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Ungewissheit

Eine Kurzgeschichte aus Lod von Karsten Müller

Ungewissheit

Der Anblick der vielen Schiffe und Kuppeln von Lod zog Dasha völlig in ihren Bann. Erst als das Passagierschiff von Lodwaters an einen Andockpylon anlegte, riss sie der kleine Ruck aus ihrer Erstarrung. Eine Lautsprecherstimme informierte die Passagiere über die Einreiseprozedur und Dasha griff einmal mehr in die Tasche ihres Anzuges, um sich zu versichern, dass ihre BID noch da war. Nachdem die Lautsprecherstimme mit: "Wir wünschen Ihnen einen schönen Aufenthalt in Lod", geendet hatte, nahm Dasha ihre Reisetasche und verließ mit den anderen Passagieren das Schiff.
Nach der Waffenkontrolle nahm man ihr eine Blutprobe ab, die auf Krankheiten untersucht wurde, dann wurde sie mit den anderen Passagieren ihres Schiffes in einen kleinen Aufenthaltsraum geführt, wo sich die Wartezeit endlos auszudehnen schien. Sie sollten auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung warten. So wollten die Behörden verhindern, dass Seuchen nach Lod gebracht werden, hatte die Lautsprecherstimme im Schiff gesagt.
Dasha war so nervös, dass sie nicht still sitzen konnte und erkundete stattdessen den Raum: er hatte zwei Ausgänge und ein Lebensmittelautomat und mehrere Spielautomaten standen herum, die mit verschiedenen Währungen gefüttert werden konnten. Ein paar Kinder stritten sich gerade darum, wer an dem neusten Automaten spielen durfte.
Dasha fragte sich, ob unter den anderen Passagieren auch welche waren, die sich in der gleichen Lage wie sie befanden. Sie ließ ihren Blick über die Wartenden schweifen, aber woran sollte man so etwas erkennen? Eines der Kinder hatte den Streit inzwischen gewonnen und die gedämpften Geräusche des Spiels erfüllten den Warteraum. Einer der Anwesenden, in einen billigen Anzug gekleidet, schaute ärgerlich zu den Kinder, sagte aber nichts. Vielleicht ein Handelsvertreter einer stawischen Firma, von Aussehen könnte es passen.
Dasha setzte sich wieder und plötzlich sprach die Frau neben ihr sie an. "Sind sie das erste Mal in der Stadt?", fragte sie in fließendem und akzentfreiem Lodt. Dasha fühlte sich trotz des freundlichen Gesichtsausdruckes der Frau wie bei einem Verhör. Sie versuchte ihre Stimme sicher und fest klingen zu lassen, aber es gelang nicht ganz: "Nein. Ich war schon ein paar Mal hier", sagte sie und innerlich verfluchte sie sich dafür, dass ihr Lodt einen so starken stawischen Akzent hatte. Endlich öffnete sich das Durchgangsschott und kündigte somit das Ende der Wartezeit an. Ein letztes Mal griff Dasha in ihre Anzugstasche, um die gefälschte BID in die Hand zu nehmen. Sie wartete noch kurz und stand dann langsam auf, um durch das Schott in den anderen Raum zu gehen, in dem sich die Passagiere bereits in zwei Warteschlangen aufteilten. Die längere Reihe führte zu einem Schalter mit Computerterminal, an dem zwei Männer in Polizeiuniform standen, die kürzere endete vor einer verschlossenen Tür mit einer Aufschrift in mehreren Sprachen. Auf stawisch konnte Dasha dort lesen: "Antragsaufnahme für Bürgeridentifikationskarten". Dasha stellte sich in der längeren Reihe an und betrachtete die Polizisten nervös. Schweiß sammelte sich auf ihrer Stirn, während sie näher an das Terminal heranrückte. Würde der Computer ihre gefälschte BID akzeptieren? Was, wenn nicht? Würden die Polizisten sie an die stawischen Behörden ausliefern? Das durfte auf keinen Fall geschehen. Der Mann vor ihr passierte den Schalter und der Polizist begrüßte Dasha mit einem freundlichen Gesichtsausdruck, aber Dasha lief es trotzdem eiskalt den Rücken herunter, als er die BID nahm, die Dasha ihm zögerlich hinhielt, und sie an dem Lesegerät vorbeizog. Der Bildschirm begann zu blinken.
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