an. Wie lange, müssen der Prof und seine Leute entscheiden. Von mir aus kann es ruhig ein Weilchen dauern: Die Tanks sind randvoll und meine Kabine auf der Traveller ist bequemer als unsere Wohnung. Und nein, ich habe nichts gegen unsere Wohnung, schließlich hast du sie ausgesucht, Maya. Also auf: Breite Fächerformation und ab nach Westen bis die nächste "Anweisung" des Profs kommt oder wir das Eisland erreichen. Je nachdem, was früher passiert.

Die Erforschung der Meere: Vorbereitungen und Aufbruch

Tagebuch von Kapitän Heydar Dockland

Tag 0
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Wenn die Lod-Universität etwas macht, dann richtig. Mir ist heute fast das Herz stehen geblieben, als ich vor dem Hafenbecken Drei stand und die Schiffe gesehen habe, die ich befehligen werde. Zwei Bergungs-Handlares (original von Leyland & Sons, mit erweiterten Tanks für größere Reichweite) mit insgesamt vier angedockten Taucher-Klassen. Das war schon eindrucksvoll. Aber als ich dann auch noch die beiden Traveller gesehen habe! Zwei Traveller unter meinem Kommando! Das hat Stil. Die S-Kubik "Independence" ist auf den Transport der Forscher ausgelegt und bietet sowohl Stauraum wie auch einige Annehmlichkeiten für die lange Reise. Und die S-Kubik "Shoreless" hat das modernste Labor an Bord, das man sich auf einem Schiff vorstellen kann, von den modernsten Sonar-Techniken und sonstigen Ortungsgerätschaften ganz zu schweigen. Stell dir vor, Maya, der Kartrographiercomputer soll angeblich leistungsfähiger sein als das der Stawa-Universität! Was für eine Ehre, dieser Mission als Kapitän vorstehen zu dürfen. Wobei ich mich keinen Illusionen hingebe: Ich habe zwar das Kommando, aber die Entscheidungen, welchen Punkt des noch unerforschten Meeres wir als nächstes kartographieren, treffen die Forscher. Ich gehe dann mal an die Arbeit, wenn ich mir die Verladearbeiten anschaue, wird mir übel, da muss ich mal ordnend dazwischen.

Tag 1

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Die ersten Stunde sind wie im Paix-Ritt vergangen. Wo soll ich anfangen? Ach ja, der Tag begann mit etwas Ärger bei der Hafenausfahrt, ließ sich aber schnell regeln. Was bin ich froh, diese vermaledeiten Lod-Bürokraten mal für ein paar Wochen nicht sehen zu müssen! Sobald der Konvoi auf Kurs war, bin ich die Personalakten durchgegangen, habe ich jetzt doch den Oberbefehl über mehrere Dutzend Männer und Frauen. Das erste Treffen mit den anderen drei Kapitänen, die zu mir an Bord des Flagschiffs "Shoreless" - du erinnerst dich, die Traveller-Klasse mit Labor und so - übergesetzt haben, sind alles fähige Leute. Anderson ist der jüngste im Bunde mit gerade einmal dreißig Lenzen, aber er macht seine Sache an Bord der LZS "Kiel hoooo!" (den Namen hat er selbst bestimmt), einer der Bergungs-Handlares, sicherlich gut, seine Referenzen sind erstklassig. Und Madame Briant ist zwar etwas arrogant, aber das kann man ihr als Scientianerin fast nachsehen. Sie wird die die andere Traveller-Klasse leiten. Und zu guter Letzt ein alter Seebär: Fjodor Igacevik, ein alter Stawa mit einer Brust, die ich nicht umfassen könnte. Alles Muskeln! Der Kerl sieht aus wie einem Actionfilm entsprungen. Und das mit fast fünfzig! Respekt! Er hat schon Handlares-Klassen gefahren, als ich noch zur LUDS ging und er wird die LZS "Neuer Morgen" sicherlich gut machen, insbesondere, da er darauf bestanden hat seine eingespielte Crew mitzubringen, was ich nur begrüße. Der LND hat eh jeden und alles durchgecheckt, alle Personen hier sind so sauber, wie ein Geheimdienst glauben kann.

Die LUDS macht nicht nur keine halben Sachen, die fangen auch gleich mit den großen Dingern an. Die Wissenschaftler haben mir heute offenbart, womit wir anfangen: Kartographierung des Nordwestens, etwas weiter westlich, als die neue Haupthandelsroute Richtung Liberty. Man will wohl wissen, woran die Bojenkette vorbeiziehen wird und ob man da "links" nicht etwas übersieht, was man besser wissen sollte. Das erklärt auch, warum die Mission so gut ausgerüstet ist: Das Geld kommt nicht direkt von der Lod-Universität der Schifffahrt (wobei mir "LUDS" immer noch besser gefällt), sondern direkt vom Rat der Länder. Klar, Ittendock hatte vor ein paar Jahren dieses Kartographierungs-Dings ins Leben gerufen, aber das war durch den Liberty-Konflikt wieder verschütt gegangen. Bis jetzt! Ich habe erfahren, dass wir nur die Speerspitze sind, in den kommenden Wochen werden weitere Gruppen zusammengestellt - auch Privatleute können sich mit ihren Schiffen gegen Geld verpflichten - und ausgesandt, die bekannten Karten zu erweitern. Wird auch endlich Zeit!


Hinweis der Redaktion: Damit beginnt der neue Kurz-Metaplot, der bis circa Ende Januar 2010 gehen wird.

Weiterer Hinweis: Details zur Bergungs-Handlares und Taucher-Klasse finden Sie im "Kampagnenband", die Traveller-Klasse im Buch "Tiefenrausch".

Hilfslieferungen in den BFS

[Lod/Lod-Herold]

Ein Kommentar von Michael Sandler

Der einst stolze BFS benötigt Hilfslieferungen. Eine Vorstellung, die albern in meinen Ohren klingt. Das Land, das uns Lodt stets Rückständigkeit und dem RDL eine geistige Beschränktheit vorgeworfen hat, braucht Schiff auf Schiff an Waren, um nicht zu kollabieren? Der BFS ist massiv zurückgeworfen worden. Die optimistischsten Experten sprechen von einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um 30 Prozent, einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 10 Prozent und eine deutliche Abwertung der Währung. Um letzterem zu begegnen, ist der alte Tauschkurs (230 Lex pro Privilego) mitlerweile vom RDL als vorübergehend gültig festgelegt worden, was den Schwarzmarkt wohl kaum davon abhalten wird, für Exportwaren in Zukunft mehr Privilegos zu fordern als vorher.

Und wodurch kam diese Katastrophe? Der BFS hat sich jahrelang geweigert, sich seiner Vergangenheit zu stellen und die Fehler der Munder-Ära aufzuarbeiten. Munder hätte nach seiner Flucht aus dem Gefängnis erbarmungslos gejagt werden müssen, ebenso wie die TAT/FMT offensiv hätte angegangen werden müssen. Das Militär hätte gesäubert werden müssen, um die alten Seilschaften abzuschneiden. Stattdessen saßen auf den Entscheidersesseln immer noch viele Gesichter aus der Munder-Ära, wodurch das neue Board hier gleich auf verlorenem Posten stand. Bezeichnend ist, dass erst durch die Mithilfe von RDL-Truppen eine Befreiung von Norway möglich war.

Der BFS hat für seine Ignoranz einen hohen Preis bezahlt. Hilslieferungen, ein massiver Anstieg der Importe im Maschinenbereich, eine Wirtschaft auf der Kippe. Und nicht zuletzt eine massiv angeschlagene Volks-Psyche, die diesen Knacks so schnell nicht überwinden wird.

Hinweis der Redaktion: Damit endet der aktuelle Metaplot, die Ingame-Auswirkungen sind natürlich auf Jahre hinaus spürbar, sowohl durch die Schäden im BFS, als auch die neue "Abenteuer"-Gegend rund um die Überreste von Gardland. Den Beginn des nächsten Metaplots werden wir entsprechend kommunizieren.

Nukleare Explosion - Gardland zerstört!

[BFS/Zentrale/Städtischer Kurier]

In den ersten Momenten dachte man im BFS noch an ein Seebeben, als selbst in Zentrale noch die Wände wackelten. Doch mit jeder Minute, in denen die Geigerzähler ausschlugen und erste Kurierschiffe aus der verwüsteten Zone ankamen, wurde es zur schrecklichen Gewissheit: Gardland ist zerstört! Unsere Industriezentrale, unser Herz, unsere Möglichkeit, mit dem RDL Schritt zu halten. Zerstört von einem Wahnsinnigen, zerstört von Munder höchstpersönlich. Wie aus Geheimdienstkreisen zu erfahren war, hatte man Munder gestellt, in Gardland hatte er versucht unterzutauchen. Doch dem ehemaligen Anführer unserer Nation gelang erneut die Flucht, wenn auch nur in einem altersschwachen Versorger, der keine drei Kilometer vor der Stadt gestellt wurde. Anschließend drohte Munder mit dem Zünden "seiner" Bombe. Hat das Militär ihm nicht geglaubt, gedacht, dass er nur bluffen würde? Oder ist eine heimliche Enteraktion schiefgelaufen? Wir wissen es nicht. Was wir wissen: Es lief schief. Die Bombe zündete, das Wasser kochte, Gardland wurde durch Kuppelrisse vollständig zerstört und mit der Stadt dutzende Schiffe aus aller Herren Länder, mehrere Militärboote. Die Zahl der Toten beläuft sich vorsichtigen Schätzungen zufolge auf 200.000 bis 250.000 Menschen. Gut ein Zehntel aller BFS-Bürger tot, auf einen Schlag, auf einen Knopfdruck hin. Der BFS neigt sein Haupt in Trauer und wird, wenn es den Kopf wieder hebt, ein Entwicklungsland sehen, einen Zustand, in den uns Munder zurück gebombt hat.

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Ach du....
[Lou]

Mein Mitgefühl den Familien.
[Arne Nymo]

Dito. Ich hab mal meine Lauscher aufgestellt: In GeSiDi-Kreisen wird von einem Fehlschlag eines Enterversuchs durch eine Spezialeinheit - psionisch begabte Kampftaucher - gesprochen.
[Nobodys Child]

Klingt nach Kobul? Oder ist da jemand anderer Meinung?
[Lou]

Richtig, so sagen es auch meine Quellen. Aber letztlich auch egal, das wird eh nie wirklich aufgeklärt.
[Nobodys Child]

Wie auch, ohne Augenzeugen, ohne Aufzeichnungen aus erster Hand. Alles nur anhand von Ernstfallplanungen und verstümmelten Sensorenaufzeichnungen zu rekonstruieren, dürfte kaum möglich sein. Und selbst wenn: Wir als einfache Bevölkerung werden es eh nie erfahren.
[Arne Nymo]

250.000 mussten sterben, damit Munder endlich gestoppt ist. Was für ein Preis.
[Lou]

Den er sich selbst und dem ganzen BFS auferlegt hat. Aber darin war er ja eh immer schon der Größte: Andere für seine Fehler den Kopf hinhalten zu lassen.
[Nobodys Child]

Ich erwarte als Kurzfristreaktion Hamsterkäufe, rigorosere Grenzkontrollen und ein Abkapseln des BFS, gefolgt von bereits nach kurzer Zeit einer erzwungenen neuen Offenheit. Das Fehlen der Gardland-Schwerindustrie muss kompensiert werden.
[Arne Nymo]

Und sobald die schlimmste Strahlung abgeflaut ist, dass Heerscharen an Wracktauchern über die Ruine Gardland herfallen.
[Lou]

Nicht zu vergessen, dass Schmuggel in eine neue Hochphase eintreten wird.
[Arne Nymo]

Es gibt da ein Sprichwort. Leicht abgewandelt bedeutet es: Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen, auch wenn es der Wunsch nach interessanten Zeiten ist.
[Nobodys Child]

Munder weiter auf der Flucht

[Lod/Lod-Herold]

Munders Makrele wird derzeit überall und nirgends gesichtet. Jeder Hafenmeister im BFS ist sich sicher: Dieses Schiff hat noch vor kurzem hier angelegt. Wo es aber jetzt sei ... keine Ahnung. Und so verfolgt das nun - jedenfalls nach außen hin - wieder absolut Board-treue Militär des BFS den Ex-Diktator durch das ganze Land, bisher aber ohne Erfolg. Aufgrund der guten Überwachung an den Grenzen scheint es sicher, dass sich Munder noch im BFS aufhält, mehr kann zum jetzigen Zeitpunkt kaum angenommen werden. Aus sicheren Quellen erfuhren wir, dass sowohl letzte wie auch diese Woche bestätigte Ortungen seines Schiffes stattfanden, er aber jeweils durch den Geschwindigkeitsvorteil seines kleinen Schiffes entkam. Das Board hat daher arbiträische Söldnergruppen unter Vertrag genommen, die mit ihren Paix Jagd auf den Wahnsinnigen nehmen sollen.

Währenddessen beginnen innerhalb des BFS die Säuberungsaktionen: Hausdurchsuchungen bei FMT und TAT-Anhängern, Verhaftungen, erneuerte Treueschwüre des Militärs, Erhöhung der Inlandsüberwachung und verstärkte Zufallskontrollen auf den Gängen. All dies soll den BFS wieder sicher machen und das Board als einzig legitime Regierung festigen.

Liberdom deckt auf: Atombombe in Munders Händen!

[Liberdom]

Die ach so alteingesessenen Medien wollten uns allen in den letzten Tagen ja weis machen, dass es allein dem heldenhaften Einsatz des BFS-Boards und des ihm (noch) treu ergebenen Teil des Militärs zu verdanken ist, dass Norway wieder frei ist. Walscheisse! Wie wir aus unseren Top-Quellen erfahren haben, darf ein gewichtiger Teil des Erfolgs wirklich den Boardies Kanida und Spicher zugeschrieben werden, aber weniger dem Militär des BFS: Kanida und Spicher haben in einer hochemotionalen Rede höchstpersönlich vor dem Rat der Länder gesprochen, weil einige Zweifler im RDL der Ansicht waren, die Probleme lieber aussitzen zu wollen, als dem Board zu helfen, an der Macht zu bleiben und für Ordnung zu sorgen. Sie schafften es, den RDL auf ihre Seite zu ziehen, die immer noch widerstrebenden Länder Stawa und Scientia enthielten sich in der folgenden Abstimmung anstatt dagegen zu stimmen, so dass der RDL letztlich Hilfsaktionen unter URT-Flagge genehmigte.

Es waren letztlich uppländische Kampftaucher und ein paar arbiträische Söldner, die in einer gemeinsamen Aktion den Norway-Innenhafen enterten, die SBS Redlichkeit trotz offener Schleusen abdockten (und per Hacking das Schließen der Redlichkeit-Schleusen verhinderten) und damit alle an Bord in den Tod rissen, auch Kapitän Armert. Ihres aktiven Kopfes vor Ort beraubt - ihr glaubt doch nicht wirklich, Munder hätte die Truppen selbst befehligt - brach schnell Chaos in den Reihen der Putschisten aus. Diesen Moment der Unordnung nutzte der dem Board treu ergebene Teil des BFS-Militärs, um einen Angriff zu starten. Als die ersten Erfolgsmeldungen reinkamen, schlossen sich auch die eher der FMT/TAT-zugeneigten BFS-Militärs dem Angriff an, man will ja hinterher immer noch Lohn und Brot haben, wenn sich der Schlick gelegt hat.

Und Munder entkam natürlich, wie sollte es wohl beim größten Feigling des RDL auch anders sein. Eine startbereite Kuriermakrele stand 24 Stunden am Tag an einem geheimen Abdockplatz bereit. Und da das Schicksal bekanntlich der beste Autor ironischer Anmerkungen ist: Der im Fels verborgene Abdockplatz stammte aus Zeiten der Munder-Diktatur und war eigentlich dafür bestimmt gewesen, den BFS-Statthalter vor Ort aus Norway raus zu schaffen, wenn die Kacke in den Ventilator flog (sprich: Volksaufstand). Gründlich organisiert waren sie im Land von Antrag und Sperrstunde ja schon immer. Was nur leider jede "etablierte" Medienquelle bisher "vergessen" hat zu berichten: Munder reiste mit Handgepäck und zwar in eine strahlende Zukunft. Ihr erinnert euch vielleicht noch an den Höllenhai-Torpedo, der vor ein paar Jahren spurlos verschwunden ist (wir berichteten)? Dort ist er! Beziehungsweise nur der Sprengkopf, fein säuberlich im Ladefach der Kuriermakrele versteckt, mit der Munder nun durch die Meere schippert. Wobei angesichts des außerordentlich dichten Netzes an Überwachungsbojen etcetera eine Flucht außer Landes eher unwahscheinlich ist. Obwohl unsere Quellen bisher keine Sichtung des mittlerweile deutlich schlankeren Ex-Diktators haben, vermuten doch alle übereinstimmend, dass er noch im Lande ist, denn seine Unterstützerbasis ist im BFS nun einmal am stärksten. Wir können uns also auf spannende Tage einstellen, bis die Bombe gesichert ist. Oder besser: Falls.

Norway befreit!

[Lod/Citynet-Seite des Lod-Herold]

Die Ereignisse überschlagen sich derzeit und die Meldungen sind unvollständig. Ein Bild kristallisiert sich allerdings heraus: Norway ist befreit worden! Die genauen Umstände sind derzeit noch unklar, Beobachter vor Ort sprechen von einem Überraschungsangriff eines Teils der Belagerer, während aus ungeklärten Ursachen die angedockte SBS Redlichkeit, das Flaggschiff (Beschützer-Klasse) der Aufständischen, plötzlich vom Andockarm der Station abgesprengt wurde. Anschließend sank das Schiff, merkwürdigerweise waren alle Schleusen der SBS Redlichkeit, auch an der vorher nicht angedockten Stelle dabei geöffnet und das Schiff lief voll. Letztlich grundete es bei circa 600 Metern Tiefe, alle Lichter erloschen, ohne dass Rettungsmaßnahmen erkennbar gewesen seien. Letztlich ist von einem menschlichen Totalverlust der Beschützer-Mannschaft inklusive ihres Kapitäns, Herrn Armert, auszugehen. Wie es die Belagerer schafften, letztlich doch in Norway einzudringen, ist weiter unklar.

Übereinstimmenden Berichten zufolge ist es einer einzelnen Kuriermakrele gelungen zu fliehen, noch bevor die Eroberer den Hafen wieder unter Kontrolle hatten. Es ist davon auszugehen, dass Ex-Präsident Munder die Flucht gelungen ist.

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Na dann kann das Jäger-Gejagter-Spiel ja beginnen. Ich wette 3:1, dass Munder innerhalb von zwei Wochen gefasst wird.
[Lou]

Ich sage vier Wochen.
[Nobodys Child]

Weder noch. Der lässt sich nicht verhaften, machen Diktatoren so gut wie nie. Ich sage, den kriegen sie nur tot.
[Arne Nymo]

 

Belagerung dauert an - RDL hält sich bedeckt

[Lod/Lod-Herold]

Die Stadt Norway bleibt weiterhin abgeschottet. Mittlerweile verstärken einige arbiträische Söldner - angeheuert durch das Board - den Belagerungsring. Ein offensichtlicheres Zeichen, dass das Board dem eigenen Militär nicht über den Weg traut, könnte es kaum geben. So beklagen die Söldner eine außerordentlich schlechte Zusammenarbeit mit dem BFS-Militär vor Ort, schwankend - je nachdem mit wem man gerade zu tun habe. Die FMT-Durchdringung des BFS-Militärs ist damit offensichtlich, gleichzeitig aber auch nicht allgegenwärtig. So soll es einzelne sehr Board-treue Einheiten geben, während andere intern ihren Treueeid immer noch auf Munder schwören und danach erst auf den BFS an sich.

Bisher konnte von Seiten des RDL keine Stellungnahme erhalten werden, ob der Rat dem Hilfeersuchen des BFS statt geben wird. Gut informierten Kreisen zufolge sperren sich bisher Stawa und Scientia gegen ein Eingreifen, da sie fürchten, dass Munder durch das ihm in Teilen ergebene Militär doch noch obsiegen würde und sie sich dann in eine deutlich schlechtere Position manövriert hätten. Arbiträa, Kobe-Uppland, Lod und die UNL hingegen drängen zum Eingreifen, bevor es zu spät sei. Bisher kann sich keine Seite bei den Verhandlungen entscheidend durchsetzen und so läuft es auf ein Patt hinaus. Erste Gerüchte über einen Alleingang der Unterstützer-Staaten machen die Runde, da Munders Drohungen aus Norway immer schriller werden und man nicht weiß, wann er seinen Worten Taten folgen lässt. Seine Verhandlungsposition durch die Besetzung von Norway ist außerordentlich gut, beherrscht er damit doch eine der wichtigsten Städte des BFS, die überlebenswichtig für das ganze Volk ist. Er erneuerte sein Ultimatum: Sollte das Verfassungsgericht ihn nicht innerhalb einer Woche wieder in Amt und Würden setzen, würde er den BFS ins Chaos stürzen.

Norway abgeschottet - BFS ruft RDL an

[Lod/Meeresspiegel]

Die offziellen Verlautbarungen des BFS-Boand sind an Eindeutigkeit kaum zu überbieten: Wir haben die Lage im Griff. "Der BFS hat seine Streitkräfte in die höchste Alarmstufe versetzt, die Reserve eingezogen und Norway mit allen verfügbaren Kräften abgeschottet. Ein Kordon aus dutzenden Militärschiffen verhindert, dass auch nur eine Makrele aus der von TAT-Putschisten besetzten Stadt entkommen kann." So jedenfalls will es die Pressemitteilung des BFS-Board uns glauben lassen. Die Wirklichkeit liegt zwar nahe dran - Militärschiffe wohin das Sonar reicht -, aber ob dies wirklich eine wirkungsvolle Abschottung ist, darf bezweifelt werden. Auffällig ist, wie häufig die Belagerungsschiffe neu formiert werden, ganz so, als habe das Oberkommando Zweifel an den einzelnen Kapitänen hat und an ihrem unbedingten Willen, die TAT aufzuhalten. Was angesichts der "glorreichen" Vergangenheit des Militärs unter dem Putschisten-Anführer Munder ja auch kein Wunder ist. Niemals hatte das Militär und sein Geheimdienst mehr Freiheiten, als unter dem wohlgenährten Wahnsinnigen und Anhänger der wortführenden "Front der Mundertreuen" sind im Militär verbreitet, auch nach den internen Säuberungsaktionen des neuen Boards. Augenzeugen zufolge gelingt es der TAT sehr wohl, über kleine Schiffe die Belagerung zu durchbrechen und Material und Menschen nach Norway zu bringen. Auf ein schnelles Ende der Situation zu setzen, dürfte ein Trugschluss sein.

Dazu passt, dass der RDL mittlerweile bestätigt hat, dass eine offzielle Hilfsanfrage des BFS bei ihm eingegangen ist. Ein Sprecher sagte: "Wir können bestätigen, dass unser Mitglied, der Bund freier Städte, einen Antrag nach Punkt 7.4 der RDL-Statuten gestellt hat. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass weiterführende Auskünfte zum jetzigen Zeitpunkt nur das BFS-Board herausgeben darf."
Punkt 7.4 der RDL-Statuten ist die Nichtangriffs- und Hilfsklausel, eine der Grundfesten des RDL, wenn auch nicht immer ganz worttreu genommen (man erinnere sich an die Auseinandersetzungen zwischen Stawa und Arbiträa infolge der Reaktorkrise). Wenn der BFS wirklich einen Antrag auf militärische Unterstützung gestellt hat, sagt dies sehr viel darüber aus, inwiefern das Board dem eigenen Militär traut. Von BFS-Seite konnte keine Bestätigung des Antrags erlangt werden.

