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Departure

Departure

Eine LodlanD-Kurzgeschichte von David Grade

Es war alles schwerer diese Weckzeit. In Peter Rendells Kopf hämmerte es. Zuviel gesnifft von Hunters Zeug. Hunter lag jetzt in der Koje direkt über ihm und schnarchte. Peter quetschte sich zwischen den Kojen her zum Duschraum. FathersFist, das größte jemals erbaute Schiff. So eine Walpisse, drinnen in den Mannschaftsquartieren war es genau so eng wie in jedem Shark-Schwuchtel-Schiff auch.
Ein Blick auf den Gang, alles klar M-2 Recruit Miller hatte Putzdienst. Da konnte man auch ohne Uniform schnell zu den Duschen rüber. Peter ging los.
"Hey, M-1 Recruit Rendell, was fällt Ihnen eine ohne Uniform..."
Peter war schon an Miller vorbei und im Umkleideraum Fox und Daniel trockneten sich gerade ab. Aus der Massendusche drang heißer Wasserdampf. Wortlos streifte Peter seine Shorts ab und starrte in einen der Spiegel. Auf seiner Stirn war eine Beule, er hatte Gestern seinen Kopf vor die Wand geschlagen. Im Spiegel konnte er Fox sehen der sich feixend in den Schritt griff.
"Rendell, Scharmhaare musst du da unten suchen, aber da gibt’s bei dir ja auch noch keine."
Daniel schlug Fox auf den Arm.
"Halt die Klappe man, lass Rendell in Ruhe."
"Hey was, bist du bekloppt? Warum?"
"Lass ihn einfach in Ruhe, ja."
Daniel schob Fox hinaus und warf Peter Rendell einen kurzen Blick zu.
"Danke du Arsch", murmelte Peter. Er überlegte ob er seinen Kopf in den Spiegel rammen sollte. Es hatte eh keinen verdammten Sinn, er saß hier rum auf diesem fatherverdammten Scheiss-Schwuchtel-Schiff und da draußen war niemand mehr, den es interessierte. Seine Kopfschmerzen wurden schlimmer und Peter gelang es mit dem Denken aufzuhören, zumindest für den Moment. Nichts wie in die Dusche, er hatte Dienst auf der Brücke. Er musste sich verdammt beeilen, um nicht zu spät zu kommen. Peter war es egal. In der Dusche stand er alleine, die anderen waren längst fertig. Er drehte das Wasser so kalt wie er konnte und ließ es auf seinen Rücken strahlen. Mit der Stirn lehnte er sich an die Wand, es tat ein bisschen weh.
Your old father, he played one,
he played knick-knack on your thumb
With a knick-knack patty whack, you are not alone
Your old father came rolling home

Das hatte ihm seine Mutter vorgesungen, wenn sie ihn gebadet hatte und irgendwann war sein Vater nicht mehr nachhause gekommen. Irgendein dreckiger Renegade hatte sein Boot für ein militärisches Schiff gehalten oder vielleicht dachten sie auch nur er würde Nahrungsmittel transportieren. Dann hatte seine Schwester Alicia für ihn gesungen und manchmal Patrick, sein Bruder.
Our old mother came rolling home
Sie kam auch nicht mehr Nachhause und dann hatte niemand mehr für ihn gesungen. Sie waren alle drei Eingetreten. Jetzt stand er alleine in einer beschissenen Dusche und ihm war kalt und keiner sang für ihn und wenn er jetzt zu Heulen anfing, würde er seinen Kopf so oft gegen die Wand schlagen bis er umkippte.
Peter Rendell heulte nicht.
Er ging aus der Dusche, wieder an Miller vorbei der ihm etwas hinterher rief, und zog seine Uniform an, prüfte ob alles saß. Er hob einen Zeitungsausschnitt auf der neben seinem Bett lag und strich ihn mit den Fingern glatt. Er starrte ihn kurz an.

Bill of Heroes
Wir trauern um die Besatzung der Shark SOF GreatHonor
M-6 Seaman Gil Eddison, 25
M-3 Recruit John Father, 18
M-2 Recruit Donald Humper, 19
M-1 Recruit Elly Bauer, 14
Wir trauern um die Besatzung der Mustang SOF SurePower
M-11 Lieutenant Sahra Gatsby, 43
M-9 PettyOfficer John Allcraft, 29
M-9 PettyOfficer Kevin Connor, 28
M-6 Seaman Alice Drywater, 22
M-4 Seaman Ben M´besa, 24
M-4 Seaman Lennert Nitting, 22
M-4 Seaman Alicia Rendell, 26
M-4 Seaman Patrick Rendell, 25
M-3 Recruit Donald Arons, 21
M-3 Recruit Sebastian Axe, 18
M-3 Recruit Mary Dust, 17
M-3 Recruit Martha Eversong, 22
M-3 Recruit Madita Jacobs, 21
M-3 Recruit Fiona Jonens, 20
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Dann drehte Peter den Zeitungsausschnitt auf den Kopf, schob ihn in den Mund und kaute. Hunter schnarchte immer noch. Peter ging raus und durch das Schiff. Er würde viel zu spät kommen und den Ärger seines Lebens bekommen, vielleicht wurde er für drei Wochen Toilettendienst eingeteilt. Vor dem Schott zur Brücke rückte er seine Uniform gerade und trat ein. Niemand kümmerte sich um ihn. Befehle wurden gerufen. Die Brücke war voller als sonst.
M-15* Captain Rupert Stone, der Commander, überflog die Daten auf einem Kontrollbildschirm. Er kaute auf seiner Unterlippe. Peter hatte Stone noch nie auf seiner Unterlippe kauen sehn. Möglichst unauffällig stellte sich Peter neben Stone.
"M-11 Lieutenant Sahra Gatsby hat mit mir auf der FirstStrike gedient. Sie war gut und sie war stolz auf die SurePower. Ich hätte diesen Southlings so einen Abschuss nicht zugetraut", sagte M-15 Stone zu niemand besonderem.
"Sir, wir sind reisebereit, Captain Stone."
"Legen sie los, auf nach Süden. Zeigen wir diesen Southlings wo sie in der Rangordnung stehen. Geben sie an die Crew, dass der GreatFather uns in den Einsatz geschickt hat und berufen sie für 12:00 eine Musterung ein Dort werde ich alles weitere an die Mannschaft weitergeben."
Peter hielt sich dicht neben Stone als dieser einige Schritte vor ging, um ungehindert nach draußen in das Meer blicken zu können. Die starken Scheinwerfer der FathersFist beleuchteten einige der Begleitschiffe. Unvermittelt legte Stone seine Hand auf Peters Schulter.
"Sie sind vierzehn, Recruit?"
"Ja."
"Der jüngste an Bord. Der Moses."
"Ja."
"Alles klar bei ihnen?"
"Ja."
Es tat so verdammt weh.
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