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Kann ich so bestätigen. Die Städter schreien um Hilfe. Und meinen Quellen zufolge ist der RDL gewillt, Truppen zu schicken.
[Arne Nymo]

Walscheisse! Das Board wird sich noch wünschen, niemals diesen Antrag gestellt zu haben. Die Hilfsauflagen des RDL werden - natürlich erst wenn die Krise durchgestanden ist - den BFS in seinen Grundfesten verändern.
[Nobodys Child]

Dann denkt man sich im Board wohl: Lieber ein neuer BFS, als einer in Munders Hand. Und ich kann ihnen nur Recht geben.
[Lou]

Munder fordert Wiedereinsetzung - Gericht besetzt - Markus Las Mares tot

[Lod/Lod-Herold]

Die Ereignisse des heutigen Tages überschlagen sich, der BFS kommt nicht zur Ruhe. Nachdem gestern mundertreue Truppen unter der Führung des ehemaligen BFS-Militär-Kapitäns Robert Armert die Nahrungsmittelzentrale des Landes, Norway, besetzt haben, kam es heute nun zu mehreren Schlägen, die den Staat in ihrem Inneren erschüttern:

Besetzung des Verfassungsgerichts
Die Front der Mundertreuen hat heute in einem beispiellosen Akt der Respektlosigkeit gegenüber der vergleichsweise unabhängigen Justiz des Landes das Gebäude des Verfassungsgerichtes besetzt. Die Richter dieses wichtigen Organs waren es, die damals die Absetzung Munders überhaupt erst ermöglicht hatten. Die Demonstranten haben gut ein Dutzend Menschen als Geiseln genommen, darunter zwei Richter und mehrere Büroangestellte. Bisher sind die Gefangenen gut behandelt worden, was allerdings passiert, sollten Munders Forderungen nicht erfüllt werden, bleibt abzuwarten.

Markus Las Mares getötet
Das Board-Mitglied Markus Las Mares ist tot. Der erste und einzige Klon, der es je in die bedeutenderen Bereiche der Politik geschafft hat, wurde heute in den Morgenstunden von einem Munderanhänger auf offenem Gang erstochen. Die Polizei griff zwar ein, konnte den Anschlag aber nicht verhindern, eine Ambulanz konnte nur noch den Tod des vor allem unter den Klonen und im Ausland geschätzten Freigeistes feststellen. Der Attentäter, ein gewisser Sebastian Spiekerle (53 Jahre, Bandarbeiter) widersetzte sich der Verhaftung und wurde bei der Flucht getötet, er hinterlässt Frau und zwei Kinder. Markus Las Mares war erst bei den letzten Wahlen in das Board (die Regierung des BFS) gewählt worden und galt als Symbol der "Offensive Öffnung", auch wenn sein politischer Einfluss im Board bisher mangels Verbündeten gering war.

Munder fordert Wiedereinsetzung
Nach den vorhergegangenen Ereignissen erreichte eine Videoaufzeichnung fast gleichzeitig alle wichtigen Medien des RDL. In dem Video tritt Munder höchstpersönlich auf, staatsmännisch vor der BFS-Flagge an einem schweren Schreibtisch. Er bezeichnet das jetzige Board als "schlechten Witz, der widerrechtlich zustande gekommen ist" und fordert seine Wiedereinsetzung als Präsidenten, das Amt, das durch das Verfassungsgericht damals abgeschafft worden war - dessen Entscheidung wischt Munder in der Aufzeichnung ebenfalls beiseite und spricht dem Gericht jegliche Kompetenz zu dieser Entscheidung ab. Munder droht in dem Video damit, sollte das Board sich nicht binnen dreier Wochen auflösen und er vom Gericht wieder eingesetzt werden, würde "der BFS von mir in seinen Grundfesten erschüttert werden - die dabei zu beklagenden Zivilopfer nehme ich im Sinne eines größeren und besseren BFS gerne in Kauf".

Im ganzen Land kam es daraufhin zu Demonstrationen pro und contra Munder, gefolgt von Straßenschlachten beider Lager. Die FMT/TAT war allerdings deutlich besser vorbereitet und so gingen die bisherigen Auseinandersetzungen klar an die Anhänger des ehemaligen Präsidenten. Die Krankenhäuser vermelden den Notstand und haben Sanitätskräfte aus der Militärreserve angefordert, um der Vielzahl an Opfern aufgrund der gewalttätigen Auseinandersetzungen helfen zu können.

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Habt ihr gesehen, wie dünn Munder auf dem Video aussieht?
[Lou]

Na, wenn das deine einzige Sorge ist.
[Arne Nymo]

Ich geh jetzt erstmal ein paar Aktien kaufen. Rüstungsunternehmen. Was denn sonst?
[Nobodys Child]

Norway besetzt!

[Lod/Citynet-Seite des Lod-Herold]

Soeben erreicht uns eine Eilmeldung: Die BFS-Stadt Norway ist besetzt worden! Truppen der TAT ("Tapfere Armert Truppe") sind mit mehreren Schiffen angelandet, es soll zu schweren Kämpfen im Hafen gekommen sein, die allerdings von den Putschisten schnell gewonnen worden sein sollen. Die bisherigen Meldungen sind zum Teil widersprüchlich, auch aufgrund der wenig ergiebigen Nachrichtenlage im ganzen BFS. Wir haben unsere Reporter sofort an Ort und Stelle geschickt, werden Sie also weiter auf dem Laufenden halten.

[Lod/Bildschirmwelle Lod]

Die Gerüchte haben sich bestätigt: Norway ist eingenommen. Eine aus sechs Schiffen bestehende Streitmacht (darunter der verschollene Beschützer "SBS Redlichkeit", das ehemalige Flaggschiff Munders) ist in Norway gelandet und hat die Stadt im Handstreich genommen. Einer unserer Reporter ist gerade noch aus der umkämpften Stadt entkommen und hat uns mit seiner Kuriermakrele Videomaterial von den Kämpfen im Hafen gebracht.

*ein paar verwackelte Aufnahmen laufen im Hintergrund ab. Schüsse, kleinere Explosionen, Schreie, Rauch*

Auffällig ist, wie schnell die Kämpfe abgeflaut sind und mit welch geringem Widerstand die Eroberer die Sicherheitszentrale der Stadt genommen haben. Zum Zeitpunkt der Invasion war nur eine Kerntruppe des BFS-Militärs stationiert, die sich kampflos ergeben haben sollen, was aber bisher nicht bestätigt werden konnte.

Es kann wohl konstatiert werden, dass die FMT ("Front der Mundertreuen"), der nicht-militärische Arm der TAT, seinen Einfluss im Militär genutzt haben wird, um diese Invasion vorzubereiten. Munder zieht im Hintergrund wohl immer noch die Fäden.

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Na dann wünsche ich dem BFS mal "Guten Hunger". Wer es noch nicht wusste: Norway ist (oder sollte man sagen "war") die Nahrungsmittelzentrale des BFS. Sollten die Städter nicht massiv über ihren Schatten springen und alles im Ausland aufkaufen, was ihnen unter die Finger kommt, sehe ich die größte Diät der RDL-Geschichte auf den BFS zukommen.
[Arne Nymo]

Du glaubst doch nicht wirklich, dass der BFS die Niederlage derart offen eingestehen würde, dass er auf dem RDL-Markt die Nahrungsmittelimporte erhöht?
[Lou]

Die Verbraucher stimmen bereits ab, und zwar mit den Füßen: Meine Kontakte sprechen von Hortungskäufen im ganzen BFS! Würd ich auch machen, wenn ich in diesem Drecksland wäre!
[Nobodys Child]

Dann kann man die Anschläge von vor zwei Wochen wohl getrost unter dem Punkt "Vorbereitungen auf die Invasion abheften.
[Lou]

Ergänzung der Redaktion: Morgen (29-06-2009), und nicht erst wie gewohnt in einer Woche, wird es schon die nächste Metaplot-News geben, da sich Ingame die Ereignisse überschlagen. Dranbleiben! 8-)

Anschläge in Norway

[Zentrale//Lod-Herold]

Die BFS-Stadt Norway wurde gestern in den Abendstunden Zeuge einer Tragödie: Fast zeitgleich explodierten eine Rohrbombe im Wohnviertel und ein Brandsatz auf dem technischen Gelände der Stadt. Glücklicherweise war die Zahl der Opfer mit drei Toten und zwei leicht Verletzten gering. Im Wohnviertel wurde mit Michael Bergen (38) der Leiter der Stadtsicherheit getötet, durch den Brandsatz wurde starker Schaden an den Stromleitungen verursacht, ein Techniker (Lutz Wagenfeld, 23) und eine Passantin (Sandra Meile, 54) getötet, zwei Personen mussten mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden, sind mittlerweile aber wieder bei ihren Familien. Der BFS gab bisher keine weiteren Erklärungen ab, aus informierten Kreisen war zu hören, dass die Reparaturen in Norway mangels ausreichender Ersatzteile mehr als eine Woche in Anspruch nehmen werden. Ob Bergen gezielt getötet wurde - der Sprengsatz detonierte an einer Gangkreuzung in der Deckenverkleidung - oder ob er ein zufälliges Opfer war, steht bisher nicht fest.

Es steht wohl außer Frage, dass dieselbe Gruppierung, die bereits hinter den Ereignissen der letzten Wochen steckt, sich auch für diesen feigen Anschlag veranwortlich zeichnet. In den Gremien des BFS gilt derzeit die TAT als wahrscheinlichster Verursacher, obwohl bisher keinerlei Bekennermitteilungen veröffentlicht wurden.

Schiffe verschwinden spurlos

[Lod/Meeresspiegel]

Mehrere voneinander unabhängige Quellen bestätigen, dass im Laufe der vergangenen Woche gleich fünf Schiffe gleichzeitig wie von der See verschluckt zu sein scheinen. RDL-weit wäre das allein traurig, aber noch nicht wirklich berichtenswert. Dass all diese fünf Schiffe allerdings im Meeresgebiet des BFS von der Bildfläche verschwunden sind, stimmt nachdenklich, wenn nicht sogar besorgt. Während die staatlichen Stellen bisher von "nicht zusammenhängenden Unfällen" sprechen, kristallisiert sich für denkende Menschen ein ganz anderes Muster heraus: Alle fünf Schiffe waren entweder militärischer Natur (zwei Patrouillen-Scouts, eine BFS-Version der Vakten-II) oder lieferten militärisch-bestimmten Nachschub (Versorger-Klasse). Gerüchteweise soll sogar eine Beobachter-Klasse (ja, die hochgeheime Spionage-Schiffsart des BFS) schwer beschädigt zurück in Zentrale angedockt sein, angeblich wegen eines unterseeischen Unfalls durch einen Mini-Unterwasservulkan, nur dass keine andere Schiffsbesatzung in diesem Gebiet das bestätigen konnte. Wer auch immer dahinter steckt: Er (oder sie) hat sowohl das Know-How wie auch die Kapazitäten, in derart kurzer Zeit so viele Schiffe aufzubringen.

Habt ihr auch die Gerüchte über eine Gruppe Elite-Kampftaucher gehört, die angeblich aus Reihen des BFS-Militärs desertiert und "verschwunden" ist?
[Lou]

Ehrlich gesagt nicht, aber meine BFS-Quellen sind in den letzten zwei Wochen eh auf Tauchstation gegangen. Begründung: Der BFS-Geheimdienst ist fickerig wie schon lange nicht mehr. Unangekündigte Durchsuchungen, willkürliche Festnahmen, das volle Programm.
[Nobodys Child]

Auf jeden Fall würde die Kampftaucher-Story das Ganze in eine noch bedrohlichere Richtung abdriften lassen.
[Arne Nymo]

Board will Sicherheitsgesetze verschärfen

[Zentrale//Lod-Herold]

Als Reaktion auf den wirtschaftlich verheerenden Anschlag der letzten Woche verkündeten die Board-Mitglieder Senger und Fingerhut, dass sie einen Gesetzesentwurf zur Verschärfung der Sicherheitsgesetze in die laufenden Beratungen eingebracht haben. Demnach sollen Militär und Geheimdienst mit noch weitreichenderen Überwachungsrechten im BFS-Inneren ausgestattet werden, unter anderem verdachtsunabhängige Wohnungsdurchsuchungen ohne vorherige richterliche Erlaubnis. Die gemäßigte Fraktion des Boards - Kanida und Spicher - die über deutlich mehr Stimmanteile verfügt, hat dem bereits eine Absage erteilt. Wohl, um sich aufgrund der Verunsicherung der Bürger nicht den Volkszorn zuzuziehen, haben Kanida/Spicher aber zugestimmt, die Sicherheitsgesetze einer "ergebnisoffenen Überprüfung" zu unterziehen. Entscheidend wird also wieder einmal sein, auf wessen Seite sich die eher wankelmütigen Board-Mitglieder Vendetto, Kinter und Kleinschiff schlagen werden.

[Anmerkung der Redaktion: Weitere Informationen über das BFS-Board finden Sie im Grundregelwerk und den Quellenbüchern "100sE - Lod&Leute" (hier vor allem zu den Board-Mitgliedern) und "Chaos und Ordnung - Arbiträa/BFS"]

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Kleine Anmerkung am Rande: Sandra Winterkorn-Nebensen, eine der bekanntesten Schlagersängerinnen des BFS, stürmt gerade mit "Ich wünsch mir einen Munder" die Hitparaden. Platz 1 seit drei Wochen!
[Arne Nymo]

Seufz! Und wieder einmal hat ein Volk nichts gelernt aus einer früheren Unterdrückung.
[Lou]

Walscheiße, Lou. Eher solltest du sagen: Die alten Kader sind weiterhin einflussreich. Für das Volk in Gänze sprechen die auf jeden Fall nicht!
[Nobodys Child]

Explosion in Gardland!

[Lod/Lod-Express]

Unsere Reporter haben uns per Kuriermakrele mal wieder exklusiv mit der heißesten Nachricht des Tages versorgt: Es gab eine Explosion in Gardland! Augenzeugen berichten von einem gewaltigen Feuerball mitten in der Werft der städtischen Schwerindustrie-Zentrale, die Dutzende Menschen augenblicklich in den Tod gerissen und Hunderte verletzt hat. Die Druckwelle soll so gewaltig gewesen sein, dass noch mehrere Sektoren entfernt Statuen umgefallen sein sollen. Wer würde solch einen feigen Anschlag verüben? Die "Tapfere Armert Truppe"? Oder hat mal wieder das Netzwerk seine gierigen Finger im Spiel?

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So, gibt es schon irgendwelche Fakten? Oder nur diesen Lod-Express-Scheiss?
[Arne Nymo]

Drei Explosionen in der Werft innerhalb von fünf Minuten an verschiedenen Stellen. Schwere Sachschäden. Ein Toter, drei Schwer- und zehn Leichtverletzte. Erstere Knochenbrüche durch Druckwelle, letztere Rauchvergiftung nach dem folgenden Brand. Lokale Panik (logisch), städtischer Katastrophenschutz hat vergleichsweise schnell reagiert (klar, bei den ständigen Übungen) und die Brände innerhalb von fünfzehn Minuten eingedämmt gehabt (nach Sektorenabschottung).
[Lou]

Weiß schon wer, was in der Werft hauptsächlich betroffen war? Oder welche Sackratte dahinter steckt?
[Nobodys Child]

Zwei der Sprengsätze sind in Materiallagern mit Schiffsbauteilen hochgegangen, einer in der zentralen Fertigung, direkt in der Serveranlage. Dürfte die Werft für Wochen hinter ihren Zeitplan werfen. Monate, wenn es wirklich schlecht läuft. Genaues Schadensbild muss erst noch genauer festgestellt werden.
[Lou]

Hab ich etwas andere Infos gerade reinbekommen: Eine Bombe im Lager, eine bei den Computern, aber der dritte hat meiner Quelle zufolge einen großen Deckenkran genau so weggesprengt, dass er beim Herunterfallen gleich drei Roh-Konstruktionen irreparabel geplättet hat. Plus natürlich, dass man nicht "mal eben so" einen neuen Deckenkran installiert bekommt. @NC: Für Schuldzuweisungen dürfte es zu früh sein. Ich denke, meine Quellen werden die Tage da im BFS was läuten hören. Ich schick dir ne Citynet-Mail.
[Arne Nymo]

FMT-Demonstrationen im BFS

[Zentrale/Las Mares/Lod-Herold]

Die Fassade des ruhigen Staates BFS wackelt: Bis vor kurzem noch Hort der (pressetechnisch fast langweiligen) Sicherheit und Quell immer neuer Bürokratenwitze, hat sich die Lage diese Woche im BFS nun deutlich unentspannter präsentiert. Am Donnerstag demonstrierten fünfhundert Bürger in Zentrale und am Samstag schlossen sich gut dreihundert Demonstranten in Las Mares an, ausgereichnet in der Freizeit-Stadt des BFS, wo sich die Oberen ausspannen und nach der "Offensive Öffnung" sogar immer mehr Touristen aus dem ganzen RDL ihre hart verdienten LEX lassen. Aber wofür stehen diese Demonstranten auf den Plätzen und vor dem "Amt für innere Angelegenheiten" in Zentrale?

Es sind Anhänger der FMT, der "Front der Mundertreuen". Angeführt von ihrem Präsidenten, Josef Lager, skandierten sie "Munder ins Amt" und "Weg mit dem falschen BFS". Es gibt sie also noch, die ewig Gestrigen, die dem gestürzten Diktator die Treue halten. Ruhig war es um sie geworden. Bis die Demonstrationen ihre Forderungen wieder an unsere Ohren brachten. Und damit zurück auf die politische Bühne.

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Und natürlich war es "rein zufällig", dass es neben den Demonstrationen auch zu Übergriffen auf Andersdenkende am Rande kam (also gegen "Gegendemonstranten") und die Polizei auffällig unaufällig wegsah?!
[Arne Nymo]

"Natürlich!". Hehe.
[Lou]

Tja, ihr würdet euch wundern, wieviele "stille Sympathisanten" die FMT überall in der Regierung und den verschiedenen Staatsorganen hat. Gerade die Polizei war unter Munder mit deutlich mehr Privilegien ausgestattet, als unter der neuen Regierung. Ihre Begeisterung für die FMT-Gegner hält sich also naturgemäß in Grenzen. Und wenn die BFS-Polizei etwas kann, dann wegschauen, wenn ihr etwas gefällt. Verschwundene Strafanzeigen, gelöschte Kameraaufzeichnungen, plötzlich auftauchende Gegen-Zeugen, ....! Ihr kennt das Spiel dieser Arschlöcher!
[Nobodys Child]

ASFA meldet: Drei verschwundene Versorger

[Zentrale/BFS/"Tagwerk"-Zeitung]

Das Amt für schifffahrtliche Angelegenheiten (ASFA) gab heute in einer Pressemitteilung bekannt, dass die drei Versorger SBS Ruhige See, SBS Staatstolz und SBS Freistadtsieg gegen die Vorschrift A-84755-X verstoßen haben, als sie sich nicht innerhalb der vorgegebenen zeitlichen Parameter in ihrem Zielhafen Gardland meldeten. Ihre Fracht umfasste primär Lebensmittel, aber auch Munition und Waffen für die Zollboje vor Las Mares. Das ASFA hat unverzöglich eine Patrouille entsendet, die den Kapitänen der Schiffe ihren Verstoß gegen die Vorschrift A-84755-X zu Last legen soll. Entschuldigend für die Besatzungen könnte gewertet werden, wenn gegen sie ein Akt nicht-staatlicher Gewalt verübt wurde, der zu ihrer Verhinderung führte.

Und jetzt nochmal für mich in "Verständlich"?
[Lou]

Hehe. Na gut, aber nur, weil du es bist: Offensichtlich sind drei Versorgerschiffe verschwunden. Ob es ein Überfall oder was ganz anderes ist, weiß bisher keiner, die Behörden ermitteln.
[Nobodys Child]

Diese Behördensprache! Ich könnt kotzen! BTW: Gab es denn im BFS in letzter Zeit erhöhte Piratenaktivität? Haben die sich überhaupt schon wieder genug von ihrer Schlappe erholt, als ihnen vor kurzem in der konzertierten RDL-Anti-Piratenjagd der Arsch aufgerissen wurde?
[Arne Nymo]

Naja, das ist etwas zu pauschal. Beileibe nicht alle Piraten wurden durch die Aktion geschwächt, sondern "nur" die stärksten Verbände. Nach meinen Infos sind gerade die kleineren Piratengruppe vergleichsweise ungeschoren davon gekommen (weil sie untergetaucht sind, als die große Jagd anfing) und haben nun natürlich eine Menge Wasser unterm Schiff.
[Nobodys Child]

Und um deine Frage zu beantworten: Nein, man hört im BFS nichts, dass dort Piraten gerade Hochsaison hätten.
[Lou]

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[Hinweis der LodlanD-Redaktion]: Mit dieser Metaplot-News beginnt der nächste Metaplot-Zyklus, der Brisbane-Influenza-Metaplot ist damit abgeschlossen.
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Überraschende Wende im Streit der Pharmaunternehmen

 

[Lod/Bildschirmwelle Lod]:

Nachrichtensprecherin Ulla Constrant wendet ihr Gesicht dem Bildschirm zu, zögert kurz und blickt dann wieder auf die unsichtbaren Zuschauer.

„Gerade erreicht uns eine Eilmeldung, dass der Streit der Pharmaunternehmen aus dem Forschungsbündnis gegen die Brisbane-Influenza beigelegt sein soll. Dies wird in einer gemeinsamen Erklärung aller beteiligten Mitglieder dargelegt, die so eben den Nachrichtenagenturen zugesandt wurde. Anscheinend hat das Unternehmen Vinterpharm nun doch keine Ambitionen mehr die anderen von dem Patent an dem noch freizugebenden Medikament gegen die Influenza auszuschließen. Wie es zu diesem plötzlichen Meinungsumschwung kommen konnte, wird in der Veröffentlichung nicht erwähnt.“

 

Gerüchteküche/Lou:

Mir liegen ungeheuerliche Informationen darüber vor, wie Vinterpharm zu dem Durchbruch in der Forschung gegen die Brisbane-Influenza gekommen ist: die haben Medikalis deswegen geschluckt, weil die bereits die wichtige Grundlagenforschung für dieses Wundermittel erfolgreich durchgeführt hatten! Es ist mir dabei ganz klar, wie Vinterpharm den Eigner von Medikalis zu dieser Übernahme bringen konnten, denn kommt es euch nicht auch komisch vor, dass ungefähr zur gleichen Zeit sein Sohn entführt und nachher infiziert mit der Influenza wieder aufgefunden wurde, ohne dass klar ist, wer die Entführer waren und was sie wollten?

Gerüchte über Streitigkeiten im Forschungsbündnis

[Lod/Lod-Herold]

Nach der Verkündigung von Vinterpharm vor knapp drei Wochen ist es sehr ruhig geworden, was Nachrichten aus der Pharmabranche angeht. Auch die anderen Unternehmen, die am Forschungsbündnis gegen die Epidemie beteiligt sind, haben keinerlei Erklärung nach der vollmundigen Veröffentlichung von Vinterpharm abgegeben. Aus Sitzungsmitschriften des Forschungsbündnisses, die uns zur Verfügung gestellt worden, geht nun hervor, dass der Geschäftsführer Vinterpharms ohne Absprache gehandelt hat und somit die anderen Unternehmensleiter gegen sich aufgebracht hat. Außerdem gibt es in diesen Dokumenten Anzeichen dafür, dass die Lorbeeren für das bis jetzt noch nicht zugelassene Heilmittel gegen die Brisbane-Influenza nicht alleine einem Unternehmen verliehen werden dürfen. Verwunderlich ist dagegen, dass die anderen Pharmafirmen nicht an die Öffentlichkeit gegangen sind und das vorpreschende Unternehmen aus dem Forschungsbündnis ausgeschlossen haben. Für die Erkrankten ist aber auf jeden Fall wichtig, dass sich das Heilmittel nicht als unwirksam herausstellt oder andere Gründe dafür sprechen, das Medikament nicht zuzulassen.

Endlich ein Ende der Epidemie?

[Lod/Lod-Express]
Sagenhafter Durchbruch im Kampf gegen die Brisbane-Influenza erzielt: Vinterpharm hat ein Zulassungsverfahren für ein Medikament gegen die Krankheit eingereicht, die den RDL schon solange in ihrer Gewalt hat. Endlich gibt es Hoffnung für so viele Leidende!
Wie wir weiterhin aus gut informierten Kreisen erfahren konnten, sind andere Pharmaunternehmen des sogenannten „Forschungsbündnis gegen die Brisbane“ bei der Entwicklung dieses Medikaments nicht beteiligt gewesen, aber angeblich will Vinterpharm die Rezeptur des Medikaments in einem fairen Lizenzverfahren an alle Unternehmen aus dem Bündnis weitergeben. Wir fordern nur hiermit alle Beteiligten auf: das Medikament muss preiswert verkauft werden, damit auch die Armen geheilt werden können!
Dies ist eure Chance endlich wieder die Kluft zwischen Arm und Reich zu verkleinern und somit auch alle zum Schweigen zu bringen, die behaupteten, es gäbe Heilung nur für die Reichen.
 

Wir trauern um Professor Engelis

[Lod/Lod-Herold]
Er war nicht nur einer der großen Erfinder unser Zeit.
Er war nicht nur ein Firmengründer, der seine Mitarbeiter wie Mitglieder seiner eigenen Familie behandelt hat.
Er war nicht nur ein liebender Ehemann und ein guter Vater.
Nein, er war vorallem ein Mensch der die Menschen liebte.
Unsere Welt wird leerer sein ohne ihn.

Die Mitarbeiter der Niederlassung von Vinterpharm/Medikalis in Lod

News-Flash

[Nachrichtenticker der Bildschirmwelle Lod]
+++Professor Janne Engelis gestern gestorben. Ärzte gehen momentan von einem Herzschlag aus+++
+++Neues Sternchen am Pophimmel Nana Jerome will ihren Produzenten Mike Meta heiraten+++
+++Skandal beim Spoha: Blutdoping angeblich sehr verbreitet+++
 

Für mich ist dieser Todesfall noch nicht geklärt

[Lod/Lod-Herold]
Ein Kommentar von Juri Mengsen zum Selbstmord des freien Journalisten Björn Fogge

Ich glaube es nicht. Selbstverständlich kann man mir vorwerfen ich wäre in dieser Sache befangen. Denn schließlich war Björn nicht nur ein Kollege, sondern auch ein Freund.
Aber dieser Freitod kommt mindestens einem Pharmaunternehmen einfach zu gelegen. Ich werde mich hüten hier Namen zu nennen, denn leider habe ich keine Beweise und ich möchte meinen Beruf noch etwas länger ausüben.
Fest steht für mich jedenfalls, dass Björn Fogge, der schon viele Schweinereien in der Wirtschaft aufgedeckt hat, über eine absolut robuste Gesundheit verfügte. Natürlich können sie jetzt sagen: unter den Einwohnern der Union nordischer Länder gibt es doch viele mit schlummernden genetischen Defekten und es wäre auch nicht der erste Selbstmord aufgrund einer starken Abstufung der genetischen "Güteklasse".
Aber interessant ist in diesem Fall schon, dass die Details des genetischen Befundes, der meinen Freund angeblich in den seelischen Abgrund befördert haben soll, nicht abrufbar sind, sondern aufgrund irgendwelcher fadenscheinigen Argumente "nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können".
Noch interessanter ist, dass Björn nach eigener Aussage mir gegenüber "einen in der Pharmabranche sehr gut bewanderten Industriellen" als Informant gewonnen hatte, der ihm Material zu einem der größten Skandale in eben diesem Wirtschaftszweig liefern wollte.
Dazu ist es aber aufgrund des tiefen Falls meines Freundes von einer der Promenadebrücken in Forhaningheim nicht mehr gekommen. Einer der ganz großen Enthüllungsjournalisten unserer Zeit hat an diesem Tag unsere Welt verlassen. Ich hoffe nur, dass seine Arbeit nicht umsonst war und doch noch die Wahrheit ans Tageslampenlicht kommt.
 

Mica Engelis überraschend genesen

Wie heute durch gut informierte Kreise aus Forhaningheim bekannt wurde, hat Mica Engelis, Sohn von Prof. Janne Engelis, Geschäftsführer und Besitzer von Medikalis, die Brisbane-Influenza überstanden. Dies haben viele nicht zu hoffen gewagt, denn Mica Engelis war nach seiner Entführung sehr geschwächt und die Überlebenswahrscheinlichkeit bei der aktuellen Variante der Brisbane-Influenza liegt nach Angaben der roten Schraube bei unter 15%. Die in jüngster Zeit recht aktiven Kritiker von Pharmaunternehmen sehen das als Beweis, dass diese bereits über ein Medikament gegen die Influenza verfügen, es aber nur den Reichen und Mächtigen zur Verfügung stellen. Dieses Gerücht ist insofern recht unglaubwürdig, da sich ein Unternehmen durch eine solche Vorgehensweise um riesige Umsätze bringen würde. Bis jetzt hat sich der Vater, Prof. Janne Engelis, noch nicht öffentlich zu der überraschenden Genesung seines Sohnes geäußert.

Neuigkeiten rund um die Lage des RDL

[Nachrichtenticker der Bildschirmwelle Lod]
+++Todesfälle aufgrund der Brisbane-Influenza steigen trotz RDL weiter Gegenmaßnahmen immer weiter an+++
+++wirtschaftlicher Aufschwung gerät ins Wanken, weil immer mehr ihren Arbeitsplätzen fern bleiben+++
+++Wohlhabender Influenza-Überlebender in der Goldkuppel erschossen. Mörder wurde gefasst. Motiv: Rache dafür das Reiche sich ein Gegenmittel leisten könnten und Arme sterben müssten+++
+++Turk Enyabook - ehemaliger Sänger der Boyband "The Unpredictables" - an Überdosis gestorben+++
 

Forschungsbündnis gegen Brisbane-Influenza

[Lod/Meeresspiegel]
Ein Sprecher von Vinterpharm hat gestern in einer überraschend einberufenen Pressekonferenz ein Forschungsbündnis praktisch aller Pharmaunternehmen im RDL zur Entwicklung eines Medikaments gegen die Brisbane-Influenza verkündet. Damit solle die „geballte Entwicklerkreativität“ der beteiligten Wissenschaftler dafür sorgen, dass „diese größte Bedrohung der Menschheit endlich beseitigt wird“. Der vor Kurzem mit dem Unternehmen Medikalis fusionierte Konzern Vinterpharm werde dabei die „logistische Projektleitung“ übernehmen. Über die Höhe des gemeinsamen Forschungsbudgets wurden keine genauen Angaben gemacht, aber laut dem Sprecher ist es „das größte Forschungsbudget in der Geschichte des RDL“. Der elektronische Handel der Börse in Lod reagierte vorsichtig optimistisch auf die Ankündigung. Generell verzeichneten alle Pharmaunternehmen ein leichtes Plus. Wie allerdings die langfristige Entwicklung an der Börse und in der Realität nach dieser nicht gerade durch Bescheidenheit glänzenden Rede aussieht bleibt abzuwarten.
 

Prägnant: Hilfe für die Armen und Kranken

[Lod/Bildschirmwelle Lod]
[Im Bild zu sehen ist Jane Billows, Moderatorin der Sendung „Prägnant“, vor einem Foto eines lächelnden Mannes, der von mehreren gut aussehenden Frauen und Männern umringt ist]
"Und nun kommen wir in unserer Sendung zu einer wirklich vorbildlichen Geschichte: Regisseur und Filmproduzent Jeremiah Gerritsen hat eine Gruppe von Kollegen und berühmten Schauspielern erfolgreich dazu ermutigt, sich finanziell an der von der Roten Schraube gegründeten Stiftung „Grenzlose Hilfe für Influenza-Patienten“ zu beteiligen. Diese initiiert den Bau von improvisierten Krankenhäusern im gesamten RDL zur Behandlung von Menschen der ärmeren Bevölkerungsschichten, die an der Brisbane-Influenza erkrankt sind.“
[Einblendung eines Filmausschnitts, indem zu sehen ist, wie Gerritsen sich von einem Mann im weißen Kittel mehrere Krankenbetten zeigen lässt]
„Wie auch in seinen Filmen ließ es sich Herr Gerritsen nicht nehmen, sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen und direkt mit in das Geschehen einzugreifen. Und dieses Vorbild von einem Mann ist wieder Single, denn er ließ sich vor drei Wochen von seiner zweiten Ehefrau scheiden. Was uns auch gleich in den Klatsch- und Tratschteil unserer Sendung bringt…“

Vinterpharm fusioniert mit Medikalis

[Lod/Lod-Herold]
Heute wurde überraschend bekannt gegeben, dass Vinterpharm und Medikalis in den nächsten Wochen fusionieren werden. Zwar hatte Vinterpharm, das größere der beiden Pharmaunternehmen, schon öfter seine Fühler in Richtung des kleinen aber stabilen Konkurrenten ausgestreckt, aber bisher hatte der Vorstand von Medikalis solche Offerten immer deutlich abgelehnt. Ein interessanter Übernahmekandidat war Medikalis durch die unternehmenseigene Forschungsabteilung, die in der ganzen Branche für ihre brillanten Köpfe bekannt ist. Wie es nun zu dieser überraschenden Wendung kam, ist für alle Wirtschaftsexperten ein kleines Rätsel. Gerüchte schieben den Meinungswechsel im Vorstand auf die Schwächung des Vorsitzenden, Professor Janne Engelis, der durch den Entführungsfall in seiner Familie nur noch ein Schatten seiner selbst wäre. Fest steht allerdings, dass Vinterpharm der Gewinner bei dieser Fusion ist, denn es werden alle praktisch alle Führungsposten durch Mitarbeiter aus diesem Unternehmen besetzt.
 

Muss Mica sterben?

 [Lod/Lod-Express]

Mica Engelis todkrank in Lod aufgefunden!

Wie erst heute bekannt wurde, wurde Mica Engelis vorgestern Abend von Mitarbeitern des Department 2 in der Schacherstadt aufgegriffen. Er befand sich in einem Zustand völliger geistiger Umnachtung und litt unter hohem Fieber. Der Sohn von Prof. Janne Engelis, Geschäftsführer und Besitzer von Medikalis, wurde wie vom Lod-Express berichtet, am 27.12. letzten Jahres in Forhaningheim entführt. Wir haben aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass die Departments das Auffinden des Millionärssohns bis jetzt geheim hielten, da sie sich dadurch "eine größere Chance bei der Fahndung nach den Entführern erhofft und keine diplomatischen Zwischenfälle mit der UNL provozieren wollte". Weiterhin heißt es, dass Mica vermutlich von seinen Entführern "in einer Art terroristischem Akt" den Erregern der Brisbane-Influenza ausgesetzt wurde. Die Überlebenschancen für das Opfer werden als sehr gering eingestuft, denn Mica sei bereits durch die Entführung geschwächt. Allerdings könnte man aufgrund des jungen Alters mit einem langen Todeskampf rechnen. Außer sein Reichtum rettet ihn, denn mit diesem kann er sich garantiert das Heilmittel leisten, dass immer noch geheimgehalten wird!

Influenza-Heilmittel nur für Reiche?

[Lod/Lod-Express]
Uns wurde ein hochbrisanter Bericht zugespielt, aus dem hervorgeht, dass bereits vor vielen Wochen ein Medikament gegen die Brisbane-Influenza entwickelt wurde. Dies wurde aber laut dem Dokument geheim gehalten, da die momentan produzierte Menge aufgrund eines außerordentlich kosten- und zeitintensiven Herstellungsprozess nicht ausreichen würde, um alle Erkrankten zu versorgen. Warum? Um maximalen Profit daraus zu ziehen! Es sollte zu einem horrenden Preis veräußert werden. Ein Skandal! Laut Gerüchten sollen sich bereits viele der Superreichen einen Vorrat dieses Wundermittels angelegt haben, falls sie an der Influenza erkranken sollten. Wir erachten es als unsere moralische Pflicht, die Gesellschaft über diese geheimen Vorgänge zu unterrichten und unsere Stimme für die Erkrankten zu erheben, die sich das Medikament nicht leisten können. Wir fordern hiermit den bis dato noch nicht bekannten Hersteller auf, das Medikament zu erschwinglichen Preisen allen Erkrankten zugänglich zu machen!

Nachrichtenticker

[Nachrichtenticker der Bildschirmwelle Lod]
+++Trotz weiterer Krankheitsfälle feierten viele ausgelassen das neue Jahr+++

+++Departmentsprecher: Anzahl der Verbrechen in Lod im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 10% gefallen+++

+++Immer noch kein Lebenszeichen vom entführten Sohn des Vorstandsvorsitzenden von Medikalis+++Hintergrund für die Entführung weiter unklar+++

+++Ärzte aus der UNL und Kobul melden erste Erfolge bei der Eindämmung der Influenza in der Handelszone+++

Beispielllose Entführung in der UNL

[Lod/Lod-Herold]

Heute morgen wurde bekannt, dass Mica Engelis, Sohn von Prof. Janne Engelis, Geschäftsführer und Besitzer von Medikalis gestern Abend aus seiner Wohnung in Forhaningheim entführt wurde. Über offizielle Stellen konnten wir erfahren, dass bisher keine Lösegeldforderung eingegangen ist. Trotzdem ist davon auszugehen, dass es zu finanziellen Forderungen in beträchtlicher Höhe kommen wird, da die Familie Engelis zu den finanziell sehr gut ausgestatteten Dynastien des sogenannten Blutadels in der UNL gehört. Die Motivation für die Entführung könnte aber auch anderer Natur sein, denn aus gut informierten Kreisen in der UNL-Kuppel Lods könnte auch eine Gruppe aus Exil-UNLern dahinter stecken, die gerade eine Kampagne gegen die "entmenschlichte und profitgeile Pharmaindustrie" führt. Nach jüngsten Veröffentlichungen wirft diese Gruppe, die sich selbst "die Heiler" nennt, vor allem der Pharmaindustrie vor, dass diese "anstatt armen Kranken zu helfen, die Influenza zum Anlass nimmt, die Preise für ihre Medikamente zu erhöhen".

Neuigkeiten kurz vor dem Weihnachtsfest

[Nachrichtenticker der Bildschirmwelle Lod]
+++Fälle der Brisbane-Influenza nehmen stetig zu+++Jetzt auch Lod betroffen+++

+++Stärkster Umsatzanstieg im Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels seit drei Jahren+++Wirtschaftsexperten geben als Gründe der gesteigerten Kauflaune den wirtschaftlichen Aufschwung seit dem erfolgreichen Pirateneinsatz und den neuen RDL-weiten Zusammenhalt an+++

+++SPOHA-Starspieler Irgujenko Wladirmitsch gründet Hilfsorganisation in Lod für hungernde Quartiersbewohner in Stawa+++viele berühmte Bewohner der Goldkuppel haben bereits ihre Unterstützung zugesagt+++

+++Quarantänestation für betroffene RDLer in Handelszone Kobe-Upplands eingetroffen+++Ärzte aus der UNL aufgebrochen, um die dort behandelnden Kobul zu unterstützen+++

"Ein Hai kommt selten allein" wurde abgesagt

[Lod/Lod-Herold]
Kulturfans im ganzen RDL sind bestürzt. Das Theaterstück "Ein Hai kommt selten allein", die neue Komodie von Star-Intendant Max Heller, wurde abgesagt. Herr Heller war zwar zu keinen Erklärungen bereit, aber unsere Reporter konnten mit anderen Mitgliedern der Theatercrew sprechen. Demnach sind sowohl die Hauptdarstellerin Evelyne Goos als auch ein wichtiger Nebendarsteller, der frühere "Leutenant Habenichts" David Grazenovic, schwer erkrankt und befinden sich in Scientia in Behandlung. Das Wandertheater von Max Heller, das "Heller Wahnsinn-Theater" gastiert seit mehr als einem Jahrzehnt jeweils für ein halbes Jahr in einem Land und zieht anschließend weiter. Dies wäre nach langer Zeit mal wieder ein Auftritt in Lod gewesen, extra dafür wurde in einer der oberen Ebenen von Lod5 eine Lagerhalle angemietet und seit Wochen umgestaltet. Ob das Stück nach Umbesetzung neu aufgeführt wird, war zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu erfahren. Eintrittskarten können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Ein Geisterschiff in Lod?

[Lod/Lod-Express]
Die Gerüchte halten sich seit Tagen hartnäckig: Hat ein Geisterschiff in Lod angelegt? Die ersten unbestätigten Informationen über ein herrenlos aufgefundenes Schiff kamen vor drei Tagen auf. Aber die Nachrichtenlage wurde mit jeder Stunde düsterer. Tot sollten alle Besatzungsmitglieder sein, entstellt von einer grässlichen Krankheit. Andere wiederum sprachen von Kannibalismus an Bord, man habe abgenagte Knochen gefunden. In einem aber waren sich alle einig: Das Geisterschiff hat per Autopilot Lod gefunden und wurde - da es ein arbiträisches Schiff ist - von Schlepperbooten an der Arbiträa-Länderkuppel angedockt. Ist es immer noch dort, an den Andockpylonen? Etwa die Déesse-Klasse, die dort seit Tagen - trotz horrender Gebühren - vor Anker liegt? Oder die Féroce-Klasse, die nur drei Stunden dort war und nun vor Lod grundet? Wir wissen es nicht, und es wäre unverantwortlich jetzt Panik zu schüren. Aber wir fordern vom Departement in die Arbiträa-Kuppel zu gehen und den Fall aufzuklären! Damit wir Lodt wieder ruhig schlafen können.

Oh ja, das Departement in die Arbiträa-Kuppel. Oh, bitte! Will jemand einen Snack um sich die Zeit bis zur unweigerlichen Massenschlägerei zu vertreiben?
[Nobodys Child]

Ganz ruhig, NC. Ist nur ein Artikel des Express. Du kennst die doch: Großes Getöse, nix dahinter. Aber mal ernsthaft: Ist an den Gerüchten was dran?
[Arne Nymo]

Möglicherweise. Meinen Infos zufolge ist es aber keines der erwähnten Schiffe, sondern vielmehr eine Versorger-Klasse in arbiträischer Hand, die USA Terre Natale. Aber bisher halten die Arbiträer vergleichsweise dicht.
[Lou]

Verwirrende Nachrichtenlage rund um die Brisbane-Influenza

[Lod/Lod-Herold]
Nachdem eine Ärztedelegation aus Scientia vor wenigen Tagen in Arbiträa bestätigte, dass es sich dort um echte Fälle von Brisbane-Influenza handelt, ist die weitere Nachrichtenlage eher verworren. Unbestätigten Meldungen zufolge sind auch die stawischen Quartiere betroffen, aufgrund der Sicherheitslage in diesen Elendsgebieten war bisher noch keine Zeitung oder Nachrichtensendung bereit, Reporter zu entsenden, von offiziellen ärztlichen Meldungen ganz zu schweigen. Auch aus dem Uppland erreichen uns Meldungen über Erkrankungen, die der Brisbane-Influenza gefährlich ähneln. Wie die Krankheit ausgerechnet in die abgeschiedenen Familienkuppeln der Uppländer Einzug halten konnte, ist schleierhaft. Es bleibt nun abzuwarten, ob Arbiträa die Lage in ihrem Land allein unter Kontrolle bringt, während die scientianischen Ärzte bestätigten, dass sich die Krankheit dort - auch aufgrund des eher löchrigen medizinischen Systems - weiter verbreitet. In den Quartieren ist eine Selbsthilfe zur Heilung wohl kaum möglich, hier wird Stawa helfen müssen - oder das Problem, so zynisch dies auch klingt, aufgrund der Abgeschottetheit der Quartiere, einfach aussitzen. Das die Kobul "ihre" Uppländer betreuen, steht für uns außer Frage.

Wieder Brisbane-Influenza?

[Cadenas/Arbiträa/Cadenas-Toujours]
Die Hausärzte in Cadenas melden derzeit einen starken Anstieg der Influenza-Fälle, von denen einige erschreckende Ähnlichkeiten mit der Brisbane-Influenza von November 100 sE aufweist. Die Brisbane-Influenza flackerte damals heftig auf, forderte Dutzende Tote, nur um ebenso schnell wieder abzuebben, ohne dass ein Heilmittel gefunden worden wäre. Allein die bekannten Influenza-Behandlungen mussten ausreichen, die Brisbane-Fälle zu behandeln, allerdings mehr schlecht als recht. Umso verwunderlicher, dass ohne bekannten Grund die Brisbane-Influenza damals wieder verschwand. Oder ging sie nur in den Untergrund, in die schlecht überwachten Bereiche, wie beispielsweise die Stawa-Quartiere, nur um jetzt wieder aufzutauchen. Nach unseren Informationen gibt es bisher keinen erkennbaren Grund, warum ausgerechnet in unserem Arbiträa jetzt die Brisbane-Influenza wieder auftaucht. Aber die Aussagen der Ärzte sind eindeutig. Sie behandeln mehrere Fälle. Mangels ausreichender Quarantäne-Möglichkeiten werden die Patienten jeweils in ihren Wohnungen isoliert, was fast unweigerlich weitere Erkrankungen im Familienkreis nach sich zieht. Wir können nur hoffen, das diesmal die Wissenschaftler des RDL Erfolg in der Erforschung eines Heilmittels haben.

Reparationsverhandlungen positiv beendet!

[Lod/Lod-Herold]
Die Reparatationsverhandlungen mit Liberty sind nach mehr als zwei Wochen der Verhandlungen nun zu einem positiven Ende gekommen. Unsere nördlichen Nachbarn haben sich zu langfristigen Lieferverträgen zu Sonderkonditionen verpflichtet. Neben Rohstoffen umfassen die Vereinbarungen auch den Austausch von wissenschaftlichen Errungenschaften, Schiffstechnologie und eine Erleichterung des Personentransfers. Zu diesem Zweck wird die Liberty-Botschaft massiv ausgebaut, eine eigene Visa-Abteilung erhalten und ferner ein Warenverkehrsamt, bei dem RDL-Händler verbindliche Bestellungen für Liberty-Waren abgeben können - oder sich Transferpässe abholen können, um die Waren zu günstigeren Konditionen direkt in Liberty einzuladen. Im Verhandlungsprotokoll heißt es: "Sowohl die Erteilung von Reise- und Arbeitsvisa, wie auch die Bearbeitung von Anträgen auf Handelslizenzen, wollen beide Seiten unbürokratisch und zügig handhaben, um den Verkehr zwischen dem RDL und Liberty zu intensivieren. Um den Schiffsverkehr zwischen RDL und Liberty zu erleichtern, verpflichten sich beide Parteien, innerhalb der nächsten zwölf Monate eine neue Haupthandelsroute in Form einer koordinierten, zweisprachigen Bojenkette aufzubauen." Dies ist die erste neue Haupthandelsroute seit mehr als 25 Jahren!

Klasse, da wüsste ich als Pirat direkt, wo ich mich in Zukunft aufhalten würde. Die Libertyhändler werden unsere heimischen Piraten bald ebensosehr "schätzen" lernen, wie wir.
[Arne Nymo]

Es kann davon ausgegangen werden, dass der Schiffsverkehr in beide Richtungen bereits in den kommenden Wochen stark zunehmen wird. Nach unseren Informationen verkauft Liberty den Verhandlungsdurchbruch in der Heimat als eigenen Erfolg, mit dem sie auch ihre Rohstoffversorgung verbessern würden, was durchaus nicht ausgeschlossen werden kann, da von langfristigem Handel sicherlich beide Seiten profitieren werden.

Lügner. Betrüger. Oder kurz: Politiker.
[Lou]

Die Reparationsverhandlungen laufen

[Lod/Lod-Herold]
Die Reparationsverhandlungen zwischen Liberty und dem RDL dauern an. Nachdem der Liberdom in der vergangenen Woche die Bombe platzen ließ, konnten sich die diplomatische Delegation aus Liberty auf einen heißen Empfang einstellen. Und es kam, wie es kommen musste: Tausende Bürger aus allen RDL-Ländern demonstrierten im Hafen. Scientianer an der Seite von Arbiträern, Kobul in vollem Ornat neben stawischen Stahlarbeitern. Es war eine große Verbrüderung der Generationen. Das Departement musste den Diplomaten unter Schildeinsatz eine Gasse bahnen, damit sie überhaupt bis zur Ratskammer kamen. Mit so viel Glück hatten die Demonstranten überhaupt nicht gerechnet, die meisten gingen davon aus, dass die Libertys wie sonst üblich an der Scientia-Kuppel andocken würden. Bezeichnend, dass Scientia die Möglichkeit diesmal wohl nicht gewährte. Man kann wohl davon ausgehen, dass Scientia immer noch erster Ansprechpartner für die Libertys - auch in Zukunft - sein wird, aber sich unsere Brüder aus dem Norden wohl endlich überlegt haben, dass sie dem RDL nicht nur pro forma angehören.
Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, will der RDL wohl die Reparationsverhandlungen nutzen, um langfristig eine vernünftige Basis mit Liberty hinzubekommen. Der Militärstaat soll also nicht ausgepresst werden, sondern durch langfristige Lieferverträge zu Sonderkonditionen soll Liberty sein Gesicht in der Heimat wahren können und der RDL gleichzeitig vor allem Rohstoffe zu günstigen Konditionen bekommen. Sicherlich hilfreicher als ein einfacher Geldtransfer, der bei den nötigen Größenordnungen eh die heimischen Geldkreisläufe durcheinander bringen könnte.

Klingt vernünftig. Und billige Rohstoffe können wir immer brauchen.
[Nobodys Child]

Jepp. Außerdem bringt es nichts, wenn wir jetzt Milliarden fordern, daraufhin Liberty in der Heimat die Hosen runterlassen muss, es zu einem Putsch kommt, die Militärs endgültig an die Macht kommen und es zu einem neuen Krieg führt.
[Arne Nymo]

Du machst dir Gedanken.... Viel wichtiger finde ich, dass nach meinen Infos gerade die RDL-Abgeordneten aus Stawa und der UNL die treibenden Kräfter hinter der Pro-RDL-Fraktion sein sollen. Wir erinnern uns: Genau die wollten noch vor wenigen Monaten am liebsten den RDL auflösen und ihr eigenes Ding durchziehen. Was ein gemeinsam gewonnener Krieg doch bewirken kann.
[Lou]

Wir enthüllen: Libertys sind die Saboteure!

[Liberdom/Lod]
Liberdom, das Enthüllungsjournal des RDL, hat wieder einmal zugeschlagen. Nach den Wagnerskandalen von vor zwei Monaten warten wir erneut mit einer Enthüllung auf, allerdings einer, die den Baupfusch bei dem Bau der Forschungskuppel Wagner-Beta mehr als nur in den Schatten stellt. Wie wir aus absolut sicheren Quellen erfahren konnten, steckt Liberty hinter den Sabotage- und Piratenangriffen der vergangenen Monaten, die nach dem Sieg unserer Truppen vor kurzem so abrupt zum Erliegen kamen. Um es allerdings klar von Anfang an zu sagen und keinen Grund für irgendwelche Kriegsaufrufe zu liefern: Unsere Informationen sprechen davon, dass eine einzelne Machtclique innerhalb des Liberty-Machtapparats dahinter steckt, weder Liberty im Ganzen, noch die Regierung als solche. Wie wir herausgefunden haben, hat der RDL vor kurzem diese Verwicklung durch einen LND-Agenten offenbart bekommen und hat nun, nachdem unseren Jungs und Mädels den Piraten Saures gegeben haben, den Liberty-Diplomaten eingeladen, wobei es hoch hergegangen sein soll. Der RDL wollte - wohl um Kriegsschreierei in der Bevölkerung zu vermeiden - dies alles vertuschen, aber dafür waren einfach zuviele Personen eingeweiht, da der LND-Agent dem gesamten Rat berichtet hat, wodurch nicht nur die RDL-Abgeordneten, sondern auch Assistenten, Übersetzer und weitere Personen informiert wurden. Nicht gerade gelungen, aufgrund der Überstürzung der Ereignisse, als der Agent mitten in eine normale, laufende Sitzung platzte, aber wohl kaum zu vermeiden. Das Nachrichtenleck ließ sich dann nicht schnell genug schließen, wodurch wir - exklusiv und als erste - diese Bombe platzen lassen können. Denn unserer Meinung nach gehört der normale RDL-Bürger über diesen Skandal informiert!

Also zum Hintergrund: Eine Machtclique innerhalb Libertys hat sich in den vergangenen Monaten gebildet, die als Kriegstreiber völlig unzufrieden mit dem Ausgang des RDL-Liberty-Kriegs waren. Daher haben sie versucht, durch Untergrundoperationen den RDL von innen zu sabotieren und kriegsreif zu schießen. Anschließend wollten sie durch einen Putsch die Macht übernehmen und Liberty als innere Stabilisierungsmaßnahme auf uns hetzen. Um dieses düstere Ziel zu erreichen, bedienten sie sich der RDL-Piraten und verhandelten über Mittelsmänner mit diesen. Ausrüstung und Schiffe gegen eine direkte Anweisungsgewalt, welche Ziele anzugreifen seien. Nur den konzertierten Aktionen unserer RDL-Flotte ist es zu verdanken, dass dieser Plan fehlgeschlagen ist.

Der Rat plant nun, in den Gesprächen mit dem Liberty-Botschafter Klartext zu reden und massive Reparationen einzufordern. Nach unseren Informationen soll der Botschafter beim ersten Sondierungstreffen die Vorwürfe eingeräumt haben, wohl auch aufgrund der unwiderlegbaren Beweiskette, die der LND dem Rat beschaffen konnte. Dafür spricht auch, dass Liberty wenige Tage nach der Ankündigung diplomatischer Gespräche durch den Rat, dem hier postierten Botschafter ein Dutzend weitere Diplomaten geschickt hat, dem Vernehmen nach unterstützt von einer Heerschar Anwälte aus Liberty und Regierungsvertretern. Die Liberty-Botschaft in Lod ist bis auf weiteres geschlossen und wird vom Departement bewacht, wohl auch, um den Mob davon abzuhalten, bei Bekanntwerden des Skandals den Botschafter aus der nächsten Schleuse zu werfen.

Wir, der Liberdom, rufen in dieser schwierigen Lage die Bürger des RDL auf, Ruhe zu bewahren. Nach unseren Informationen droht uns derzeit keine Invasion aus Liberty, es waren die Aktionen einzelner Kriegssüchtiger, ohne Absprache mit der Regierung und ohne offizielle Rückendeckung. Wir müssen wohl damit leben, dass nicht nur wir mit dem Netzwerk eine Art Schattenmacht haben, die immer wieder versucht, die Geschicke des RDL massiv zu beeinflussen, sondern auch die Liberty. Dass Liberty für die Schäden wird zahlen müssen, steht außer Frage. Daher ist es nun an der Zeit, sich in den Verhandlungen, aber auch bei allen weiteren Treffen von RDL-Bürgern und Libertys als einheitliche, untrennbare Front zu zeigen, die mit einer Stimme spricht.

Ein neuer RDL?

[Lod/Lod-Herold]
Unsere siegreichen Truppen kehren zurück. Im Laufe des gestrigen und heutigen Tages sind nach und nach der Hauptteil der vereinigten RDL-Flotte in Lod eingetroffen. Der Hafen summt vor Betriebsamkeit, überall sind Soldaten, Piloten und Techniker zu sehen, als Zivilist stellt man derzeit im Haupthafen eine Randgruppe dar. Nachdem der RDL vor wenigen Tagen den Krieg gegen die Piraten auch offiziell für gewonnen erklärt hat, geht das Militär der einzelnen Länder wieder zum alten Status zurück, die gemeinsame Flotte wird wieder in ihre Länderverbände aufgespalten und ein jeder macht sich auf den Weg, sich wieder um seine Angelegenheiten zu kümmern. Nur um seine? Mitnichten. Unsere Reporter konnten bei zahlreichen Gelegenheiten Szenen der Verbrüderung zwischen ansonsten nicht wirklich befreundeten Gruppierungen beobachten: Arbiträer und Stawaner, Kobe-Uppländer und Scientianer, UNLer und Lodt, die Liste könnte unbegrenzt so weitergeführt werden. Im Schwang der Rückkehr unserer erfolgreichen Männer und Frauen waren die Straßen von Lod gesäumt von jubelnden Menschen, die den Heimkehrern einen triumphalen Empfang bereiteten. Alte Zwistigkeiten wurden von dieser Hochstimmung hinweggeschwemmt und es ist zu hoffen, dass dies so bleibt. Viel zu lange haben kindische Streitereien den RDL zu diplomatisch verminten Gebiet gemacht. Dabei ist es im Kern völlig egal, ob Scientia näher an Liberty rückt, Stawa und UNL mehr Gemeinsamkeiten miteinander haben als mit anderen RDL-Völkern oder viele RDLer mit der Geheimniskrämerei der Kobul ihre Probleme haben. Denn die Menschen auf den Straßen stimmen gerade ab. Mit ihren Umarmungen, ihrem Jubel, ihrer grenzenlosen Freude über die neue Sicherheit im RDL, die nur durch gemeinsame Aktionen zustande kamen. Es ist nun an den Politikern, dies zu begreifen und den RDL auch politisch wieder zu befrieden. Keiner braucht ewige Ja-Sager und Frieden um des Friedens willen. Es darf gestritten werden. Aber zivilisiert und so, dass man sich hinterher noch gemeinsam auf einen Kompromiss einigen kann. Mit ihrem Jubel für die siegreichen Truppen und Verbrüderungsszenen fordern die Bürger des RDL nichts anderes, als ein engeres Zusammenrücken der Länder. Denn wer glaubt, dass diese Szenen sich nur in Lod abspielen, sollte sich diese Tage mal auf die großen Plätze der anderen RDL-Hauptstäde begeben. Und wir wünschen demjenigen dann viel Spaß beim Feiern mit wildfremden Menschen, die einfach nur glücklich sind, dass dieser Albtraum vorüber ist. Und wir wünschen ihm Freude bei der Beobachtung einer Geburt. Der Geburt des neuen RDL, der enger zusammensteht als jemals zuvor, Grenzen überschreitet und den Boden bereitet für eine hoffnungsvolle Zukunft, in der die Länder ihr jeweils Bestes in die Wagschale werfen, damit etwas Neues entsteht.

Trieeeeef. Der Pathos tropft von der Decke.
[Lou]

Tu einfach, was er gesagt hat, Lou. Geh raus, feiere mit uns allen diesen Tag. Und ja, das sage ich Dauerzynikerin: Es könnte wirklich klappen. Ich spüre, dass die Menschen diese ständigen Hinterrücks-Aktionen der Politiker wirklich leid sind. Und Frieden wollen.
[Nobodys Child]

Wir werden sehen, was sich enwickelt. Aber ich muss zugeben, ich habe mehr Hoffnung als Bedenken. Schön, das mal sagen zu können.
[Arne Nymo]

Übrigens, und nur am Rande: Der Chefredakteur des Lod-Express ist gefeuert worden. Der "Endlösung"-Artikel von letzter Woche ist nicht gerade auf Gegenliebe im RDL gestoßen. Wie man hört hat Ittendock persönlich den Lod-Express vor zwei Möglichkeiten gestellt: Mit der ganzen Redaktion aus Lod ausziehen. Oder den Wittenberg feuern. Das Umzugsschiff konnte schnell abbestellt werden. Hehe.
[Nobodys Child]

Es scheint vorbei?!

[Lod/Lod-Express]
Die Angriffe versiegen, der Feind scheint besiegt. Der Angriff unserer ruhmreichen Truppen auf die große Flotte des Feindes von vor gut zehn Tagen war wohl der erhoffte Todesstoß für die aktuellen Piratenangriffe. Nur noch aus dem nördlichen Scientia und Arbiträa werden vereinzelte Übergriffe gemeldet, hierbei handelt es sich aber fast ausnahmslos um Kaperangriffe auf Versorgungskonvois. Derlei war aber auch vor der aktuellen Krise nicht gerade selten der Fall, so dass unklar ist, ob die Scharmützel auf das Konto "normaler" Piraten oder der Piraten- und Saboteursseuche der letzten Monate geht. Es ist nun an unseren Politikern, zusammen mit den siegreichen Militärs endgültig für Sicherheit in den RDL-Gewässern zu sorgen und die Piraten mit Mann, Frau, Kind und Schiff zu versenken. Nie wieder darf in unserem Nass derartiges Übel das Schott der Welt erblicken. Wir appellieren daher an alle Leser: Unterschreiben Sie die Petition, die wir auf unserer Citynetseite bereitgestellt haben! Sie fordert vom RDL die Endlösung in der Piratenfrage und damit Angriffe ohne falsche moralische Scheu, um dem Pack ein Ende zu bereiten. Jetzt ist der Feind geschwächt. Ist er dies auch noch in einigen Monaten, wenn wir jetzt nicht handeln? Oder kommt er dann, neuerstarkt und belehrt von seiner ersten Niederlage, zurück, auf dass wir wieder unsere Lieben beweinen müssen?

"Endlösung." Mir schauderts.
[Nobodys Child]

Aber der einzig vernünftige Ansatz, um dieses Pack zu vernichten.
[Lou]

Welches Piratenkind hat dir denn Schaden zugefügt? Dieser Aufruf der Boulevard-Dreckszeitung ist nicht weniger als der moralische Sündenfall. Wir begeben uns damit auf eine Stufe mit den feigen Saboteuren. Piraten bekämpfen? Ja, in jedem Fall. Gezielt ihre zivilen Einrichtungen auslöschen? Niemals, denn damit schaffen wir eine neue Basis für neues Leid in der Zukunft. Denn irgendwer überlebt immer. Außerdem: Wer garantiert uns, dass die Piratenbasen überhaupt gefunden werden? Besonders erfolgreich waren unsere "ruhmreichen" Militärs damit in den letzten Jahren nicht wirklich. Warum sollte es jetzt anders sein?
[Arne Nymo]

Entscheidungsschlacht gegen die Piraten

[Lod/Bildschirmwelle Lod]
Es laufen die Boulevardnachrichten "Leute heute in Lod" mit Susanne Rieberg. Susanne sieht in ihrem marineblauem Kleid einfach nur zum Dahinschmelzen aus, sie wendet sich gerade von dem eingespielten Interview mit SPOHA-Trainer Mike Ruberien wieder zur Frontkamera.
"Vielen Dank, Mike. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team für die anstehenden Spiele noch alles Gute."
Plötzlich legt Susanne den Kopf leicht zur Seite, als lausche sie einer imaginären Stimme. Dann knippst sie ihr Profi-Lächeln wieder an und redet ungerührt weiter.
"Sehr verehrte Zuschauer, Bildschirmwelle Lod ist hocherfreut, wieder einmal als Erstes am Puls der Zeit zu sein und erneut mit einer bahnbrechenden Live-Schaltung aufwarten zu können: Denn just in diesem Moment trifft nach unseren Informationen ein Kriegskurier im Hafen unserer schönen Stadt ein und überbringt wichtige Informationen dem Rat. Daher schalten wir nun in den Hafen."

Verwackeltes Bild, ein Reporter mit an der Schulter montierter Kamera hetzt hinter einem Kurier in der Uniform der Lod-Marine hinterher. Der Kurier hat ein atemberaubendes Tempo drauf, der Hafen fliegt nur so dahin. Behände weicht der Reporter den Menschenmassen im Hafen aus, der Kurier hält schnurstracks auf den nächsten PTIV zu. In der Schlange vor dem Aufzug muss selbst ein Militärkurier anhalten. Der Reporter tippt dem jungen Mann auf die Schulter, der Soldat schaut kurz in die Kamera, dann wendet er sich hektisch ab.
"Was für Informationen bringen Sie dem Rat? Was ist dran an den Gerüchten, dass es eine Entscheidungsschlacht gab?"
Die umstehenden Passanten bleiben stehen. Totenstille. Nur das Kreischen der Deckenkräne ist zu hören und das Schwappen des ölverschmierten Wassers im Hafenbecken. Es bildet sich ein Pulk aus Schaulustigen um den Soldaten, der sich panisch umschaut. Im Hintergrund marschiert ein Trupp des Departements an und bahnt sich nicht gerade zimperlich seinen Weg.
"Hören Sie, ich darf Ihnen nichts sagen. Es wird später bestimmt eine Pressekonferenz geben oder so. Bitte, ich bin nur ein Kurier. Bitte lassen Sie mich in Ruhe."
"Aber mein Sohn ist dort draußen", kommt eine schrille Stimme aus dem Pulk der Schaulustigen.
"Meiner auch", wird von einer männlich markanten Stimme hinzugefügt.
"Wir haben ein Anrecht auf Informationen!"
Der Reporter zoomt auf das Gesicht des Kuriers.
"Nun seien Sie nicht so. Wir müssen wissen, wie der Krieg läuft!"
Der Kampf zwischen Ausbildung und Verständnis spiegelt sich im Blick des Soldaten wider. Der Trupp des Departements kommt näher. Nur noch Sekunden, dann werden sie den Kurier dort herausgeholt haben.
Er schaut hektisch in die Kamera.
"Wir haben sie. Wir haben ihnen den Arsch aufgerissen. Bald ist es vorbei. Bald sind unsere Jungs wieder zuhause."
Stille. Dann brandet Jubel auf und bricht sich an den Wänden des Hafens. Das Departement holt den Kurier aus der Menschenmenge. Die Schaulustigen fallen sich in die Arme, der Jubel nimmt kein Ende.

Eine Stunde später. Der Vorsitzende des RDL, Kapitän Ittendock, betritt die Bühne der Pressekonferenz. Hinter ihm die Flagge des RDL, neben ihm die Landeswappen. Auch wenn er sich um einen staatsmännischen Ausdruck bemüht, sieht man ihm seine Freude an. Er kann seine Herkunft als Kapitän nicht verleugnen, er kennt die Sorgen und Nöte der Männer und Frauen an der Front. Dies ist seine Stunde.
"Liebe Bürger des RDL, verehrte Journalisten. Vor einer Stunde hat ein Militärkurier der vereinten RDL-Flotte dem Rat wichtige Nachrichten überbracht. Unsere Frauen und Männer haben einen großartigen Sieg erkämpft, eine große Flotte der Piraten wurde so gut wie vollständig aufgerieben. Zur Stunde wissen wir noch nicht, ob es sich dabei um die Hauptflotte gehandelt hat, aber unsere Geheimdienste gehen davon aus. Nur wenige Feinde sind in der erbitterten Schlacht verschont worden, noch weniger sind entkommen dank ihrer zerlöcherten Boote. Es ist der Größe von Admiral Seel zu verdanken, dass ich Ihnen diese Nachricht überbringen kann. Wie wir bisher wissen, hat die zweite Flotte vor wenigen Tagen einen Treibstoff- und Munitionsaußenposten der Piraten entdeckt, versteckt gelegen in den Klüften nordöstlich von Arbiträa. Anstatt ihn zu zerstören, hat Admiral Seel die Flotten zusammengezogen und eine meisterhafte Falle gelegt, die nun, vor gut zwanzig Stunden, zugeschnappt ist. Eine große Flotte der Piraten - wie gesagt, wir vermuten es war die Hauptflotte - wollte am Außenposten Nachschub aufnehmen und wurden mit heruntergelassenen Hosen erwischt. Seel hat die Falle erst zuschnappen lassen, als der Feind mitten in der Arbeit des Aufmunitionierens und Auftankens vertieft war. Der Schlag war hart und ohne Erbarmen ausgeführt, was nur recht und billig nach den widerwärtigen Angriffen der Piraten auf unsere Zivilbevölkerung war. Es wurden dutzende Piratenschiffe versenkt, die Basis durch vorbereitete Sprengsätze zerstört und der Infrastruktur der Piraten damit ein irreparabler Schaden zugefügt. Unsere Experten sind guter Hoffnung, dass die Angriffe der Feigline schlagartig versiegen werden, schlimmstenfalls zwar noch weitergeführt werden, aber nur noch als schlechter Abklatsch früherer Attacken."
Ittendock stoppt und schaut nachdenklich in die Runde.
"Lassen Sie es mich klar ausdrücken: Dies ist ein Durchbruch. Aber er ist nur deshalb möglich gewesen, weil unsere Scouts so gut gearbeitet und die Basis entdeckt haben. Außerdem verneigt sich der Rat vor der taktischen Finesse von Admiral Seel und den weiteren Admirälen aus dem RDL."
Ittendock nickt und die Runde, kann sich ein zufriedenes Lächeln nicht verkneifen und geht von der Bühne. Die Nachfragen der Reporter werden anschließend vom Pressechef des Rates weiter beantwortet.

Das Blatt wendet sich

[Nachricht auf der Citynet-Seite des Lod-Herold]
Aus allen Teilen des RDL kommen seit Tagen so viele Ausrüstungs- und Schiffswellen nach Lod, dass der Hafen heillos überbelegt ist. Es wurden sogar Hafenarbeiter aus Stawa angeheuert, um dem Ansturm Herr zu werden! Aber von vorne: Der Rat hat vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass die Anti-Piratenflotte massiv aufgerüstet werden soll. Von der Bevölkerung wurde dieser Schritt zwar mehrheitlich begrüßt, die Aussage aber mit einiger Skepsis betrachtet, denn derartiges war in der Vergangenheit schon zu oft zu hören gewesen. Umso erfreulicher ist die Entwicklung der vergangenen Tage: Aus dem ganzen RDL kommen Kampfverbände nach Lod und werden unter der Führung von Admiral Seel zu einer großen Flotte zusammengefasst. Korrektur: Zu mehreren Flotten. Es kamen derart viele Kämpfer mit ihren Booten, dass Seel dazu gezwungen war, die Flotte aufzuteilen, um sie überhaupt nach handhaben zu können.
Nach Aussage des Oberkommandos sind die Vorbereitungen bereits morgen abgeschlossen und die erste Flotte kann in See stechen. Die weiteren folgen in den nächsten Tagen. Dies bedeutet eine Abkehr von der bisher nur mäßig erfolgreichen Taktik, vor allem auf kleine Geschwader zu setzen, die unabhängig voneinander den RDL und die angrenzenden Gewässer auf der Suche nach Piraten durchkämmen. Vielmehr wurden die bisherigen Geschwader mit in die neuen Flotten integriert, so dass nach erfolgreicher Zusammenführung vier bis fünf große Flotten - jeweils mit dreißig und mehr Schiffen - unsere Meere wieder sicher machen werden.
Offiziell ist dies lediglich eine Reaktion auf die nun deutlich verbesserte Ausrüstungssituation. Gut informierten Quellen zufolge dürfte dies wohl eher ein Nebenaspekt gewesen sein, vielmehr waren es der gute Ausrüstungsstand der Piraten und zahlreiche verlorene Schlachten und Scharmützel, die das Umdenken eingeleitet haben.

[Nachrichtenticker des arbiträischen Nachrichtensenders "Pour le peuple"]
+++Weiteres gewonnenes Aufeinandertreffen der RDL-Flotte und der Piraten+++Mehr als dreißig versenkte gegnerische Mittel- und vierzig Kleinstschiffe+++Unsere Opferzahlen gering+++

+++Treibstoffkonvoi des Gegners westlich der UNL vernichtet+++Kampftauchern der Kobul in Verbindung mit Vakten-Geschwader der UNL hauptverantwortlich für Erfolg+++Massiver Schaden für die Versorgungsstruktur des Feindes erwartet+++

Mehr Schiffe!

[Lod/Nachrichtenticker des Lod-Herold]
Nachrichten von der Front: +++ Mehrere Zusammenstöße unserer Jungs und Mädels mit den Piraten +++ Drei Piraten-Außenposten zerstört, alle nördlich von Arbiträa oder Scientia gelegen +++ Flotte orientiert sich folgerichtig weiter Richtung Norden, es werden weitere Piratenverbände dort vermutet +++

[Scientia/Nachrichtenflash der Logika-News]
Schwere Niederlage des dritten URT-Verbandes! Obwohl dies der Verband mit der größten Scientia-Beteiligung ist und sogar mit einem Combatant-P ausgestattet ist, wurde der aus insgesamt zehn MIttel- und dreißig Kleinstschiffen ausgestattete Verband fast völlig zerstört. Dem Feind wurde ebenfalls schwerer Schaden zugefügt, aber bis auf den Combatant-P und eine Beschützer-Klasse sind alle unsere Schiffe versenkt worden! Wir trauern mit den Familien!

[Auszug aus der Polit-Talkshow "Um Drei bei Perlwei"/Lod]
Kamera zoomt auf das gerötete Gesicht des RDL-Abgeordneten aus Lod, Frau Dr. Rena Schaul. Sie spricht vehement mit der Moderatorin, der Lod-Berühmtheit Sandra Perlwei.
"So kann es nicht weitergehen! Unsere Truppen sind zwar oft siegreich, aber der Feind ist unerwartet gut ausgerüstet! Wir brauchen mehr Material! Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet die UNL als ach so tolle Piratenjäger und die ach so technologisch überlegenen Scientianer die wenigsten Truppen und Schiffe geschickt haben! Sowohl in Absolutzahlen, aber auch relativ zu ihrer Marine. Selbst die Kobul haben mehr Schiffe geschickt! Die Kobul, das muss man sich mal vorstellen! Wenn wir diesen Kampf gewinnen wollen - und das müssen wir - müssen wir jetzt in die Offensive gehen und das braucht nunmal Material, das muss doch jeder einsehen!"

Der Feind hat aufgerüstet!

[internes Memo von LND-Agentin Melanie Jiwrschik an Ihre Vorgesetzten in Lod]

Memo
Agentin Melanie Jiwrschik
derzeit stationiert im Außeneinsatz, Operation "Auge um Auge", auf der LZS "Wasser marsch" (Orca-Klasse")

Ich berichte von der gestrigen Schlacht, in die unser Verband bei den Ihnen bekannten Koordinaten nordlich der Haupthandelsroute Arbiträa-Lod verwickelt wurde. Zu diesem Zeitpunkt umfasste unser Verband zwei Orca-Klassen, drei Tortue mit insgesamt 45 Requins, zwei Bergungs-Handlares (jeweils mit Taucher-Klasse), fünf Vakten-II, vier Scouts und drei militärische Weras. Wir fuhren in aufgefächerter Stern-Formation mit den Orcas als Mittelpunkt und durchsuchten das Gebiet mit dem Auftrag, mögliche Piratenbasen zu orten und zu zerstören, dito für Feindverbände. Beim Durchstoßen einer großen Thermokline orteten unsere Scouts plötzlich einen größeren Feindverband, geschätzt 25 Schiffe aller Größenordnungen. Vizeadmiral Michels gab den Befehl zum Angriff. Der folgende Kampf entpuppte sich allerdings als schwerer als geplant. Anstatt gegen die üblichen Schiffsklassen von Piraten - also vor allem Vakten-I, altersschwache und umgebaute Zivilschiffe und ein paar Requins, anzutreten - bekämpfte uns der Feind mit Technologie auf Augenhöhe. Neben gut einem Dutzend Vakten-Klassen (alles Vakten-II) traten wir auch gegen zwei Tortues, jeweils voll Requin-bestückt an. Die Existenz der nun in Piratenhand befindlichen Tortues erklärt auch, warum wir bisher keine Basen finden konnten: Die Operationsreichweite ist durch die Trägerschiffe deutlich erhöht, wir werden den Suchradius nach den eigentlichen Basen also erweitern müssen. Der Feind verfügte ferner über umgerüstete Zivilschiffe - wie zu erwarten - allerdings waren diese weder altersschwach noch schlecht ausgerüstet. Vielmehr waren sie auf einem Level mit von uns umgebauten Kampfschiffen auf Basis ziviler Handelsschiffe (hier vor allem Handlares-Klassen, aber auch Feroces).

Dank der zahlenmäßigen Überlegenheit siegten wir - wobei hier darauf hingewiesen werden muss, dass unser Verband eher am oberen Ende der bisher in Operation "Auge in Auge" eingesetzten Verbände operiert. Leider hatten wir ebenfalls Verluste zu beklagen: Drei Vakten-II, eine militärische Wera und fünf Requins. Eine Tortue wurde schwer beschädigt und musste den Heimweg antreten, die restlichen Schiffe können im Einsatz repariert werden. Mein Lob an dieser Stelle für die Idee, Bergungs-Handlares mitzuschicken! Nur dank ihrer Hilfe war es uns möglich, zwei der versenkten Piraten-Vakten-II zu bergen (die übrigen Schiffe waren in Einzelteile zerrissen worden, so dass nichts zu bergen war). Auch wenn die Besatzung nicht überlebt hatte, gab es dennoch aufschlussreiches zu finden: Zuallererst muss leider gesagt werden, dass die Hauptcomputer durch wohl vorbereitete Sprengladungen zerstört worden waren, so dass wir leider keine Ortungsdaten herausfinden konnten. Aber das von uns aufgefundene Ausrüstungslevel lässt Schlüsse zu: Die Piraten sind deutlich besser versorgt als zu jedem früheren Zeitpunkt. Fast nagelneue Waffen, Schiffe in fabrikneuem Zustand, Chips mit der aktuellsten Ortungs- und Zielsoftware und noch vieles mehr. Auswertungen der Aufzeichnungen unserer Schiffe ergeben allerdings, dass die neue Ausrüstung der Piraten nur unterdurchschnittlich gut genutzt wird, das volle Potential - insbesondere im Unterschied Vakten-I zu Vakten-II - wird bisher kaum genutzt. Als ob die Piraten erst kürzlich an die neue Ausrüstung gelangt wären und noch überhaupt nicht ausreichend geschult.

Unter den Leichen haben wir vom Aussehen her nicht nur die üblichen Verdächtigen erwischt. Es waren auch Frauen an Bord, die sich mit merkwürdigen Ketten behängt hatten und zum Teil in ihren Haaren oder an der Kleidung mir unbekannte Fetzchen (zum Teil hart, zum Teil streichelzart) hängen hatten. Der Bordmediziner der LZS "Wasser marsch" kannte auf Basis seines Artefakt-Hobbys die "Fetzchen" und identifizierte sie als bunte, kleine Vogelfedern. Seinen diesbezüglichen Ausführungen konnte ich zugegebenermaßen mangels tieferer Prä-Wassergang-Biologie-Kenntnisse nicht folgen, sein Bericht hängt diesem Memo allerdings an. In Kurzfassung: Federn eines kleinen Ziervogels, vom Alter her jünger als fünf Jahre und somit in jedem Fall Post-Wassergang, obwohl diese Tiere im RDL unbekannt sind! Darauf vermag ich mir ehrlich gesagt keinen Reim zu machen und werde die Beobachtungen fortsetzen.

Nachrichtenlage rund um die Mobilmachung

[Lod/Lod-Express]
RDL-Vorsitzender Ittendock hätte es letzte Woche nicht treffender ausdrücken können: Wir sind ein Volk. Wir müssen in diesen schwierigen Zeiten zusammenstehen. Und die allgemeine Mobilmachung ist der richtige Schritt. Wir haben unseren Reporter Daniel Jewandrschik auf eine kleine Reise durch Lod geschickt, um die allgemeine Stimmungslage für uns auszupingen. Daniel, dein Einsatz:

"Gerne, liebe Redaktion. Ich stehe hier gerade auf der Promenade des Sündenpfuhls, um mich das bewegte Leben, die Promenade ist proppenvoll. Wer gedacht hatte, dass die Mobilmachung zu einer allgemein ängstlichen Stimmung führen würde, sieht sich eines besseren belehrt: Die Leute sind in Feierstimmung. Sie da! Ja, genau sie mit dem grünen Hemd. Was denken Sie über die Mobilmachung?

Passant: Klasse Sache. Super, Ittendock! Wir werden diesen Rohrkrepierern den Arsch versohlen! Yehaaa!
Reporter: Sie machen so einen gelösten Eindruck?
Passant: Endlich ist die Zeit der Angst vorbei. Endlich handeln wir wieder. Und versohlen ihnen den Arsch!

Bei aller Wiederholung, der Mann hat Recht. Und dies ist auch der allgemeine Eindruck, den ich hier in Lod gewinnen konnte. Alle freuen sich, dass endlich der Rat mal wieder was tut für sein Geld. Dass der RDL endlich die Führung übernimmt und nicht mehr den Piraten das Feld überlässt."

Vielen Dank, Daniel. Die folgenden Kurzmeldungen passen dabei ins Gesamtbild:

"Piratenjagd ist das meistverkaufte Videospiel"
Wie Analog Arts bekannt gab, ist "Piratenjagd" nur eine Woche nach Veröffentlichung das meistverkaufte Videospiel aller Zeiten. Für alle gängigen Systeme veröffentlicht, konnte dem kleinen Entwicklerstudio Analog Arts wohl nichts besseres passieren, als dass zeitgleich mit der Veröffentlichung die allgemeine Mobilmachung angekündigt wurde. "Piratenjagd" ist eine Mischung aus Boot-Shooter und 3D-Geballer in düsteren Gängen von Piratenbasen. Und am Ende siegt der RDL. Wie passend.

"Amateur-SPOHA-Liga setzt Spiele aus"
Da durch die allgemeine Mobilmachung mehr als die Hälfte aller Spieler zu den Waffen gerufen wurden, hat die lodtsche Amateur-SPOHA-Liga den Spielbetrieb bis auf weiteres auf Eis gelegt. Der Vorsitzende des Vereins, Michael Jawrak, dazu: "Auch wenn uns diese Pause natürlich ärgert - einige Spieler hätten vielleicht den Sprung in die Profi-SPOHA-Mannschaften geschafft - freuen wir uns, dass so viele unserer gut durchtrainierten Spieler für den RDL in den Krieg ziehen. Das zeigt wieder einmal, wie toll unser Training ist und was für tolle Jungs hier in der Amateur-Liga für unsere Teams Woche für Woche für ein Taschengeld die Zuschauer unterhalten."

"´Vorwärts, RDL´ und die RDL-Flagge stehen hoch im Kurs"
Das rockig-harte Lied "Vorwärts, RDL", der Band "Lod-Harpune", hat eingeschlagen wie ein Torpedo! Das patriotische Lied, in dem die Leidensfähigkeit des RDL, seine tapferen Bewohner und der unbeugsame Wille aller Bürger besungen wird, hat sich direkt von Null auf Eins in die Lod-Charts katapultiert. Sängerin Eva Menda sagte dazu: "Es ist der absolute Wahnsinn! Wir wollten einfach nur unseren Frust über die Sesselpfurzer-Politik des Rates in ein Lied schreiben und nun handeln Ittendock und Schnarch-Konsorten wirklich! Es ist unglaublich! Vorwärts, RDL!" Der Song hat sich in den letzten Tagen zu so etwas wie der inoffiziellen Hymne der Mobilmachung entwickelt und wird allerorten hoch- und runtergespielt. Die Beats und vor allem die schaurig-schöne Stimme von Menda prägen sich aber auch wirlich ein. Vorwärts, RDL!
Zur allgemeinen Hochstimmung rund um die Mobilmachung darf natürlich auch diese Meldung nicht fehlen: Die RDL-Flagge ist in so gut wie allen Geschäften ausverkauft! Was wir sonst nur zu Zeiten großer Sportereignisse - und dann auch nur von den Länder-Flaggen - kennen, trifft nun auch das Banner unseres Bündnisses. Jeder, der etwas auf sich hält, hat die Flagge in seiner Wohnung aufgehängt und ein zweites Exemplar in seinen gangseitigen Türspalt geklemmt. Von den ganzen beflaggten Cafés, Bars und Kneipen ganz zu schweigen. Wer keine Flagge hat, ist out!

[Anmerkung der Redaktion: Eine Abbildung des RDL-Logos finden Sie im Hardcover-Grundregelwerk auf Seite 13.]

Mobilmachung!

[Sonderansprache des RDL-Vorsitzenden Ittendock, gesendet über alle Nachrichtensender und nachzulesen im Citynet]
Liebe Mitbürger des ganzen RDL,

in den vergangenen Monaten ist die Gefahrenlage im RDL sprunghaft gestiegen. Ein gewisses Hintergrundrauschen an Piratenüberällen konnten selbst unsere tapferen Kämpfer aus Arbiträa und der UNL nie wirklich verhindern, aber das, was derzeit über uns hereinbricht, gleicht mehr einem Guerillakrieg, als den üblichen Raubüberfällen. Die Mitglieder dieses Rates sind in den vergangenen Tagen überein gekommen, dass spätestens mit dem Untergang der LZS "Neuer Morgen" das Faß voll ist: Wir lassen uns von den Piraten nicht mürbe machen, wir lassen uns nicht ihren Krieg aufzwingen, wir lassen uns nicht in Panik vor ihnen hertreiben! Jetzt sind wir es, die den Steuerknüppel in die Hand nehmen und diesem Abschaum zeigen werden, wo das Meer am tiefsten ist!

Ich verneige mich vor der Weisheit aller Ratsmitglieder und vor allem auch der Großzügigkeit jedes RDL-Landes. Denn eine allgemeine Mobilmachung wurde beschlossen! Jedes Land stellt Kontingente, alle kämpfen mit gegen diese Gefahr. Dabei werden wir nicht nur Jagd auf die Piraten machen, sondern auch auf die Saboteure, die in den stawischen Stahlwerken für Angst und Schrecken sorgen. Dies alles wird aufgeklärt! Daran werden wir uns messen lassen! Wie zu Zeiten des Liberty-Kriegs unterstellt jedes Land sein Kontingent dem gemeinsamen Kommando der URT, der unabhängigen Ratstruppe. Jedes Land entsendet seine besten Befehlshaber, seine schlagkräftigsten Waffen und erfahrensten Piloten und Kämpfer. Wir werden die Piraten jagen, bis sie mit Mann und Frau untergegangen sind. Wir werden nicht zögern und auch kein Mitleid zeigen, denn die Zeit der zögerlichen Reaktionen ist vorbei! Es wird nur die notwendigsten Gefangenen geben, alles andere wird versenkt, als Strafe und auch als Warnung für die Zukunft. Diese Doktrin ist mit allen Ländern abgesprochen und ich möchte mich an dieser Stelle insbesondere bei Arbiträa bedanken, deren eigentliche Vorgehensweise gegen Piraten normalerweise etwas sanfter ausfällt, dass auch sie den Vernichtungsfeldzug mit durchziehen werden.

Das Oberkommando wird erneut Lod-Admiral Seel übergeben. Dem Mann, der uns bereits im Konflikt mit Liberty gezeigt hat, was für ein erfahrener, was für ein guter Schlachtenführer er ist. Er hat - ebenso wie die jeweiligen Länderadmiräle die wie im Libertykrieg unter Seel dienen werden - mein absolutes, mein unerschütterliches Vertrauen.

Liebe Mitbürger, es ist egal, woher wir kommen. Ob wir den Pakt aus Blut&Stahl für eine gute Idee, oder eine Gefahr für den Zusammenhalt des RDL sehen. Ob wir glauben, dass Scientia zu unser aller Nutzen mit Liberty spricht oder uns hinterrücks verrät. Oder welche Vorurteile wir sonst noch haben. Vergesst sie! Wir müssen Seite an Seite stehen, gemeinsam werden wir diese Brut zurück in die Hölle schicken und den RDL wieder sicher machen!

Wer gemeinsam Blut vergossen hat, ist eines jeden Bruder oder Schwester! Wir sind Bürger unserer Länder, aber zuallererst sind wir Bürger des RDL. Wir ziehen in den Kampf! Gemeinsam! Für den RDL! Für die Freiheit!

Mobilmachung?

[Lou] Leute, da brodelt was hinter den Kulissen. Habt ihr schon von den Tacticiens gehört?
[NobodysChild] Hmm? Sorry, bin grad erst aufgestanden. Was ist?
[Lou] Die Arbiträer haben über die Hälfte ihrer Tacticiens, die auf Piratenjagd draußen waren, wieder zurück in die Heimat beordert.
[Arne] Ok, klingt merkwürdig. Passt aber zu meinen Infos, dass in Scientia plötzlich wieder die Sicherheit vor den Rüstungswerken verstärkt wurde, wie damals zu Zeiten des Liberty-Kriegs. Da baut wohl jemand hektisch neue Waffen.
[NobodysChild] Allgemeine Mobilmachung? Oder was ganz anderes?
[Lou] Kann mir ehrlich gesagt kaum was anderes vorstellen. Haben die Anschläge wohl doch dafür gesorgt, dass ein paar Leuten der Arsch auf Grundeis geht.
[NobodysChild] Oder die plötzliche Berichterstattung über die zwei weiteren Anschläge, die erst verheimlicht worden sind.
[Arne] *sichpfeifendindieEckesetzt*
[Lou] Jaja, Arne, wir wissen, wem wir das zu verdanken haben. Du hältst so gut dicht wie ein zusammengeschossener Requin.
[Arne] Musste aber sein, sonst wäre nie was passiert.
[Lou] Musste es denn gleich der Lod-Express sein, das die Story erhält? Dieses Schmierblatt? Oder hast du keine besseren Kontakte?
[NobodysChild] Och bitte, Jungs, haltet das Schott. Wartet mal, ich bekomm da grad ne neue Meldung rein.

[Nachrichtenticker auf der Citynet-Seite des Lod-Herold]
Hektik hinter den Kulissen?
Wie wir soeben erfahren haben, hat der RDL allen Bediensteten des Rates, die Geheimhaltungsstufe 3 oder höher aufweisen, bis auf weiteres den Urlaub gestrichen und Präsenzpflicht anberaunt. Ferner konnte Ronny Schlauch, unser Politik-Experte vor Ort, mit eigenen Augen sehen, wie kurz nacheinander mehrere hochdekorierte Veteranen des Liberty-Kriegs zu Konsultationen in ihren Länderbotschaften und anschließend beim Rat waren. Dass der Rat ferner nun seit zwei Tagen ununterbrochen tagt, obwohl die nächste reguläre Sitzung erst Mitte der Woche wäre, tut ihr übriges dazu, den Eindruck hektischer Betriebsamkeit aufrecht zu erhalten.

[Arne] Da können wir uns ja auf ein paar pathetische Worte in den nächsten Tagen einstellen. "Liebe Bürger, wir dürfen unsere Augen nicht mehr vor der drohenden Gefahr verschließen. Wir, der RDL, haben einen Auftrag, unsere geschätzten Bürger stets zu schützen und nehmen diesen sehr ernst. Erst recht, wenn diese Bürger wir selbst sind und uns der Arsch weggebombt wird."
[NobodysChild] *lach*
[Lou] War was? Sorry, war grad kurz im Onlinebanking. Rüstungsaktien kaufen.
[Arne] Alter Kriegsgewinnler!
[NobodysChild] *seufz* Egal, Jungs. Ich denke, wir können davon ausgehen, dass in den nächsten Tagen entweder a.) eine allgemeine Mobilmachung stattfindet. Oder b.) gerade ein chirurgisch feiner Präzisionsschlag gegen die Piraten und Saboteure geplant wird, von dem die Öffentlichkeit nix mitbekommen soll.
[Arne] So wie Lou, der durch die Aktienorder klargemacht hat, dass er von "Menschenragout in Salzwasser" in den nächsten Wochen ausgeht, sehe ich es auch.
[NobodysChild] Dito.
[Lou] Bei allen Kobul, diese Eintracht. Ist ja grausam. ;-)

Lou/ArneNymo/NobodysChild: Chat zu den Anschlägen

[Lou] Diese sch... Nachrichtensperre rund um die Anschläge gilt immer noch. Die Massen werden künstlich dumm gehalten.
[NobodysChild] Eine echte Überraschung, Lou, eine echte Überraschung. Was hast du erwartet? Eine Pressemitteilung des LND? "Ja, es gab Anschlägen, nein, wir wissen nicht, wer es war. Nein, wir schwimmen völlig im Dunkeln." Wäre das besser gewesen?
[ArneNymo] Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass der LND GAR NICHTS weiß.
[NC] Glaub es mir, meine Kontakte sind da eindeutig.
[Lou] Spuren an den Waffen, beispielsweise am Armbrustbolzen, der den Leibwächter von Pierre Marchand tötet?
[NC] Nix, rein gar nix. Dito für die Giftgasbombe im Restaurant "Cuisine d´ Luc", die für Rena Schaul gedacht war
[ArneNymo] Zwei Anschläge und keinerlei Beweise. Hör da nur ich den Schraubenantrieb des Netzwerks?
[NC] Zwei? Sagt bloß, ihr wisst nichts von den anderen beiden? Jungs, ich bin enttäuscht!
[Lou] ???
[NC] *seufz* Also: Zeitgleich haben zwei weitere Attentate stattgefunden. Diese konnten vom LND bisher unter der Decke der Nachrichtensperre gehalten werden. Auch Irina Kantner und Gaja Nandel haben fast mit den Fischen gesungen!
[ArneNymo] Ich glaub, ich muss ein paar von meinen Kontakten mal vors Schienbein treten. Nein, ich geb ehrlich zu, ich wusste es nicht. Walkacke! Wie liefen die beiden anderen denn ab?
[NC] Einmal Gift im Drink, das war bei Kantner der Fall. Hat in der Disco "Hexenkessel" in Lod3 einen mit ihren Freundinnen und Assistenten getrunken. Einer ihrer Begleiter hat - schon angetrunken - zum Spaß allen anderen ihre Drinks weggenommen und auf ex runtergekippt. Zwei Minuten später: Herzstillstand. Tot.
[Lou] Ein Freund, ein guter Freund, das ist das ...
[ArneNymo] Pietätlos wie immer, Lou.
[NC] *lach* Stimmt trotzdem. Gaja Nandel wiederum hätte fast wortwörtlich Bekanntschaft mit den Fischen gemacht: Ihre private Seehecht-Klasse hat in Stawatycze angelegt. Sie stand gerade in der Schleuse zwischen ihrem Schiff und dem Andockpylon, als "zufällig" ein Druckabfall auftrat, sich Risse in der Schleusenverbindung zeigten und es wären nur noch wenige Sekunden gewesen, bis die Nahtstelle gerissen wäre. Aber glücklicherweise ist ihr erst seit wenigen Tagen angestellter Haus- und Hofberater Psioniker und hat sie - wie auch immer - da raus gebracht.
[ArneNymo] Glaubt hier irgendwer an Zufälle? Hände hoch? Keiner? Dachte ichs mir doch.
[Lou] Die Attentäter scheißen sich wahrscheinlich gerade ein. Derart Pech am laufenden Band zu haben ... unglaublich.
[NC] War wohl ne Mischung aus dummen Zufällen, heldenhaften Leibwächtern und schlicht und ergreifend zu wenig Informationen. Klingt nicht wirklich wie von langer Hand geplant, sondern eher kurzfristig angesetzten Attentaten.
[Arne] Jepp. Aber seht ihr die Verbindung?
[Lou] Auch wenn ich es ungern zugeb: Nein. NobodysChild?
[Arne] Stopp! Lass mir den Spaß, NC. Jetzt lass mich glänzen.
[NC] Bitte! *lach*
[Arne] *trommelwirbel* Alle vier RDL-Abgeordneten haben bei der Abstimmung kürzlich - "Aktionen gegen die Piraten/Saboteure oder nur Beileidsbekundungen" - FÜR direkte und harte Aktionen gegen die Piraten gestimmt. Da will wohl jemand verhindern, dass sich der RDL doch noch dazu aufrafft, seinem Auftrag mal endlich gerecht zu werden.
[Lou] Hmmm.
[Arne] Was?
[Lou] Das macht die Nachrichtensperre noch lächerlicher. Der RDL hätte über die Anschläge die Chance, endlich mal wieder massive patriotische Wallungen im Normalbürger auszulösen. Gerade wenn bekannt würde, wofür diese Abgeordneten gestimmt haben.
[NC] Aber dann müsste man ja handeln und das will der RDL nicht. Lieber Sesselpfurzen und für nix dasselbe Geld bekommen.
[Arne] Wir werden sehen. Ich lass mal ein paar Infos zu meinen Redaktionskontakten durchsickern. Die kommenden Tage werden spannend, meine Lieben.

Regiert jetzt der Terror in Lod?

[Lod/Lod-Express]
Nachdem Rena Schaul gestern im "Cuisine d’Luc" beinahe einem Giftanschlag zum Opfer gefallen wäre, kam es zu einer unvergleichlichen Attentatsserie auf RDL-Mitglieder. Nur drei Stunden später wurde das Appartment von Kai Buschmüllertz von einer Bombenexplosion verwüstet, bei der seine Haushälterin getötet wurde. Das Ratsmitglied wurde - wie durch ein Wunder - nur leicht verletzt. Bevor die Ermittlungen zu beiden Anschlägen aber erste Ergebnisse bringen konnten, wurde ein Leibwächter von Pierre Marchand durch einen Armbrustschuss getötet.

Weitere Details waren wegen der verhängten Nachrichtensperre nicht erhältlich, allerdings sprechen gut informierte Kreise von einem regelrechten Angriff, der den RDL in seinen Grundfesten erschüttern könnte. Bis auf Weiteres wurden alle Veranstaltungen bei denen ein Mitglied des Rates anwesend sein sollte verschoben oder abgesagt und die Politiker erhielten ein dreifaches Aufgebot an Personenschützern. Trotzdem muss man sich fragen, ob diese Maßnahmen ausreichen, denn wer ist denn bei uns noch sicher, wenn innerhalb von so kurzer Zeit drei der mächtigsten Personen Lods dem Tod ins Angesicht blicken mussten?

Teilweise gewalttätige Demonstrationen im RDL!

[Demos, das Politik-Blog]
Der RDL sollte ein Zusammenschluss seiner Bürger sein, geführt von weisen Regierungen, die die Wünsche der Einwohner aufgreifen, zu Kompromissen aller Völker schmieden und dann umsetzen. Stattdessen kommen derartig lächerliche Entscheidungen wie der der Vorwoche heraus, den "Angehörigen ihr Beileid auszudrücken" und sich "solidarisch mit allen betroffenen Bürgern zu erklären". Aber in einer Demokratie ist die Regierung nicht durch Kobul Gnaden, sondern durch das Volk eingesetzt. Ein Fakt, den sich der RDL noch lange vor Augen halten wird bei den Ereignissen der vergangenen Tage. Beginnen wir chronologisch hinten:

Donnerstag: In Stawatycze versammelt sich eine aufgebrachte Menschenmenge vor dem Regierungssitz und skandiert laut Parolen gegen die eigene Regierung allgemein und den Rat der Länder im speziellen. Die Lage ist angespannt, aber bis auf kleinere Pöbeleien bricht keine Gewalt aus.

Freitag: In Scientia - das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen - bricht Gewalt aus. Ausgerechnet im sonst so beherrschten Staat der Logik kommt es bei einer Kundgebung im Hafen von Logika zu Ausschreitungen, bei denen dutzende Demonstranten und fünf Polizisten zum Teil schwer verletzt werden. Augenzeugen sprechen von einer Stimmung wie kurz vor einem Staatsstreich. Die Menge fordert offen den Austritt Scientias aus dem RDL, wenn dieser nicht endlich durchgreife.

Samstag: Nachdem es in den vergangenen Tagen auch in Lod zu kleineren Demonstrationen und mancher Schlägerei zwischen Departement und Bürgern gekommen ist, bricht nun das Chaos aus: Wieder hatte sich eine Menschenmenge versammelt, diesmal mitten auf der Promenade des Sündenpfuhls. Sie forderten den Schutz der Bürger vor den Piraten und ein Ende der Börsentalfahrt, ausgelöst durch die Stahlsabotage in Stawa. Als die Stimmung auf ihrem Höhepunkt angekommen war, gab der Departement-Präsident Befehl, die Menge einzukesseln, die Wortführer zu verhaften und die unangemeldete Versammlung aufzulösen. Und was geschah? Nichts! Die einfachen Polizisten des Departements weigerten sich. Einige liefen sogar zu den Demonstranten über, gaben ihre Waffen an die staunenden Kollegen und stimmten je nach Gemüt mit ein in die vielstimmigen Rufe  entweder nach Stabilität oder Vergeltung für die schweren Schicksalsschläge der letzten Zeit. Das Departement war ratlos, aber gerade dadurch, dass die Demonstranten sahen, dass selbst Polizisten auf ihrer Seite standen, beruhigte sich die Lage wieder. Die Rufe wurden zwar lauter, aber die bis dahin in der Luft schwebende Stimmung kurz vor einem massiven Gewaltausbruch verschwand. Stattdessen zog die Menge geschlossen bis nach Lod4, stellte sich auf Ebene 0 direkt unter die Börse und rief ihre Forderungen nach oben. Dass sie die zwei Decken - also einmal durch bis zur Börse und dann noch eine Decke durch bis zum RDL-Saal - durchdrangen war zwar unmöglich, eindrucksvoll war es aber nichtsdestotrotz.

Nun gibt es aus der Sicht eines einfachen Bloggers genau zwei Möglichkeiten: Der RDL reagiert und macht sich die Stimme der einfachen Bürger zueigen, nimmt den Steuerknüppel in die Hand und führt endlich einmal. Oder der RDL wird aufhören zu existieren und zerbricht mit weiteren Lippenbekenntnissen in seine Einzelbestandteile.

RDL-Krisensitzung endet (nur) mit Solidaritätsbekundung

[Lod/Meeresspiegel]
Gestern trafen sich die Mitglieder des RDL in einer außerplanmäßigen Krisensitzung, um über die aktuell stark ansteigende Anzahl von Piratenangriffen zu beraten. Die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinde Besprechung dauerte bis spät in den Abend, was nach zuverlässigen Quellen hauptsächlich an den unterschiedlichen Interessen der Ländervertreter lag. Selbst die Ratsmitglieder aus den betroffenen Ländern Lod, Arbiträa und Scientia sollen sich uneinig über die zu beschließenden Maßnahmen gegen die außergewöhnlich gut ausgerüsteten Piraten gewesen sein. Die anderen Länder maßen der Situation anscheinend ein sehr viel geringeres Gefahrenpotential zu und wollten angeblich keine „überhasteten und aufwändigen Militäraktionen“ unterstützen.
Am Ende der Sitzung wurde den wartenden Pressvertretern lediglich eine Solidaritätsbekundung des RDL für alle betroffenen Länder vorgetragen, die allen Menschen, die sich von den Piratenangriffen unmittelbar bedroht fühlen, nicht die Angst vor solchen brutalen Überfällen nehmen dürfte.

Im Anschluss führte der Meeresspiegel ein Interview mit dem lodtschen Politikexperten Rainer Vanhovenstedt, seines Zeichens Autor des Buches "RDL: Unsere Heimat, unser Schicksal", das im vergangenen Jahr zehn Wochen die Meeresspiegel-Beststellerliste anführte. Der streitbare, aber anerkannte Experte spricht klare Worte:

Meeresspiegel (MS): Herr Vanhovenstedt, der RDl konnte sich lediglich zu einer so genannten "Solidaritätsbekundung" durchringen. Zu wenig?
Vanhovenstedt (VHS): Absolut. Diese Bekundung ist ein Schlag ins Gesicht aller Angehörigen, die in den vergangenen Wochen Familienmitglieder verloren haben. Aber es ist auch eine Beleidigung aller denkenden RDL-Bürger.
MS: Harte Worte.
VHS: Noch nicht einmal annhähernd hart genug. Es ist schlicht ein Witz, was sich der Rat hier geleistet hat. Bürger sterben vor ihren Augen. Piraten überfallen ungestraft Nahrungsmittelkonvois, Fracht- und Linienschiffe, unbekannte Saboteure sorgen für eine Stahlkrise, die die ganze Wirtschaft herunterzuziehen droht und was kommt? Eine "Solidaritätsbekundung". Lächerlich. Wenn das so weiter geht, steht der RDL vor dem Aus.
MS: Welche Maßnahmen hätten Ihrer Meinung nach ergriffen werden müssen. Und wie sehen Sie die weitere Zukunft?
VHS: Der RDL hat eigentlich die nominelle Stärke, den Ereignissen die Stirn zu bieten und sogar gestärkt - da geeint - aus der Angelegenheit herauszukommen. Stellen Sie sich einmal vor: Eine geeinte RDL-Flotte, wie vor einigen Jahren beim Liberty-Konflikt, patrouilliert für alle sichtbar die Haupthandelsrouten. Eine gemeinsame Polizei des RDL überwacht die wichtigsten, von den Ländern gemeinsam benannte Wirtschaftsstandorte. Gemeinsamer Geleitschutz für alle Linienschiffe.
MS: Teure Vorschläge
VHS: Aber dadurch nicht weniger richtig. Es ist allein schon ein Skandal, dass hier überhaupt in LEX gedacht werden muss. Nicht Geld sollte hier der Hintergrund des Gedanken sein, sondern der, wie wir alle gemeinsam den RDL schützen und stärken können.
MS: Zurück zur Zukunftsfrage, die wir eben stellten.
VHS: Ich sehe genau zwei Möglichkeiten: Entweder der RDL reißt sich zusammen und stellt annähernd das auf die Beine, das ich eben skizziert habe, von mir aus auch in einer etwas abgespeckten Version ohne die Polizeitruppe, oder aber er bleibt bei rhetorischen Gefechten und Beleidsbriefen. Dann aber können wir uns vom RDL verabschieden und befinden uns in kürzester Zeit wieder in der Kleinstaaterei und Grenzkriege unserer Vorfahren.
MS: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch, Herr Vanhovenstedt.

Nur mal am Rande: Die Preise für Söldnereinsätze sind zuverlässigen Quellen zufolge in den letzten Wochen gerade explodiert! Außerdem wird wie wild rekrutiert. Wer auch nur halbwegs fähig aussieht, ist gebucht. Ob ich mein Leben einem solchen Geleitschutz anvertrauen wollte, sei ich mal dahingestellt. Ich erwarte jeden Tag Nachricht über irgendeinen überforderten Möchtegernsöldner, der aus Versehen eine wilde Schießerei auslöst. Gefährliche Zeiten, gefährliche Zeiten.
[Arne Nymo]

[Anmerkung der Redaktion: Preise und Hintergründe zu Söldnereinsätzen finden Sie im Quellenbuch "Chaos und Ordnung - Arbiträa/BFS", Seite 23 ff.]

Nahrungsmittelkonvois überfallen!

[Port Principal/Logika/Lod-Herold]
Eilmeldung: Zwei Nahrungsmittelkonvois, die auf der Route Scientia-Arbiträa die Haupthandelsroute befuhren, wurden überfallen und entführt. Dan Grakers, seines Zeichens Kurierbote, konnte in seiner Kuriermakrele alles vor Ort beobachten und kann sich glücklich schätzen, noch unter uns zu weilen. Nach seiner Ankunft in Logika - er war auf der umgekehrten Richtung auf der Haupthandelsroute entfernt - übergab er sofort seine Aufzeichnungen dem LND, die seinen Bericht vor wenigen Minuten bestätigten. Demzufolge haben noch unbekannte Angreifer die beiden Konvois - bestehend aus jeweils zwei Koloss-Klassen plus Geleitschutz - auf gut der Hälfte der Strecke überfallen, mit Vergifter- und Netztorpedos außer Gefecht gesetzt und haben anschließend die Schiffe Richtung Norden entführt. Der Geleitschutz wurde vollständig aufgerieben und versenkt. Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Kaltblütigkeit, mit der vorgegangen wurde, sondern vor allem der generalstabsmäßige Ablauf und die für Piraten überaus gute Bewaffnung. Es kamen nicht nur teure Spezialtorpedos zum Einsatz, sondern auch verschiedene Jäger- und Enterschiffe, allen voran Requin, aber auch Vakten-I und sogar mehrere aufgerüstete Scout-Klassen, was auf einen finanziell gehobenen Hintergrund schließen lässt. Die Konvois waren jeweils mit Algengrundmasse bzw. bereits verarbeiteten Algenlebensmitteln wie Suppen und Saucen beladen, der Schaden geht - ohne die teuren Koloss-Klassen - in die hunderttausende.

Charterer der Konvois waren mehrere mittelständische arbiträische und scientianische Lebensmittelunternehmen. Sie gaben eine gemeinsame Erklärung heraus, in denen sie den Familien der Piloten und Geleitschützer ihr Beileid aussprechen. Nur eine Stunde nach Bekanntwerden der neuerlichen Tragödie kam es im Hafen von Lod zu einer unangemeldeten Demonstration gegen die RDL-Regierung, bei der ihr Unfähigkeit in der Piratenbekämpfung vorgeworfen wird.

Die Angst geht um - Ein Interview mit Prof. Edna Barrns

[Lod/Meeresspiegel]

Der Meeresspiegel sprach anlässlich des achten Lod-Psychologenkongresses mit Prof. Edna Barrns von der Sutterfield-Privatuniversität in Lod1, ihres Zeichens eine der bekanntesten Expertinnen für Massenverhalten und die psychologische Auswertung von Straftaten.

Meeresspiegel (MS): Professorin, dürfen wir Ihnen ein paar Zahlen vorlesen?

Prof. Edna Barrns (EB): Natürlich gerne. Auch wenn ich anhang des Logos auf Ihrem Datenpad bereits sehe, woher die Zahlen stammen. [Sie lacht]

MS: Nichts anderes hatten wir erwartet. Vor uns haben wir den Verbrechensbericht des Lod-Departements der vergangenen Woche. Eine Zunahme der mit Gewalt verbundenen Straftaten und Vergehen um plus 53 Prozent gegenüber dem Vormonat. Als wäre diese Zahl nicht schon schlimm genug, hatte es auch schon der Vormonat in sich mit plus 28 Prozent.Was ist da los?

ED: Schauen Sie auf die Promenade von Lod3. Sehen sie die umherhuschenden Menschen? Den Kopf gesenkt, eilig in ihre Geschäfte vertieft und dann schnell wieder nach Hause, Tür verriegeln, Glotze an? Fragen Sie mal den durchschnittlichen Gastwirt wieviel er diesen Monat bisher verdient hat. Aber bringen Sie Taschentücher mit! Die Menschen haben Angst. Die Lodt haben Angst.

MS: Und Angst äußert sich in Gewalt?

ED: Ja. Ganz klar. Das war schon in der gesamten Menschheitsgeschichte so. Ein ängstliches Volk ist ein willfähriges Volk. Nur allzu bereit, dem nächstbesten die Schuld der Welt auf die Schultern zu laden und ihn anschließend dafür zu verprügeln.

MS: Und Auslöser der Angst ist?

ED: Das ist hochinteressant, ich habe erst kürzlich eine spontane Erhebung dazu gemacht. Während ein gewisser Grundtenor an Angst in jeder Bevölkerung immer vorhanden ist, hat dieser doch meist diffuse Gründe. Angst vor Arbeitslosigkeit, vor der Zukunft, dass es den eigenen Kindern mal besser geht. Nicht wirklich greifbar also und daher auch selten Auslöser für Gewalt. Derzeit allerdings haben wir es mit real greifbaren Gefahren zu tun, jetzt in diesem Moment.

MS: Welche meinen Sie? Die Stahlkrise? Die Piratenangriffe?

ED: Beides, ja. Vor allem aber die Piraten. Die Stahlkrise berührt vor allem die Unternehmen und macht die dortigen Lenker derzeit äußerst nervös, wir reden hier von einer echten Gefahr für die ganze Wirtschaft. Und sollte der Stahl für Kuppeln und Schiffe gänzlich ausgehen, reden wir auch von einer konkreten Gefahr für alle Menschen. Man stelle sich nur altersbedingte Schäden an einer Kuppel vor und dann ist kein Material zur Reparatur da. Aber zurück zum eigentlichen Problem der Zivilbevölkerung: Den Piratenangriffen. Sie sind greifbar, sie sind unmenschlich, sie verursachen konkretes, fassbares Leid. Der Familienvater, der auf die Rückkehr seiner Frau und Kinder wartet, deren Linienschiff aber - wohl aufgrund einer Piratensabotage - sinkt und alle Passagiere in den Tod reist. Der Handelsreisende, der jede weitere Fahrt nur mit Drogen sich traut zu fahren. Der einfache Soldat, der Angst hat, dass bei der nächsten Routinefahrt es so ernst werden könnte, dass er mit der Waffe in der Hand seinen Job machen muss.

MS: Was erwartet uns?

ED: Sollte der RDL der Angriffe nicht zügig Herr werden, können wir uns auf Massenschlägereien, in Gewalt mündende Demonstrationen und diverse familiäre Amokläufe einstellen.

MS: Wie sieht die Situation denn RDL-weit aus?

ED: Ich habe mich erst gestern mit mehreren Kollegen aus anderen Ländern auf der Konferenz dazu ausgetauscht. Die Situation ist ähnlich, wenn auch etwas abgeschwächter. Arbiträer leiden vergleichsweise wenig darunter, sie sind Piraten als Dauerthema einfach gewohnt. Die Unionler nehmen es am grimmigsten auf und verwandeln ihre Energie vergleichsweise positiv: plus 20 Prozent Meldungen zum Militär. Wir Lodt leiden am meisten, was aber kaum verwundern sollte.

MS: Was meinen Sie?

ED: Lod ist das Land, das am meisten vom internationalen Schifffahrtsverkehr abhängig ist und damit sowohl von funktionstüchtigen Schiffen, als auch von sicheren Strecken. Als Land ohne Bodenschätze, das sich allein seiner Funktion als Handelsmetropole rühmen kann, ist für uns die Situation am gefährlichsten. Und der einfache Lodt weiß das, so dass sich dies noch auf seine persönlichen Ängst aufaddiert. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Otto Normallodt macht sich sicherlich keine Gedanken über die ökonomischen Auswirkungen beider Entwicklungen, dass ist der einfache Bürger nicht gewohnt, derart komplex zu denken. Aber er spürt es unterbewusst, dass nicht nur seine Familie, sondern gleich die ganze Nation - seine Nation - bedroht ist. Dadurch ist der Druck, der auf dem einzelnen Lastet, hier in Lod nochmal ein paar Bar höher als in anderen RDL-Ländern. Mit einer Ausnahme.

MS: Stawa.

ED: Richtig. Die Stahlkrise wird dort selbst vom einfachsten Bürger als absolute Bedrohung des Status Quo, aber auch der persönlichen Aufstiegschancen gewertet. Und als ein Land, das hauptsächlich vom Prinzip Hoffnung lebt, wenn man mir diesen Ausdruck verzeiht, ist das schon ganz schön viel. Daher haben wir dort einen ähnlichen Sprung in den Gewalttaten zu verzeichnen wie hier.

MS: Professorin, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

LZS Neuer Morgen!

[Lod/Lod-Express]
Freitag
Lod steht unter Schock, der RDL steht unter Schock. Was steht uns allen bloß bevor in den nächsten Monaten? Was ist aus den Versprechen unserer Herren und Damen Politiker geworden, den RDL endlich sicherer zu machen und dieses Pack auszurotten? Wieder ist ein Schiff Opfer eines Piratenangriffs geworden. Die vermummten Angreifer hatten es dieses Mal auf den dicksten aller möglichen Fische abgesehen: Sie plünderten die "LZS Neuer Morgen", ein Linienreiseschiff von LodWaters aus, der größten Schifffahrtsgesellschaft des RDL. Das bewaffnete Schiff wurde trotz Gegenwehr innerhalb kürzester Zeit geentert, die Passagiere beraubt und die Laderäume ausgeräumt, die Waren umgeladen, nur um dann innerhalb kürzester Zeit als die Feiglinge zu fliehen, die diese Piraten sind. Ein Orca! Man muss sich das nur mal vorstellen. Ein Orca wird überfallen. Eine der größten Schiffsklassen des RDL einfach so mir nichts, dir nichts ausgeplündert. Wie sicher kann man sich da in den üblichen kleineren Reiseschiffen fühlen, also in einem schnuckeligen Seehecht oder einer Féroce der Arbiträer?! Gar nicht! LodWaters hat angekündigt, in Kürze einen Bericht über den Überfall abzugeben, möchte sich aber erst um die traumatisierten Reisenden und ihre Versicherungsansprüche kümmern. Wenigstens einige Lodt halten noch was sie versprechen. Nicht wahr, lieber Rat? Liebe Politiker? Liebe "Ich verspreche alles solange die Kameras an sind"? Fangt endlich an zu arbeiten!

Sonntag
Wie konnte das geschehen? Was wurde übersehen? Familien wurden auseinandergerissen, Kinder zu Waisen, trauernde Ehemänner brachen in Trauer im Hafen von Port Principal zusammen, als die Nachricht die Runde machte. Die "LZS Neuer Morgen" ist gesunken, untergegangen mit 120 Passagieren und über 40 Mann Besatzung an Bord. Dasselbe Schiff, dass erst zwei Tage zuvor von Piraten überfallen und ausgeplündert wurde (wir berichteten). Warum hat LodWaters es so schnell wieder in den Liniendienst entlassen? Warum ist es gesunken? Fragen über Fragen, die die trauernden Familien der Opfer sicherlich interessieren werden, wenn sich ihr Blick wieder von der akuten Trauer klärt. Wir bleiben für sie dran und werden solange nachhaken, bis zufriedenstellende Antworten veröffentlicht worden sind!

Dienstag
Die Notfallboje der "LZS Neuer Morgen" ist geborgen worden. In einem beispiellosen Fall von absoluter Transparenz veröffentlichte LodWaters heute morgen das vollständige Logbuch des verlorenen Schiffes, das als Kopie mit in der Notfallboje gespeichert worden war. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle die herzzerreissenden 1:1 Mitschnitte ersparen. Nur so viel: Es besteht keine Hoffnung auf Überlebende, was ja bereits die Bergungsschiffe anhand der gefundenen Trümmerteile meldeten. Kapitänin Saunders sprach nur wenige Augenblicke vor dem Untergang auf das Logbuch, dass plötzlich ein massiver Defekt alle Ballasttanks gleichzeitig hatte ausfallen und vollaufen lassen. Wie ein Senkblei muss die "LZS Neuer Morgen" in die Tiefe gerissen worden sein, auf der Haupthandelsroute Lod-Arbiträa gibt es Stellen, die derart tief sind, dass sie Ewigkeiten über den maximalen Tauchtiefen eines Orcas liegen. Durch den enormen Druck muss das Linienschiff anschließend geborsten sein. Der Tod muss schnell gewesen sein, was für ein geringer Trost für uns alle. LodWaters hat bereits angekündigt, mit Taucher-Klassen zum Wrack heruntertauchen zu lassen, um so viele persönliche Gegenstände der Opfer zu bergen wie möglich, das sei man den Angehörigen einfach schuldig. Wir verneigen uns vor so viel Mitgefühl, stolzes Unternehmen aus Lod. Aber die Frage nach dem "Warum wurde das Schiff so früh nach dem Überfall wieder in Dienst gestellt" werden wir trotzdem weiterhin stellen, bis befriedigende Antworten vorliegen. Der RDL-Vorsitzende Ittendock veröffentlichte ein Memorandum der Trauer, in dem er den Familien sein Beileid aussprach und eine rückhaltlose Aufklärung von LodWaters einforderte. Herr Vorsitzender, wir hingegen verlangen, dass endlich mehr für die Sicherheit des RDL getan wird. Piratenangriffe, untergehende Linienschiffe, wo sollen wir uns eigentlich noch sicher fühlen? Kommen Sie endlich Ihren Pflichten nach!

Börsenturbulenzen! Neuerlicher Stahlunfall!

[Lod/Port Principal/Lod-Herold]
Nachdem in den Morgenstunden ein weiterer Unfall in einem stawischen Stahlwerk bekannt wurde, kam es im Handelsverlauf zu massiven Börsenturbulenzen. Davon waren sowohl die Wertpapierbörse in Lod als auch die Warenbörse ("bourse de marchandises") in Port Principal/Arbiträa betroffen. Kurseinbrüche im zweistelligen Prozentbereich mussten vor allem Aktien der Schwerindustrie und der Schiffs- und Kuppelbaubranche hinnehmen, Spitzenreiter waren dabei LodWaters mit minus 22 Prozent und die SAG mit minus 29,3 Prozent, dem größten Kursverlust seit Beginn des Börsenhandels für ein Börsenschwergewicht.

Ähnlich, nur in umgekehrter Richtung, war die Stimmung an der Warenbörse in Arbiträa. Dort verteuerte sich die Tonne Rohstahl innerhalb weniger Minuten um mehr als das Doppelte und ebenso schossen die Preise der wichtigsten Legierungen in die Höhe. Sprecher beider Börsen betonten, dass der Handel normal fortgeführt würde, eine Handelsaussetzung sei nicht geplant.

Vor der Lod-Börse kam es zu improvisierten Demonstrationen von Kleinanlegern, die ihre Altersvorsorge davonschwimmen sahen, nur dem Eingreifen des Departements ist es zu verdanken, dass alles friedlich ablief. Die wichtigsten Investmentfonds, Versicherungen und Rentenfonds haben bereits angekündigt, den Anteil der Rohstoffe in ihren Produkten deutlich herunterzufahren, was zu weiteren Kurseinbrüchen der betroffenen Unternehmen führen dürfte.

Auslöser und damit wohl der letzte Tropfen, den das Schiff zum Untergehen noch benötigte, war die Nachricht, dass es erneut zu einem Unfall in einem stawischen Stahlwerk, diesmal der DBG, gekommen sei. Die Umstände waren dabei mehr als kurios, bezeichnenderweise wohl eher erschreckend: Als eine Schiffsladung Kuppelstahl auf den Docks von Stawatycze verladen werden sollte, rammte aus Versehen die Winde eines Transportkrans die bereitgestellten Stahlpaletten. Dass der Stahl allerdings aufgrund dieser für Kuppelstahl nicht wirklich nennenswerten Erschütterung Risse bekam, führte zu hektischer Betriebsamkeit bei den Anwesenden. Die DBG veröffentlichte kurz darauf eine Pressemitteilung. Demzufolge seien durch einen Unfall falsche Zusatzstoffe während des Schmelzprozesses zu den Rohstoffen des Kuppelstahls hinzugefügt worden, die das Endprodukt spröde und nur gering belastbar gemacht hätten. Laut der DBG wäre dies aber selbstverständlich spätestens beim Einbau sicherlich bemerkt worden, so dass keine Gefahr für die Bewohner des RDL zu befürchten gewesen sei.

Vor den Preisanstiegen habe ich ja bereits letztens gewarnt. Aber der Prophet gilt im eigenen Land ja bekanntlich nichts. Und wenn das ein Unfall war, bin ich Max Mustermann.
[Der harte Lou]

Interview mit Heinrich von Kesseln aus der Zeitschrift 'Mode: Heute und Morgen'

Reporter: "Herr Kesseln, lassen sie mich dieses Interview damit beginnen, ihnen zu der Auszeichnung 'Bester Modemacher 103sE' zu gratulieren."
von Kesseln: "Danke. Eine, wenn sie mich fragen überfällige Würdigung meiner mühevollen Arbeit den Lodt meine Interpretation des klassisch-industriellen Modestils näher zu bringen."
Reporter: "Da haben sie sicher recht. Wieso haben die Lodt am Anfang Schwierigkeiten damit gehabt, sich für ihre Modekollektionen zu begeistern?"
von Kesseln: "Na ja, da haben sie einmal die fehlende Mode-Fantasie des typischen Händlers. Keiner versteht hier die Kunst Mode zu sehen und zu leben. Alle hetzen nur von Profit zu Profit."
Reporter: "Interessant. Dann liegt es also nicht an dem mangelndem Tragekomfort ihrer Stücke, wie ein Konkurrent einmal schrieb?"
von Kesseln: "Also hören Sie mal! Leben wir nicht in einer Zeit, in der man praktisch Tür an Tür mit Stahlwerken oder anderen industriellen Fabriken lebt? Ist da nicht konsequent die daraus resultierende Atmosphäre in der eigenen Kleidung einzufangen?"
Reporter: "Das heisst, ihre Kleidungsstücke, die meistens mit mehreren Schichten von kleinen Stahlstücken verziert sind, sollen auch künstlerisch etwas zum Ausdruck bringen, wie..."
von Kesseln: "...die Beeinflussung des modernen Menschen durch die Industrie und die Technik. Seien wir doch mal ehrlich: Keiner kann sich dem Druck dieser beiden Mächte entziehen."
Reporter: "Somit ist der Stahl nur eine Metapher für die Industrie? Oder hat er viel mehr mit einem großen Nachbarstaat zu tun?"
von Kesseln: "Jetzt unterstellen Sie mir schon politische Einflussnahme durch meine Kunst? Und ich dachte schon, dass mein Werk langsam besser verstanden wird..."
Reporter: "Lassen Sie mich zu einem anderen Thema wechseln, dass unsere Leser garantiert brennend interessieren wird: Ihre neue Kollektion."
von Kesseln: "Ach, da schneiden Sie ein Thema an. Ich bin momentan völlig verzweifelt, was die Umsetzung meiner neuen Ideen angeht. Ich komme einfach nur langsam vorran."
Reporter: "Wieso das?"
von Kesseln: "Sie werden es vielleicht nicht glauben, aber die Situation in Stawa führt tatsächlich dazu, dass mir der Stahl für eine Vervielfältigung meiner Schöpfungen fehlt!"
Reporter: "Interessant. Heisst das etwas, dass Sie ihre neuen Stücke auch nicht auf der diesjährigen Modemesse in Scientia zeigen können?"
von Kesseln: "Hören Sie mal guter Mann: Keine Stahlkrise auf dieser Welt kann mich davon abhalten. Immerhin unterstreicht dieses Dilemma nur auf eine sehr eindringliche Art und Weise den gesellschaftlichen Ausdruck meiner Kunst!"
Reporter: "Das wird unsere Leser sich freuen. Eine letzte Frage: Was sagen Sie zu dem Eklat bei der Einreise von Frau Demarkova, einem Star der stawischen Filmindustrie, die Dank eines ihrer Kleider sich fast nackt ausziehen musste, um die Sicherheitskontrollen passieren zu können?"
von Kesseln: "Ach, ach, ach. Das war doch nichts als eine bestens inszenierte Showeinlage dieses publicity-geilen Sternchens. Oder glauben Sie wirklich das jemand so dumm ist, mit einem Kleid gespickt und gefüllt mit Stahlrohren durch ein Gate der Einreisekontrolle zu marschieren?"
Reporter: "Ich bedanke mich für dieses aufschlussreiche Gespräch und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit."

Notfallboje geborgen! Grausamer Piratenangriff!

[Lod/Lod-Express]
Der Lod-Express, das Magazin für den Lodt von heute hat es mal wieder als Erstes erfahren: Eine Patrouille des LND hat im Norden, an der Grenze zu Scientia eine Notfallboje geborgen. Die LZS Seehecht war auf der Haupthandelsroute von Lod nach Logika unterwegs und hatte - als kleineres Linienschiff der unabhängigen Reiselinie Reisen Golemschke - zehn Passagiere an Bord, als sie laut dem aufgefundenen Logbuch mit einem fingierten Notruf in abwärts gelegene Gewässer gelockt wurde. Die nur schwach bewaffnete Traveller-Klasse hatte gegen den darauf folgenden Angriff der Piraten keine Chance: Mehrere Requin dockten mit ihren Enterschleusen an. Als wohl alle mit einem "normalen" Piratenangriff auf der Suche nach Beute rechneten, strömte plötzlich tödliches Gas in die LZS Seehecht. Die Mannschaft starb binnen weniger Minuten. Kapitänin Sandra Golemschke gelang es gerade noch, die Notfallboje zu starten, bevor auch sie- verewigt mit einem im Todeskampf verzerrten Gesichtsausdruck im Video-Logbuch - sich in das ewige Meer aufmachte. Von der LZS Seehecht fehlt jede Spur. Somit ist dieser Angriff an Brutalität kaum zu überbieten: Nicht nur, dass entgegen aller Gepflogenheiten nun auch Zivilisten von den Piraten getötet werden, nein, noch nicht einmal ihre Leichen wurden den trauernden Familien zugänglich gemacht, da das Schiff gleich mit entführt wurde. Verachtenswert!

Der Lod-Express fragt: Was muss noch alles geschehen, bevor unsere Herren und Damen Politiker die Piraten endlich wieder ernst nehmen? Wieviele von uns müssen noch sterben? Wir verurteilen den schändlichen Angriff und fordern die Zerschlagung der Piratenplage! Außerdem muss aufgeklärt werden, wie solches Gesindel tödliches Kampfgas in die Hände bekam! Ein korrupter Stawa-Waffenwart? Ein durchgeknallter Scientia-Wissenschaftler? Lod darf keine Rücksicht auf nationale Befindlichkeiten nehmen, sondern die Aufklärung dieses Falls ohne diplomatische Stoffhandschühchen angehen!

Stahlkrise in Stawa? Stromausfall in Nida.

[Stawa/Meeresspiegel-Citynetseite]
Stawa trauert. Die beim Hochofen-Drei-Unglück ums Leben gekommenen Arbeiter wurden Mitte der Woche in einer landesweit übertragenen Zeremonie beigesetzt. Selbst im an Arbeitsunfälle gewöhnten Stawa zog die Grausamkeit des Unfalls die Stawaner in die Trauer und hinein in die Gotteshäuser. Der Schaden an Hochofen-Drei ist immer noch nicht behoben und dies wird laut Fachleuten auch noch einige Wochen dauern.
Mitten in diese eh schon bedrückte Stimmung für ein Land, dass sich seiner Rohstoffe und seiner Schwerindustrie rühmt, platzte nun am heutigen Morgen eine weitere Nachricht, die das Gleichgewicht in Stawa weiter erschüttern könnte, aber auch im ganzen RDL für Furore sorgen kann: Drei weitere Hochöfen in Stawa sind ausgefallen! Betroffen sind drei unterschiedliche Betriebe, aber der Ausfall trat zeitgleich ein. Grund war ein fünfstündiger Stromausfall in der Rohstoffstadt Stawas: Nida. Augenzeugenberichten aus den betroffenen Unternehmen zufolge fielen zeitgleich mit der zentralen Stromversorgung auch die Notstromaggregate aller drei Betriebe aus. Dadurch kam es zu einem Erkalten des flüssigen Metalls in den jeweiligen Hochöfen. Die Schäden an den Öfen gehen in die Millionen LEX und kaum eines der Unternehmen wird um einen Fast-Komplettaustausch der betroffenen Schmelzeinheiten herumkommen. Auf Betriebe und Firmenversicherer kommen unruhige Zeiten zu.

Aufgrund der sich abzeichnenden Stahlkrise rief die stawanische Regierung das Volk zu Ruhe auf. Die Hintergründe der Unfälle würden gewissenhaft untersucht und die Schäden schnellstmöglichbehoben, so dass die Wirtschaft Stawas keinen allzu schweren Schaden erleiden werde. Der Preis für eine Tonne Stahl schoss arbiträischen Rohstoffhändlern zufolge um 15 Prozent nach oben, der stärkste Preisanstieg seit mehr als fünfzig Jahren.

Unfall, das ich nicht lache. Wir reden hier von einem zeitgleichen Ausfall der zentralen UND der Notstromversorgung. Gehts noch etwas auffälliger, liebe Sabotagekünstler. Ja, ihr habt mich richtig verstanden: Ich sage, Stawa wird gerade sabotiert und damit wir alle. Denn aus welchem Stahl ist euer Schiff? Und die Kuppelhülle, die euch umgibt? Es wird unruhig, das kann ich euch sagen. Ich geh jetzt erstmal Stahlzertifikate bei meinem Directbroker ordern, mein kleiner Zeh sagt mir, dass da in nächster Zeit mit weiteren Preisanstiegen zu rechnen ist.
[Der harte Lou]

Alter Schwarzmaler. Ja, es gab merkwürdige Zufälle, aber gleich die große Rohstoffkrise auszurufen ist nicht nur vom Meeresspiegel, sondern auch von dir unverantwortlich. Weiterarbeiten, Bürger, hier gibt es nichts zu sehen, was dein kleines Leben betrifft.
[Nobodys Child]


Unglück in Stawa - Stahlproduktion beeinträchtigt

[Stawa/Lod-Herold]
Wie wir soeben erfahren haben, kam es in der dritten Schicht des gestrigen Tages zu einem schweren Unglück in Stawatycze: Bei einem Unfall aus noch ungeklärter Ursache kamen am Hochofen-Drei der SAG drei Arbeiter und eine weibliche Schreibkraft ums Leben. Unseren Informationen zufolge traten urplötzlich heiße Dämpfe aus einem Kühlungssystem aus und verbrühten die Opfer bei lebendigem Leib. Durch den Schaden am Kühlungssystem musste der vollständige Hochofen-Drei heruntergefahren werden und wird für einige Tage nicht zur Verfügung stehen. In einer ersten Reaktion betonte der Pressesprecher von SAG sein Mitgefühl mit den Familien der Opfer, versprach finanzielle Hilfen und beruhigte die Presse, dass die anderen Hochöfen der SAG den Ausfall von Hochofen-Drei kompensieren könnten. Allerdings musste auch er zugeben, dass aufgrund der seit einiger Zeit gestiegenen Nachfrage nach Stahl durch die verstärkte Schiffsproduktion in Scientia und Arbiträa es bei einem längerfristigen Ausfall von Hochofen-Drei zu Kapazitätsproblemen kommen könnte.

Hochofen-Drei ist einer der modernsten Stahlerzeugungsbetriebe der SAG und hatte erst vor zwei Monaten von staatlicher Seite eine Auszeichnung für "vorbildliches Sicherheits- und Qualitätsmanagement" erhalten.

Eklat bei Band-Auftritt

[Lod/Lod-Express]
Die Lod-Stawa-Band "Stawas Stolz" hat am gestrigen Abend für einen Eklat ungeahnten Ausmaßes gesorgt. Die für ihre rockige, balladige Musik bekannte Gruppe besteht aus sechs Mitgliedern, allesamt Halb-Stawaner-Halb-Lod. Ihr Auftritt im "Paradise" in Lod3 sollte der Auftakt für ihre RDL-Tour sein, die mit Gigs in den Hauptstädten unseres schönen Bundes endgültig für ihren Durchbruch sorgen sollte. Doch dann holte Lead-Sänger Gunnar Adamczik zum Höhepunkt der Show plötzlich einen verhüllten Gegenstand aus einer Kiste hervor. Er zerschmetterte die vor einer Woche gestohlene Büste des Sankt Wlodosz vor den Augen der gut dreihundert Gäste. Totenstille setzte von einem Moment auf den anderen ein. Dann schritt Adamczik unter den ungläubigen Blicken der Menge auf den vorderen Ausleger der Bühne. Dank unseres Szenereporters Michael Larsen haben wir einen Mitschnitt:

"Ihr seid alle Heuchler! Entscheidet euch, wer ihr sein wollt! Reißt euch vom Rockzipfel der Religion fort, Stawaner, Lod und Bürger aller anderen Länder. Lasst euch nicht von Tattergreisen in Mönchskutten erzählen, wie ihr euer Leben zu leben habt. Entscheidet selbst, was wichtig ist. Es gibt keinen Gott, keine heilige Barbara und auch nicht das gelobte Meer. Es gibt nur die Realität. Und die ist, was ihr aus ihr macht!"

Danach brach der Veranstalter den Auftritt sofort ab und die Security brachte "Stawas Stolz" sofort hinter die Bühne in Sicherheit. Nur dem schnellen Eingreifen der Sicherheitskräfte ist es zu verdanken, dass die danach folgende Schlägerei im Publikum und die Belagerung des "Paradise"-Ausgangs glimpflich verlief: Das herbeigerufene Departement zerstreute die Menge, was aufgrund hunderter aufgebrachter Stawaner nur mit Waffengewalt möglich war. Augenzeugenberichten zufolge gab es dabei glücklicherweise nur Leichtverletzte.

Die Nachricht über die ungeheuerliche Tat Adamcziks verbreitete sich in den folgenden Stunden wie ein Lauffeuer in Lod und hunderte vor allem religiöse Demonstranten zogen - meistenteils friedlich - durch Lod3, wo sie die Herausgabe von "Stawas Stolz" an die Menge durch das Departement forderte. Nach unseren Informationen wurde die Band hingegen vom Sicherheitsdienst des "Paradise" - bemerkenswerterweise mehrheitlich Stawaner - nach einer Flucht durch die Zwischenwände in Lod3 in eine benachbarte Bar und von dort aus verkleidet auf die Gänge von Lod3 an die Botschaft Stawas ausgeliefert, nach unbestätigten Gerüchten kam es dabei zu Schlägereien zwischen der Security und den Bandmitgliedern, denen diese Entwicklung der Dinge sicherlich nicht gefallen haben dürfte. Es könnte ein gewalttätiger Abend auf den Gängen von Lod werden, sollte die Situation eskalieren und die aufgebrachten Stawaner ob des Verlusts der Büste und den blasphemischen Äußerungen der Band ihre Ansichten mit den Fäusten Nachdruck verleihen.

Kunstraub in Stawa!

[Stawatycze/Lod-Express]
Stawa trägt Trauer! Ein unglaubliches Verbrechen ist begangen worden: Die "Büste des Sankt Wlodosz" wurde aus dem staatlichen Kunstmuseum Stawatycze gestohlen! Unbekannte haben gestern die RDL-weit bekannte Büste entwendet und das - das muss man sich erst einmal vorstellen - wohl mitten während der Öffnungszeit! Anstelle des Kunstgegenstandes hinterließen sie eine gut gemachte Fälschung auf dem Sockel im zweiten Geschoss des Museums, dem Flügel der "Religion der Kunst".

Die bekannte Büste zeigt auf der linken Seite das Gesicht des Barbaristen-Mönchs Pjotr Wlokawina, der in den frühen Fünfzigern als barmherziger Barbarist Armenspeisungen im ganzen Land organisierte und durch seine Bescheidenheit und Gottestreue ein Vorbild für alle Barbaristen - aber auch Danieliten war. Auf der rechten Seite der Büste ist Igor Dombosz zu sehen, ebenso Mönch wie sein Barbaristen-Kollege, allerdings aus dem Danieliten-Lager. Dombosz setzte sich Mitte der Neunziger für eine Aussöhnung der Religionen der Barbaristen und Danieliten ein und war ein glühender Fürsprecher ökumenischer Gottesdienste, woraufhin er sich Anfeindungen beider Lager ausgesetzt sah und letzlich aus dem Danielitentum ausgeschlossen wurde.

Die Büste wurde von der Bildhauerin Sandra Schwizers geschaffen, einer Halb-Stawanerin, Halb-Lodt. Sie hatte mit ihre zum Teil verstörenden, aber immer auf Vereinigung ausgerichteten Stil großen Erfolg in den letzten Jahren. Die "Büste des Sankt Wlodosz" war das erste Werk von ihr, was in das staatliche Kunstmuseum aufgenommen wurde. Dass dies noch zu ihren Lebzeiten - Schwizers zählt 58 Strömungen - geschah, war eine außergewöhnliche Ehre, die nur wenigen Künstlern in Stawa bisher zu teil wurde. Frau Schwizers wurde nach Bekanntgabe des Diebstahls mit einem Nervenzusammenbruch in ein Krankenhaus gebracht, ist mittlerweile aber entlassen worden und ihrem Sprecher zufolge geht es ihr "den Umständen entsprechend".

Der Werkschutz betont, dass er seine besten Leute auf den Fall angesetzt habe, muss allerdings zugeben, dass bisher kein Ping auf dem Schirm aufgetaucht ist. Bürger des RDL, wir müssen an dieser Stelle zusammenhalten! Ein derart dreistes Verbrechen darf nicht ohne Strafe bleiben: Daher setzt der Lod-Express eine Belohnung von 150.000 LEX auf Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. Hinweise bitten wir an unsere Redaktion zu richten, wir leiten sie an die zuständigen Stellen weiter.

Das Geheimnis hinter den Anschlägen!

[Auszug aus der Zeitschrift "Meeresspiegel"]
... gelang es unserem Redakteur Michael Simons an den Mitschnitt einer geheimen Konferenz zu kommen, offensichtlich hatte der LND einen Undercoveragenten eingeschleust. Um die Identität des tapferen Ermittlers zu schützen, sehen wir von einer 1:1-Wiedergabe ab, sondern fassen für Sie die Ereignisse zusammen. Teilnehmer der Zusammenkunft waren Patrick Milchgab, stv. Geschäftsführer der Lod-Börse, Sandra Weindroh, Abteilungsleiterin "Zukunftsvisionen" der Werbe- und Wirtschaftsgemeinschaft Lod und Lukas Waluwitsch, seines Zeichens Anführer der Söldnergrupppierung "Höllenhai Stawa".

Die Stimmung war angespannt, keiner der Anwesenden mit den Leistungen von Waluwitschs Schlägertrupp zufrieden. Zu öffentlich wären die Anschläge auf die arbiträischen Spitzenpolitiker Boilé und Seballe in Arbiträa und den arbiträischen Botschafter Debouré in Lod gewesen (wir berichteten jeweils). So öffentlich und gewalttätig, dass die politischen Spannungen hochgekocht seien und letzlich sogar der Rat der Länder sich in einer Sondersitzung zum Handeln gezwungen sah, insbesondere nach der eigenmächtigen Verhaftung des stawischen Waffenhändlers Gregor Dubrowschik durch einen von der Lod-Regierung angeheurte Sagontschik-Kopfgeldjägereinheit. In dieser aufgeheizten Stimmung erwies sich Sandra Weindroh als Chefanklägerin: Wie Waluwitsch so dumm gewesen sein könne, mit Giftgas in einem öffentlichen Bereich herumfuchteln zu lassen. Und warum er sich ausgerechnet eines gesuchten Waffenhändlers bedient hätte. An dieser Stelle platzte für den verdeckten Ermittler die Bombe, denn Patrick Milchgab verdeutlichte der Gruppe, dass er derlei Aktionen in Zukunft nicht mehr mittragen könne. Die von Arbiträa geplante Wertpapierbörse in Port Principal sei zwar lebensbedrohend für die Lod-Börse und er habe "deutlichen Aktionen" gegen diese Pläne zugestimmt, von Bombenanschlägen und Giftgasangriffen sei aber zu keinem Zeitpunkt die Rede gewesen. Chirurgisch präzise und als Unfälle getarnte Morde an den wichtigsten Unterstützern dieser Idee, das sei eine Sache, aber bei den Aktionen von Waluwitschs Schlägertrupp hätten viele Zivilisten sterben können. Waluwitsch, der sonst so aufbrausende Söldner, war fast unterwürfig und musste eingestehen, dass seine Leute es übertrieben hätten. Aber sie hätten ihre Befehle überinterpretiert und fast eigenmächtig gehandelt.

Die Aufnahme zeigt an dieser Stelle wie, als alle Beweise auf dem Tisch lagen, der verdeckte Ermittler sich mit einer Erfrischungspause entschuldigte und anschließend seine Kollegen die - offenbar in einem Konferenzraum in Lod3 stattfindende Versammlung - sprengten und alle Anwesenden festnahmen.

Zum Hintergrund: Der durch das Giftgas glücklicherweise nur leicht verletzte Botschafter Arbiträas, Frederic Debouré, galt ebenso wie seine ermordeten Politiker-Kollegen Boilé und Seballe als größter Fürsprecher einer eigenständigen Wertpapierbörse in Arbiträa, abseits der bisherigen Monopolstellung der Lod-Börse. Der arbiträische Schritt hatte in anderen Ländern durchaus Zustimmung gefunden, gelten die Handelspreise der Lod-Börse als monopolüblich hoch und es wäre - nachdem Arbiträa bereits die wichtigste Warenbörse (die "bourse de marchandises") beherbergt - nur ein folgerichtiger Schritt gewesen. Offensichtlich versprach man sich davon sinkende Preise des Wertpapierhandels und ein weniger selbstherrliches Verhalten der stets fordernd auftretenden Repräsentanten der Lod-Börse. Frederic Debouré hat nach den Enthüllungen bereits angekündigt, das Börsenvorhaben nun noch energischer anzugehen. Dass ihm die Lod-Börse oder Vertreter der Wirtschaft Lods nun weitere Untiefen in den Seeweg legen, darf aufgrund der peinlichen Enthüllungen - für die sicherlich noch andere Köpfe rollen werden - bezweifelt werden.

Hennes Bredzke drogensüchtig!

[Lod/Lod-Express]
Wir sind schockiert! Der Lod-Express klagt an: Hennes Bredzke wurde bei der Einnahme städtischer Drogen beobachtet! Aber alles von Anfang an: Gestern hatte unser Leser-Reporter Kai Epigé den bekannten Moderator der Bildschirm-Actionshow "Alle ins Nass!" auf der Promenade des Sündenpfuhls getroffen und sich natürlich direkt an seine Fersen geheftet. Er wollte natürlich nur schauen, in welches Restaurant ein solch bekannter Mensch aus unserer Mitte wohl geht und ihm keineswegs nachstellen, so etwas machen unsere Leser-Reporter bekanntlich nicht! Aber anstatt sich den mittlerweile über 90 Kilo schweren Körper weiter mit ungesundem Essen vollzuschlagen (wir berichteten über Hennes Gewichtsprobleme) traf er sich in einer weniger belebten Seitengasse des Sündenpfuhls mit einer zwielichtigen Gestalt, nahm ein kleines Tütchen entgegen und ging mit schamgesenktem Kopf schnell weg. Unser Leserreporter ließ natürlich nicht locker und blieb dran: Hennes verschwand im Hinterzimmer der stadtbekannten Szenekneipe "Sündomat" und kam eine halbe Stunde später mit glasigem Blick und torkelnden Bewegungen wieder hinaus. Für uns alle ist der Fall klar: Der ach so beliebte Moderator ist ein Drogensüchtiger! Er nimmt Städterdrogen in Hinterzimmern! Wir verabscheuen dieses Verhalten und erwarten sein Kündigungsschreiben an seinen Sender auf unserem Schreibtisch spätestens morgen früh!

Im Fall Mordanschlag: Die Wellen schlagen hoch!

[Lod/Arbiträa]
Die Wellen im Fall des missglückten Mordanschlags auf den arbiträischen Botschafter und den damit zusammenhängenden Ereignissen schlagen hoch, der Rat der Länder ist zu einer Sondersitzung zusammen gekommen. Nach unseren Informationen ging es in der heutigen Sitzung heiß her: Stawa beschuldigte Lod, durch die Beauftragung der Sagontschik-Kopfgeldjäger und die dadurch gelungene Festnahme von Dubrowschik (wir berichteten) in die innere Sicherheit des Landes eingegriffen zu haben. IhrLand verwehre sich gegen derlei Einmischungen, polizeiliche Tätigkeiten oder gar Geheimdienstermittlungen seien immer noch Sache des Werkschutzes beziehungsweise des stawanischen Geheimdienstes und keiner von Lod angeheuerter Schläger, sagte Gaja Nandel, RDL-Abgeordnete Stawas. Die Reaktion Lods liest sich ebenso undiplomatisch: Die Einschaltung der Sagontschik wäre nicht notwendig gewesen, wenn der Werkschutz in Stawa vernünftige Arbeit leisten würde. Aber trotz mehrmaliger Hinweise auf den Aufenthaltsort Dubrowschiks habe sich die stawanische Polizei alles andere als bemüht, den gesuchten Waffenhändler festzusetzen. Vielmehr sei er durch diverse Lecks immer wieder gewarnt worden. Daraufhin habe Lod keine andere Wahl gehabt, als mit den Sagontschik eine schnelle Lösung anzustreben, die ja auch direkt im ersten Anlauf funktioniert habe, ganz im Gegensatz zu den mehr als halbherzigen Bemühungen Stawas. Nach unseren Informationen dauern die Diskussionen im Rat weiterhin an, es ist von Verstimmungen die Rede, die Auswirkungen insbesondere auf die außenpolitische Zusammenarbeit Stawa-Lod haben könnten.
Weiterhin war zu erfahren, dass die festgenommenen mutmaßlichen Attentäter weiterhin schweigen, die PSI-Gehirndurchsuchung allerdings ihre Täterschaft eindeutig bewiesen habe. Mit der Anklageerhebung wird in den nächsten Tagen gerechnet.

Die neuesten Mode-Trends 103 sE

[Ausschnitt aus einer Lod-Modezeitschrift namens "Das strahlende Ich"]
Und hier ist wieder Ruby, euer freundlicher Modeberater von der "achtundreißigsten Ecke Lod", dem Modeladen unserer schönen Hauptstadt. Wer dieses Jahr etwas auf sich hält, kauft natürlich nicht nur bei mir, sondern beherzigt auch meine Moderatschläge für das nicht mehr ganz so frische Jahr 103 sE: Es wird verspielt, meine Freunde! 103 steht ganz im Zeichen des Überflüssigen, Tandigen und Schnörkeligen. Ein paar zusätzliche Knöpfe hier, eine unnötige Tasche an der Hose dort, die Kleidung muss in diesem Jahr wieder Blicke auf sich ziehen! Glitzersteinchen auf Brust und Po, fluoreszierende Streifen im Gemächt und an den Waden, die beim Laufen ihre Farben ändern! Die Haupteinflüsse kommen derzeit aus Scientia, fraglos, ist der verspielte Modetrend dort doch schon ein gutes Weilchen am Laufen. Aber nun ziehen auch wir nach und zwar so richtig doll!

Doch nicht nur die Kleidung muss verspielt und "über" wirken, auch das Dekolleté, die blanken Oberarme und die größte Werbefläche des angezogenen Menschen: die Stirn! Aufgeklebte Mini-Flexbildschirme sind dieses Jahr der Brüller! Ab einem Durchmesser von fünf Zentimetern sind die kleinen Teilchen erhältlich, aber auch zehn oder gar fünfzehn Zentimeter Flexbildschirm für das größere Dekolleté sind bei mir kein Problem! Die Flexschirme sind mittlerweile so dünn, dass ihr sie kaum auf der Haut spürt und Rubys hautfreundlicher Kleber lässt eure Haut trotzdem atmen, das sind wir uns doch wert, gelle?! In den Speicher des Schirms könnt ihr anschließend eure Lieblingsfilmszene, euer eigenes Model-Filmchen oder schnelle Bildwechsel aus eurem persönlichen Fotoalbum zeigen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Nur anstößige Szenen solltet ihr besser lassen, wobei auch das davon abhängt, wo ihr euch mit eurem neuen Accessoire sehen lasst. Und die niedrig aufgelöste Variante hab ich auch vorrätig, keine Sorge. Also selbst wenn das Gehalt schon ein paar Tage her ist, mit dem Trend könnt ihr bei mir trotzdem mithalten!

Erste Festnahmen im Fall des Botschafter-Anschlags!

[Lod] Das Lod-Departement meldet, dass sie eine Gruppe von vier Verdächtigen in Lod5 festgenommen habe, die mit dem Anschlag auf den arbiträischen Botschafter vor zwei Wochen in Verbindung stehen sollen. Bei den Festgenommenen handele es sich um zwei Stawaner, eine Städterin und einen Lodt. Die vier Personen sollen vor zwei Wochen als Putztruppe verkleidet in die Wohnung des Botschafters eingedrungen sein und eine Giftgasbombe gelegt haben, der der Botschafter nur knapp entkam (wir berichteten). Nach Aussage des leitenden Staatsanwalts Herbert Bruchhagen schweigen alle Beschuldigten bisher, er beantrage aufgrund der Schwere der Tat gerade bei Gericht die Erlaubnis zu einer PSI-Gehirndurchsuchung der Beschuldigten. Sollte der Antrag durchkommen, wäre dies erst das dritte Mal in zehn Jahren, da diese Maßnahme unter den Richtern unseres Landes hochumstritten ist und allgemein als Eindringen in die geistige Privatsphäre und damit als Verletzung der unantastbaren Menschenwürde gesehen wird.

Wie wir soeben erfahren, gab es auch in Stawa eine wichtige Festnahme: Gregor Dubrowschik, Sohn des mittlerweile verstorbenen Unterweltkönigs Dimitri Dubrowschik, wurde von einer Gruppe Sagontschik festgesetzt, der Auftrag dazu erfolgte durch die Regierung Lods. Nach unseren Informationen wird Dubrowschik beschuldigt, das Giftgas für den Anschlag geliefert zu haben. Der Protest des stawanischen Botschafters, der sich eine Festnahme eines Stawa-Bürgers auf deren Staatsgebiet durch Kopfgeldjäger im Lod-Regierungsauftrag verbitte, wird jede Minute erwartet.

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Vorwärts Lod! Zeig den Verbrechern, dass sie auch außerhalb unserer schönen Stadt sich nirgendwo sicher fühlen können! Yehaaaa!
[Der harte Lou]
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Selbstjustiz lässt grüßen.
[Arne Nymo]
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Überraschungen in der laufenden Sport-Saison

Das Wochenende der Überraschungen im RDL-Sport:

Die Sportfreunde Sündenpfuhl haben die Altmeister der Nova Naviatics deklassiert. In einem überlegen geführten Match ließen die Sporties den Novas zu keiner Zeit eine Chance und glänzten durch atemberaubende Spielzüge und Abschüsse im Sekundentakt. Allein Mike Schaul, Kapitän der Sporties, brachte es in allein drei Sätzen zusammen auf sagenhafte acht Abschüsse, darunter allein dreimal der Kapitän des Gegners, Charles Norman. Nach dem klaren Dreisatzsieg ließen es die Sportfreunde aber auch außerhalb des Beckens richtig krachen und durften zur Belohnung eine Nacht im Gefängnis verbringen: Nachdem sie im Sündenpfuhl eine Bar und eine Disco auseinandergenommen hatten, konnte nur ein schneller Eingreiftrupp des Departements die Siegestaumelnden zur Räson bringen. Kapitän Schaul: "Wir entschuldigen uns für die Sachbeschädigungen der letzten Nacht. Aber was für ein geiler Sieg!"

Frédéric Évêque sprengt sich zum Sieg! Auch die diesjährigen "24 Stunden von Port Principal" wurden ihrem Ruf als das verrückteste und gefährlichste Sport-Event des Jahres wieder einmal gerecht. Die im Laufe einer Paix-Rennsaision insgesamt viermal stattfindenden 24-Stunden-Rennen bringen Material und Fahrer an die absoluten Belastungsgrenzen und spektakuläre Unfälle finden sowohl in den Hafengassen als auch im freien Grabenfeld immer wieder statt. Der diesjährige Gewinner des ersten 24-Stunden-Rennens der Saison heißt dabei Frédéric Évêque vom Rennstall Dévoré-Vemènt. Der Publikumsliebling des als "sympathische Dauerverlierer" angesehenen Rennstalls hatte das ganze Rennen über mit technischen Ausfällen zu kämpfen. Das war aber nichts im Vergleich zur Zieleinfahrt: Fünfzig Meter vor dem Ende riss eine Treibstoffleitung im Inneren von Évêques Paix´ und das Rennschiff explodierte. Während jeder mit betretener Miene vom Tod des jungen Piloten ausging, beendete dieser das Rennen! Seine Pilotenkapsel wurde durch die Explosion geradezu ins Ziel geschleudert! Die allzeit bereitstehenden Rettungsschiffe der AdP (Association de Paix) verhinderten den Tod des Fahrers indem sie seine rissige Kapsel schnellstmöglich bargen. Die AdP entschied trotz lauter Proteste der gegnerischen Fahrer, dass auch diese kuriose Art der Zieleinfahrt für den Sieg reichte.

Arbiträischer Botschafter entgeht Mordanschlag in Lod

Arbiträa kommt nicht zur Ruhe. Nachdem in den letzten Wochen mehrere Spitzenpolitiker im Land des freien Willens ermordet wurden, haben die weiterhin unbekannten Täter nun auch auf unserem Grund und Boden zugeschlagen: Mittels einer Giftgasgranate sollte Frederic Debouré zum Schweigen gebracht werden. Debouré ist seit gut sechs Monaten Botschafter Arbiträas in Lod und hat im Vergleich zum arbiträischen RDL-Abgeordneten Pierre Marchand mehr repräsentative als politische Funktionen. Aufsehen in der Diplomatenszene erregte der kahlköpfige Mittfünfziger - der dem Hause Aviatic angehört - als er vor kurzem zu einem "Wirtschaftsgipfel der freien Länder" einlud, bei dem "die Schaffung einer alternativen Wertpapierhandelsplattform" auf der Tagesordnung stehen sollte, um "sich vom Monopol der Lod-Börse befreien zu können". Damit machte sich Debouré nicht nur Freunde: Der Wirtschaftsverband Lod verbat sich jegliche Einmischung in ökonomische Angelegenheiten und auch von Sandra Chagall, bekanntermaßen Lod-Abgeordnete im RDL, kam vernichtende Kritik. Debouré solle "nur über Sachen reden, von denen er etwas versteht", teilte sie auf einer Pressekonferenz mit. Er habe "noch keinerlei Expertise auf diesem Gebiet vorzuweisen und verletze die Gefühle der hart arbeitenden Lod, die auf ihre Börse zurecht stolz sind".

Nach ersten Ermittlungen des Departements hatte eine als Putzkolonne verkleidete Gruppe eine Giftgasgranate mit der Toilettenspülung in Debourés Wohnung in Lod1 gekoppelt, so dass er sich quasi selbst auf dem Örtchen vergasen sollte. Der ehemalige Kampftaucher verfügt allerdings über eine ihm wahrsten Sinne des Wortes "Wallunge" und schaffte es, sich zu seinem SPOHA-Set durchzuschlagen, mit dessen Luftreserve er sich am Leben erhielt und aus der Wohnung flüchtete. Durch das dadurch aus der Wohnungstür ausströmende Gas wurden drei Passanten leicht verletzt, sie befinden sich in ambulanter Behandlung.

Skandal beim Filmfestival

Wie nicht anders zu erwarten hat auch das diesjährige Cadenas-Filmfestival seinen Skandal bekommen: Eine wüste Schlägerei auf dem roten Teppich, vor den Augen dutzender Reporter und hunderter Fans, lieferten sich Max Schmeie und Robert Pomatski. Der 36-jährige Schmeie kam in den letzten Jahren im Business immer besser in Fahrt und stellte sein Können in zahlreichen Serien wie "Ein Hai kommt selten allein" und "Rosarote UNL-Träume" unter Beweis. Pomatski wiederum fiel auch schon in der Vergangenheit vor allem durch seine Rüpelhaftigkeit auf: Der Stawaner spielte in seinen Rollen - meist als Nebenbesetzung - die Draufgänger und Tunichtsguts dieser Welt und "überzeugte" abseits des Geschehens mit großen Saufgelagen und demolierten Hotelzimmern. Was der Anlass zu der Schlägerei auf dem roten Teppich war, lässt sich bisher nicht eindeutig sagen. Auf jeden Fall schritten Schmeie und Pomatski - jeweils in Begleitung ihrer hübschen Lebensabschnittsgefährtinnen - über den roten Teppich zur Erstaufführung des neuen Roberts ("Das Wasser brennt!") im Filmsaal 3 des Cadenas-Filmfestival. Plötzlich drehte sich Pomatski um und stürzte sich mit einem laufen Schrei auf den ihm körperlich deutlich unterlegenen Schmeie. Seine geringere Körpermasse machte dieser aber durch behende Bewegungen wett und so entwickelte sich ein munterer Kampf in den Stilrichtungen "Kneipenschlägerei" und "Freistilringen" zwischen den Kontrahenten. Nur dem beherzten Eingreifen der Sicherheitsleute ist es zu verdanken, dass beide Kämpfer mit leichten Blessuren davon kamen. Sowohl Schmeie wie der selbst mit 43 Jahren immer noch jugendlich wirkende Pomatski verweigerten vor den Kameras jeglichen Kommentar. Gerüchten zufolge soll es bereits am Vorabend - während einer der berühmt-berüchtigten After-Festival-Partys von Dauerstadtgespräch Paris Hôtel - zwischen den beiden zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, dort allerdings nur verbal. Die Veranstalter des Festivals haben prompt reagiert und die beiden Streithaie offiziell von den noch verbleibenden Feierlichkeiten ausgeladen.

Arbiträa - Ein Land in Angst

[Port Prinicipal] Arbiträa befindet sich in tiefer Trauer. Die vor kurzem ermordeten Spitzenpolitiker Boilé und Seballe waren im Volk beliebt und hatten sich im Laufe der Jahre ein hohes Ansehen erworben. Ihr Tod steht für eine Destabilisierung des Landes. Einem Land, das mit Ausnahme des Libertykriegs und ihrem allgegenwärtigen Kampf gegen die Piraterie vergleichsweise friedliche Zeiten durchlebt. Und nun Bombenanschläge mitten in den Kuppeln. Verunsicherung hat sich in die Gesichter der einfachen Menschen gegraben, hektische Blicke über die Schulter, Misstrauen gegenüber Fremden, Panik bei vergessenen Taschen an belebten Orten.

Zu diesem Klima der Angst trägt auch bei, dass bislang keine Erkenntnisse über die Anschläge vom ermittelnden Arbiträa-Geheimdienst SSA nach außen gedrungen sind. Auch mittlerweile über eine Woche nach den Anschlägen hat sich immer noch keine wie auch immer geartete Gruppierung zu den Attentaten bekannt und somit sind die Arbiträer auf Mutmaßungen angewiesen. Im Land des Ganggerüchtes keine gute Ausgangslage für Ruhe in der Zivilbevölkerung. Ein Anstieg der Kriminalität lässt sich ebenso verzeichnen wie eine besorgniserregende Steigerung der Rauferein bis hin zu häuslicher Gewalt. Die Nerven liegen schlicht blank und es bleibt abzuwarten, ob die Häuser es schaffen, ihre Mitglieder wieder in vernünftige Bahnen zu lenken oder ein weiterer Anschlag den Torpedo zum Abschuss bringt.

Gestern abend wandte sich Patron Juncker - die arbiträische Entsprechung eines Präsidenten - per Bildschirmwelle an sein Volk. Wir zitieren: "Liebe Freunde. Wir alle, gleich ob Bürger oder Ausländer sind von den feigen Attentaten auf zwei hochangesehene Politiker unseres Volkes geschockt und in tiefer Trauer. Ich kannte Herrn Boilé und Frau Seballe gut. Sehr gut. Daher versichere ich Ihnen: Sie hätten nicht gewollt, dass Arbiträa ob ihrer Ermordung nun von einem Klima der Angst und Gewalt beherrscht wird. Wir alle müssen uns wieder daran erinnern, was unser stolzes Land so groß gemacht hat: Ehre. Vaterlandsliebe. Und Zusammenhalt. Lassen Sie uns diesen ehrlosen Würmern von Terroristen eines klar sagen: Wir weichen nicht zurück. Keinen Fußbreit! Arbiträa wird immer ein freies Land sein, in dem jeder ohne Angst sagen und denken kann, was er möchte. Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir zwar noch nicht, welchen Zweck die Attentate - außer einer inneren Destabilisierung - dienen sollten. Aber gleich welches Ziel dies auch sein sollte: Sie werden es nicht erreichen! Liebe Bürger, Freunde, Ehrenhafte: Lasst uns in diesen schwierigen Zeiten füreinander einstehen, Zwist überwinden, Gemeinsamkeiten offen legen und zusammen dafür eintreten, dass der auch von Boilé und Seballe getragene Traum eines dauerhaft friedlichen Arbiträas nicht untergeht."

Aus Arbiträa berichtete für den Lod-Herold Sandra Schweiger.

Das Cadenas-Filmfestival beginnt!

Das Filmfestival in Cadenas öffnet wieder einmal seine Schleusen und die Stars und Sternchen kommen aus allen RDL-Ländern, um sich zu präsentieren und beklatscht zu werden. Dieses alle zwei Jahre stattfindende Event lockt vom kleinen Indie-Regisseur bis hin zu Größen des Business wie Designer Karl Konrad, Scientia-Filmstar Elisabeth McDough oder auch Regisseur Max Mutske aus dem BFS alles an, was Rang und Namen hat oder auf dem besten Weg dahin ist. Die insgesamt zwei Wochen währende Show überzeugt durch Dutzende Filmvorführungen - oft vor dem eigentlichen Filmstart -, edle Empfänge, aber auch lockere Diskussionsabende in den Kneipen Cadenas´. Die Sicherheitsvorkehrungen sind nicht ohne, schließlich tauchten vor drei Wochen Hinweise auf, dass das Netzwerk Stars zu Lösegeldzwecken entführen will. Die Sicherheit wird durch eine Abordnung der arbiträischen Marine - den Tacticiens - gestellt, kampferprobten Männern und Frauen, denen man nicht so leicht dumm kommt.

Neben dem Anti-Kriegsfilm "Der Tag als Krieg war" von Max Mutske wartet das Publikum vor allem auf das Gegenwartsdrama "Mutter. Vater. Tod." von Regisseurin Elena Patrovska aus Stawa voller Spannung. Die Geschichte rund um eine Familie, die in den Wirren der religiösen Auseinandersetzungen zwischen Barbaristen und Danieliten auseinander gerissen wird, ist von den Kritikern mit großem Vorablob bedacht worden. Da das Filmfestival - bis auf ausgewählte Veranstaltungen - jedermann freisteht, wird sich nicht nur "Mutter. Vater.Tod" nun vor breitem Publikum beweisen müssen.

Die Eintrittskarten für die meisten Events sind seit Monaten ausverkauft, aber unter der Hand lässt sich noch so einiges ergattern, meist für Preise von 9.000 LEX aufwärts, natürlich pro Person. Aber auch zahlreiche Gewinner von Preisausschreiben aller möglichen Unternehmensgewinnspiele und Fernsehshows dürfen sich glücklich schätzen, eine der begehrten Eintrittskarten zu einem der Events in Händen zu halten. Das Filmfestival hat seine Veranstaltungen schlauerweise über ganz Cadenas verteilt, um zu große Menschenansammlungen zu vermeiden. Schließlich glänzt Arbiträa nicht gerade durch modernste Technik und Beinahe-Erstickungsanfälle wollen wir alle doch nur durch die Verleihung der bronzenen, silbernen und goldenen Kraken am Abschlusstag sehen und nicht durch Überlastung der Lebenserhaltungssysteme, nicht wahr. So kann man in Cadenas derzeit an jeder Ecke einem Star über den Weg laufen.

Wir werden Sie natürlich auf dem Laufenden halten: In guter Erinnerung an den "Toilettensex"-Skandal von vor zwei Jahren zwischen den beiden männlichen Hauptdarstellern von "Kobuleinerlei" warten wir gespannt auf die Fehltritte, aber auch Glanzauftritte unser aller Lieblinge. Wir sind gespannt!

Doppelmord in Arbiträa

Die Kamera schwenkt hektisch hin und her, versucht vergeblich das Ausmaß der Verwüstungen zu erfassen. Feuerwehrtrupps kämpfen gegen die Flammen, die aus einem Apartment schlagen. Mehrere Personen liegen voller Brandwunden am Boden, manche wimmern und kriechen, andere wiederum liegen leblos inmitten der Trümmer. Die dünne Außenwand des Apartements liegt in Stücke gerissen auf dem Flur. Die Kamera zoomt auf die Wohnung, Flammen drängen sich immer größer in das Blickfeld. Vom hellen Schein erhellt ist innerhalb der Wohnung pures Chaos zu erkennen. Eine Explosion muss all das verursacht haben, alles ist umgeworfen, vieles brennt. Da! Ein Fuß. Zwei Meter entfernt liegt der dazu passende Unterschenkel.

Die Kamera zoomt wieder weg, richtet sich auf das in professioneller Betroffenheit gefangene Gesicht einer jungen Reporterin. Ihre blonden Haare wiegen hin und her, als sie traurig den Kopf schüttelt:
"Ein Anschlag, mitten in Repêchage! Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir sind hier gerade am Ort einer Tragödie angelangt. Eigentlich wollten wir einen Bericht über die zeitgleich drei Blocks weiter stattfindene Kunstausstellung der Vernissage Cloné machen, aber nun sind wir hier. Mitten im Chaos. Was Sie hinter mir sehen, liebe Zuschauer, ist die Wohnung von Verne Boilé, seines Zeichens Mitglieds des Rates der Neun des Hauses Aviatic. Aufgrund des Ausmaßes der Verwüstungen müssen wir von einer Explosion ausgehen."

Die Kamera wendet sich von der Reporterin ab und wieder dem Anschlagsort zu. Die ersten Sanitäter sind eingetroffen und kümmern sich um die Opfer.

"Wie Sie sehen können, ist keiner der Verletzten der ehrenwerte Verne Boilé. Oder? Was ist das?"

Die Kamera zoomt mitten in die Wohnung, wo zwei Feuerwehrleute die letzten Flammen ersticken. Ein verkohlter Leichnam, vielmehr Rumpf als vollständig, wird sichtbar. Zügig legt ein Helfer eine Decke über die Überreste und schiebt einen melonengroßen Gegenstand mit unter die Decke. Erst im letzten Augenblick ist erkennbar, dass es sich dabei um einen abgerissenen Kopf handelt.

Zurück mit dem Bild auf der Reporterin ist zu sehen, wie diese um Fassung kämpft, dann gewinnt die Ausbildung die Oberhand, sie spricht weiter. "Leider scheint es wohl doch so zu sein, dass Verne Boilé Opfer dieses Anschlags wurde."

Sie legt den Kopf leicht schräg zur Seite als höre sie auf eine innere Stimme.

"Bei den Gütigen des Meeres! Liebe Zuschauer, wie ich soeben aus der Redaktion über A-Net zu hören bekomme, ist zeitgleich ein Attentat auf Anna Seballe verübt worden, Mitglieds des Rates der Neun des Hauses Armiant." Sie schluckt schwer. "Ein trauriger Tag für Arbiträa. Zwei Spitzenpolitiker an einem Tag ermordet, mitten unter uns. Unfassbar. Seien Sie versichert: Wir halten Sie auf dem Laufenden!"
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